{"id":3279,"date":"2015-11-24T11:45:00","date_gmt":"2015-11-24T10:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-guter-tag-fuer-oldenburg\/"},"modified":"2015-11-24T11:45:00","modified_gmt":"2015-11-24T10:45:00","slug":"ein-guter-tag-fuer-oldenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-guter-tag-fuer-oldenburg\/","title":{"rendered":"\u201eEin guter Tag f\u00fcr Oldenburg\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Ein seltenes Bild: Menschen muslimischen, j\u00fcdischen und yezidischen Glaubens sowie Vertreter weiterer Glaubensrichtungen halten zusammen mit Christen in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche im Gebet inne. Mehr als 300 der rund 500 Teilnehmer waren am Montag, 23. November, zum Abschluss der Demonstration \u201eReligionen gemeinsam gegen Gewalt\u201c in das evangelische Gotteshaus gekommen. Dazu aufgerufen hatten der Arbeitskreis Religionen des Pr\u00e4ventionsrats Oldenburg, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Oldenburg, der Islamische Kulturverein Maryam-Moschee, die Haci-Bayram-Moschee (DITIB) und die J\u00fcdische Gemeinde zu Oldenburg. <\/p>\n<p>\u201eDas ist eine Sternstunde f\u00fcr mich\u201c, sagte Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann vom Ev.-luth. Kirchenkreis Oldenburg Stadt angesichts der voll besetzten St. Lamberti-Kirche. \u201eIch glaube, viele Menschen waren noch nie hier drinnen. Es ist ein guter Tag f\u00fcr Oldenburg, dass wir uns heute hier versammelt haben.\u201c \u201eIch freue mich \u00fcber den gemeinsamen Abschluss hier\u201c, so YakubCastur von der T\u00fcrkisch-Islamischen Gemeinde zu Oldenburg e.V. (DITIB). Es sei notwendig, mit der gemeinsamen Demonstrationein Zeichen zu setzen, betonten Hoffmann und Castur, die beide dem Arbeitskreis Religionen angeh\u00f6ren, der die Veranstaltung initiiert hat.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser waren die j\u00fcngsten Terroranschl\u00e4ge des sogenannten Islamischen Staats (IS). \u201eWir sind gegen den Missbrauch von Religionen\u201c, sagte Ahmed Hazzaa vom Islamischen KulturvereinMaryam-Moschee beim Start des Demonstrationszuges. \u201eDer IS hat von uns Muslimen keine Vollmacht, in unserem Namen zu handeln. Der IS ist anti-islamisch. Keiner Religion kann es gefallen, wenn Menschen in ihrem Namen Angst verbreiten und Misstrauen s\u00e4hen. Wir d\u00fcrfen denen, die unsere Freiheit angreifen, nicht das Gef\u00fchl geben, dass ihre Taten zum Erfolg f\u00fchren.\u201c<br \/>\n<br \/><span style=\"font-weight: bold\">Von der Moschee zur Kirche zur Synagoge<\/span><br \/>Rund f\u00fcnfhundert Menschen marschierten von der Maryam-Moschee \u00fcber Pferdemarkt und Peterstra\u00dfe an der Garnisonkirche und Forumskirche St. Peter vorbei zur Synagoge und Friedenskirche, dann zur Lamberti-Kirche. Der Gang solle ein Signal aussenden, wenn Muslime und Nicht-Muslime sich gemeinsam vom Missbrauch von Religionen zur Rechtfertigung von Terror und Gewalt distanzieren. <\/p>\n<p>In der St.Lamberti-Kirche begr\u00fc\u00dfte Theologieprofessor J\u00fcrgen Heumann vom Arbeitskreis Religionen die Teilnehmer. \u201eWir trauern um die Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Wir als Initiatoren und Menschen dieser Stadt k\u00f6nnen nicht fassen, was im Namen von Religionen geschieht. Darum wollen wir ein Zeichen setzen: Gewalt wird von allen Religionen in dieser Stadt ge\u00e4chtet. Keine Religion hat das Recht, eine andere zu verfolgen oder zu diskriminieren.\u201c Es gebe Gewalttraditionen in vielen religi\u00f6sen Grundtexten, so Heumann. Diese gelte es zu reflektieren und zu bearbeiten. \u201eHeute existieren weltweit Netzwerke, in denen verschiedene Religionen versuchen, zusammenzuarbeiten. Es gilt, Gemeinsamkeiten zu erkennen und Unterschiede anzuerkennen.\u201c<br \/>\n<br \/>Zur Demonstration aufgerufen haben der Arbeitskreis Religionen des Pr\u00e4ventionsrats Oldenburg, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Oldenburg, der Islamische Kulturverein Maryam-Moschee, die Haci-Bayram-Moschee (DITIB) und die J\u00fcdische Gemeinde zu Oldenburg. Sie wollen dazu ermutigen, sich einzusetzen f\u00fcr die Freiheitsrechte, die die Grundlage bilden f\u00fcr das friedliche Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft mit Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit.<\/p>\n<p>Unter dem Dach des Pr\u00e4ventionsrats Oldenburg kommen im Arbeitskreis Religionen unter anderem Vertreter von in Oldenburg ans\u00e4ssigen christlichen, j\u00fcdischen, muslimischen und yezidischen Gemeinden, von Buddhisten und Bahai ins Gespr\u00e4ch. Weitere Mitglieder sind die Integrationsbeauftragte Dr. Ay\u00e7a Polat, Tobias Frick vom Forum f\u00fcr Integration und Migration, Prof. J\u00fcrgen Heumann vom Institut f\u00fcr Evangelische Theologie und Religionsp\u00e4dagogik der Uni Oldenburg sowie Melanie Blinzler, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Pr\u00e4ventionsrats.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Antje Wilken<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein seltenes Bild: Menschen muslimischen, j\u00fcdischen und yezidischen Glaubens sowie Vertreter weiterer Glaubensrichtungen halten zusammen mit Christen in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche im Gebet inne. Mehr als 300 der rund 500 Teilnehmer waren am Montag, 23. November, zum Abschluss der Demonstration \u201eReligionen gemeinsam gegen Gewalt\u201c in das evangelische Gotteshaus gekommen. 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