{"id":3318,"date":"2015-12-01T10:53:00","date_gmt":"2015-12-01T09:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/allgemeingueltiger-tarifvertrag-fuer-bremer-pflege-azubis-gescheitert-niedersachsen-will-am-10-dezember-abstimmen\/"},"modified":"2015-12-01T10:53:00","modified_gmt":"2015-12-01T09:53:00","slug":"allgemeingueltiger-tarifvertrag-fuer-bremer-pflege-azubis-gescheitert-niedersachsen-will-am-10-dezember-abstimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/allgemeingueltiger-tarifvertrag-fuer-bremer-pflege-azubis-gescheitert-niedersachsen-will-am-10-dezember-abstimmen\/","title":{"rendered":"Allgemeing\u00fcltiger Tarifvertrag f\u00fcr Bremer Pflege-Azubis gescheitert &#8211; Niedersachsen will am 10. Dezember abstimmen"},"content":{"rendered":"<p>Schwerer R\u00fcckschlag f\u00fcr die Verfechter eines einheitlichen Tarifes in Deutschlands Altenpflege: Ein erster Schritt in diese Richtung zun\u00e4chst f\u00fcr Auszubildende im Land Bremen scheiterte. Private und \u00f6ffentliche Arbeitgeber sehen das als Erfolg.<\/p>\n<p>Bremen (epd). Im Land Bremen ist ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag f\u00fcr Auszubildende in der Altenpflege gescheitert. Im parit\u00e4tisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern besetzten Tarifausschuss des Landes gab es ein Patt. Vertreter der Wohlfahrtsverb\u00e4nde in der Bremer \u00abTarifgemeinschaft Pflege\u00bb kritisierten, Bremens Arbeitssenator k\u00f6nne den bereits abgeschlossenen Ausbildungs-Tarifvertrag nun nicht f\u00fcr allgemeinverbindlich erkl\u00e4ren. Ein solches Vertragswerk sei ohne \u00f6ffentliches Interesse, argumentierten die Gegner aus dem Arbeitgeberlager.<\/p>\n<p>Der Tarifvertrag ist bundesweit ein Novum und gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einem fl\u00e4chendeckenden Tarifvertrag f\u00fcr die gesamte Pflege. Er wurde im Februar in Niedersachsen und Bremen zwar abgeschlossen, ist aber noch nicht allgemeing\u00fcltig. Um das f\u00fcr Bremen zu erreichen, h\u00e4tte Arbeitssenator Martin G\u00fcnthner (SPD) einen positiven Mehrheitsbeschluss des sechsk\u00f6pfigen Tarifausschusses ben\u00f6tigt. \u00abDies w\u00e4re ein wertvoller Beitrag zur Abst\u00fctzung der tariflichen Ordnung in der Pflegebranche gewesen\u00bb, sagte G\u00fcnthner. In Niedersachsen soll am 10. Dezember entschieden werden.<\/p>\n<p>Gewerkschafter und Wohlfahrtsverb\u00e4nde kritisierten, das \u00f6ffentliche Interesse an qualifizierter Versorgung von Pflegebed\u00fcrftigen bleibe bei dem Votum auf der Strecke. Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag sei ein wichtiger Beitrag, um die Ausbildung in der Pflege f\u00fcr junge Leute insgesamt attraktiver zu machen. Nur so k\u00f6nne dem heute schon sp\u00fcrbaren Fachkr\u00e4ftemangel in diesem Bereich begegnet werden.<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigte aus der Altenpflege hatten vor Beginn der Sitzung des Tarifausschusses im Bremer Gewerkschaftshaus mit Plakaten wie \u00abgleiche Arbeit, gleiches Geld\u00bb f\u00fcr einen allgemeing\u00fcltigen Tarif demonstriert. Bislang werde der harte Wettbewerb unter den Pflegeanbietern \u00fcber L\u00f6hne auf dem R\u00fccken der Auszubildenden und der Besch\u00e4ftigten ausgetragen, kritisierte ver.di-Gewerkschaftssekret\u00e4r Uwe Schmid. Mit der Abstimmung w\u00fcrden bestehende Unterschiede in der Altenpflegeausbildung zementiert.<br \/>\nSo sieht es auch die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Freien Wohlfahrtspflege in Bremen. \u00abWir sind f\u00fcr einen Wettbewerb &#8211; aber nicht \u00fcber die L\u00f6hne, sondern \u00fcber die Qualit\u00e4t der Leistungen\u00bb, betonte ihr Sprecher Arnold Knigge.<\/p>\n<p>Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hingegen begr\u00fc\u00dfte das Patt. \u00abSo haben gerade die kleineren Einrichtungen weiterhin die M\u00f6glichkeit, Ausbildungspl\u00e4tze zu schaffen und sich im Wettbewerb zu bew\u00e4hren\u00bb, sagte Verbandspr\u00e4sident Rainer Br\u00fcderle. Neben den privaten Arbeitgebern hat sich im Vorfeld der Sitzung auch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb\u00e4nde gegen die Allgemeinverbindlichkeit gestellt.<br \/>\nGewerkschafter und Tarifgemeinschaft k\u00fcndigten nun ein Moratorium in den Verhandlungen \u00fcber weitere einheitliche Tarifvertr\u00e4ge in der Pflege an. In Bremen gilt die allgemeine Regelung nach Gewerkschaftsangaben bislang nur f\u00fcr 234 Auszubildende der \u00abTarifgemeinschaft Pflege Bremen\u00bb. Ihr geh\u00f6ren 15 Pflegeanbieter aus Bremen und Bremerhaven an.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwerer R\u00fcckschlag f\u00fcr die Verfechter eines einheitlichen Tarifes in Deutschlands Altenpflege: Ein erster Schritt in diese Richtung zun\u00e4chst f\u00fcr Auszubildende im Land Bremen scheiterte. Private und \u00f6ffentliche Arbeitgeber sehen das als Erfolg. Bremen (epd). 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