{"id":3394,"date":"2015-12-21T08:30:00","date_gmt":"2015-12-21T07:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/veranstaltungsreihe-gottesbild-der-religionen\/"},"modified":"2015-12-21T08:30:00","modified_gmt":"2015-12-21T07:30:00","slug":"veranstaltungsreihe-gottesbild-der-religionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/veranstaltungsreihe-gottesbild-der-religionen\/","title":{"rendered":"Veranstaltungsreihe: Gottesbild der Religionen"},"content":{"rendered":"<p>Viele Interessierte haben in den vergangenen zwei Monaten die Veranstaltungsreihe \u201eGottesbild der Religionen&quot; in Oldenburg besucht, in der der Glaube und das Gottesbild von Juden, Christen und Muslimen vorgestellt wurde. Barbara Heinzerling, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB), lobte die unerwartet hohe Resonanz dieses niedrigschwelligen Angebotes der EEB und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB).<br \/>\n<br \/>\u00dcber das Judentum informierte der Rabbiner Tobias Jona Simon in der Synagoge in Oldenburg. Das Gottesbild im Christentum stellten die evangelische Pfarrerin Anja Kramer und der katholische Pfarrer Jan Kr\u00f6ger in der katholischen Kirche St. Marien zur Diskussion. In der Haci-Bayram-Mosche erhielten \u00fcber 100 Besuchende von Yakup Castur einen Einblick in die Gebr\u00e4uche der Moschee und das Gottesbild im Islam. &nbsp;<br \/>\n<br \/>Der H\u00f6hepunkt und Schlusspunkt der Veranstaltungsreihe war im Dezember die Lesung \u201eNathan der Weise&quot;, mit Kammerschauspieler Horst Mehring in der Gertrudenkapelle Oldenburg. Passend zu den drei Veranstaltungen treten in dem Drama die drei Weltreligionen miteinander in einen Dialog. Mehring begeisterte die Besucherinnen und Besucher mit seiner Kurzfassung des Nathans. Musikalisch begleitete die Lesung Steffen Sch\u00f6ps, Popkantor der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.<br \/>\n<br \/>\u201eWelche Religion sagt die Wahrheit? Es stellt sich die Frage: gibt es eine Wahrheit?&quot;, f\u00fchrte Pastor Jens Teuber, Vorsitzender der EEB Oldenburg, in die Lesung ein. <\/p>\n<p>Kammerschauspieler Mehring kennt das Drama um Nathan seit langem. Seiner Erkenntnis nach teilten nur wenige den Weg Lessings, durch Toleranz und Verstehen zu einer besseren Welt zu finden: \u201eDas ist keine Utopie, sondern Gewissheit, Lessing war sich dessen bereits vor 250 Jahren bewusst.&quot; Mehring stellte in K\u00fcrze Lessings Leben und durch Dialoge zwischen Nathan und anderen Personen die drei Weltreligionen dar.<br \/>\n<br \/>Nachdem der Jude Nathan seine Frau und sieben S\u00f6hne verloren hatte, nahm er ein Christenkind bei sich auf. Dieses hohe Ma\u00df an Toleranz kreideten ihm viele Zeitgenossen an, denen er begegnete. In einem Gespr\u00e4ch mit dem Sultan und die Frage nach der richtigen Religion ging es um die ber\u00fchmte Ringparabel, die eine L\u00f6sung in Bezug auf den Wahrheitsanspruch der Religionen finden will. &nbsp;<br \/>\n<br \/>Mehring erz\u00e4hlte Nathans Parabel: Vor seinem Tod vermachte ein Vater seinen drei S\u00f6hnen je einen Ring, da er sich nicht f\u00fcr einen entscheiden konnte, hatte er zwei weitere identische Ringe anfertigen lassen. So wie es keine Antwort gibt, wer der richtige F\u00fcrst sein kann, konnte auch die Frage des Sultans nach dem rechten Glauben nicht beantwortet werden. Jede Religion ist nach Treu und Glauben von den Vorfahren \u00fcberliefert. Wem sollen wir denn glauben. Der Rat des Richter an die S\u00f6hne war, dass jeder glauben solle, sein Ring sei der rechte, er glaube an die Kraft und die Liebe in innigster Ergebenheit zu Gott. \u201eIn der Schlussszene des St\u00fcckes f\u00fchrt Nathan alle Beteiligten zusammen, f\u00fcr Nathan waren alle Menschen Br\u00fcder&quot;, erkl\u00e4rte Mehring. \u201eDie Quintessenz des St\u00fcckes lautet: wir sind nicht Todfeinde, sondern Br\u00fcder und Schwestern, Kinder eines Vaters&quot;, schloss Horst Mehring seine Lesung.<br \/>\n<br \/>Die Idee zu der Veranstaltungsreihe hatte Anni Sch\u00e4fers, stellvertretende Vorsitzende der KEB, nach Lesen eines Beitrages \u00fcber die Frage nach Religionen in einer \u00fcberregionalen Zeitung.<br \/>\n<br \/>Dr. Michael Kodde, Vorsitzender der KEB Oldenburg lobte, dass die Veranstaltungsreihe \u201ealle Erwartungen \u00fcbertroffen habe. \u201eDas ist ein Abend, den wir nicht vergessen werden&quot;, er dankte den G\u00e4sten in der Gertrudenkapelle stellvertretend f\u00fcr die vielen Teilnehmenden der anderen Veranstaltungen. Er sei guten Mutes, denn die G\u00e4ste zeigten durch ihr Interesse Toleranz an der religi\u00f6sen Vielfalt. <\/p>\n<p>Mehr als 100 Teilnehmende h\u00e4tten zuvor je bei Veranstaltungen die Moschee, Synagoge und Kirche besucht, das zeige eindrucksvoll, was heute m\u00f6glich ist. \u201eEs ist ein Zeichen, dass Toleranz auch gegen\u00fcber unseren neuen Mitb\u00fcrgern m\u00f6glich ist.&quot;<br \/>\n<br \/>Die beiden Erwachsenenbildungseinrichtungen werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen und an dem interreligi\u00f6sen Dialog weiterarbeiten, k\u00fcndigte Barbara Heinzerling an. <\/p>\n<p>Teuber betonte: \u201eWir haben in unserer kulturellen Tradition gro\u00dfartige Texte, die sich lohnen, immer wieder neu entdeckt zu werden. Ich bin gl\u00fccklich, dass den beiden K\u00fcnstlern so gro\u00dfartig gelungen ist, die moderne Musik und alten Text so zu pr\u00e4sentieren.&quot; Er k\u00fcndigte die Wiederholung dieser Lesung im kommenden Jahr an, da viele Menschen wegen der fr\u00fch ausverkauften Veranstaltung abgewiesen werden mussten. Beide K\u00fcnstler h\u00e4tten bereits zugesagt. &nbsp;<br \/><span style=\"font-style: italic\"><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von B\u00e4rbel Romey.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Interessierte haben in den vergangenen zwei Monaten die Veranstaltungsreihe \u201eGottesbild der Religionen&quot; in Oldenburg besucht, in der der Glaube und das Gottesbild von Juden, Christen und Muslimen vorgestellt wurde. 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