{"id":3419,"date":"2015-12-26T20:43:00","date_gmt":"2015-12-26T19:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/seemannsmission-lobt-gesetzesnovelle-gegen-imstichlassen\/"},"modified":"2015-12-26T20:43:00","modified_gmt":"2015-12-26T19:43:00","slug":"seemannsmission-lobt-gesetzesnovelle-gegen-imstichlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/seemannsmission-lobt-gesetzesnovelle-gegen-imstichlassen\/","title":{"rendered":"Seemannsmission lobt Gesetzesnovelle gegen \u00abImstichlassen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><i>&nbsp;epd-Gespr\u00e4ch: Dieter Sell<\/i><\/p>\n<p>Bremen (epd). Die k\u00fcrzlich vom Bundesrat gebilligte Novelle des Seearbeitsgesetzes ist nach Einsch\u00e4tzung der Deutschen Seemannsmission ein wichtiger Schritt zur sozialen Absicherung von Seeleuten. \u00abDie \u00c4nderungen sehen vor, dass die Reedereien eine Versicherung abschlie\u00dfen m\u00fcssen, mit der im Stich gelassenen Seeleuten geholfen wird\u00bb, sagte die Bremer Generalsekret\u00e4rin der Seemannsmission, Heike Proske, dem Evangelischen Pressedienst (epd). So k\u00f6nnten betroffene Seeleute im Notfall beispielsweise aus fremden H\u00e4fen nach Hause gebracht werden.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit war es immer wieder passiert, dass Seeleute in einem Hafen strandeten, weil sie keine Unterst\u00fctzung von ihren Reedern bekamen. So sa\u00dfen 2013 drei Containerschiffe eines insolventen marokkanischen Reeders wochenlang vor Wangerooge fest und wurden dann in Wilhelmshaven f\u00fcr Monate an die Kette gelegt. Das Havariekommando in Cuxhaven musste Schiffe und Notbesatzungen versorgen, Heuern mussten erstritten werden. Die Seemannsmission setzte sich f\u00fcr die Seeleute ein.<\/p>\n<p>Mit einer \u00dcbergangsfrist m\u00fcssen Reeder nun bis Juli 2018 eine Versicherung gegen das \u00abImstichlassen\u00bb abschlie\u00dfen. Damit setze Deutschland eine Erg\u00e4nzung des Seearbeits\u00fcbereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation ILO in nationales Recht um, erl\u00e4uterte Proske. Die Maritime Labour Convention &#8211; kurz MLC &#8211; regele global zahlreiche Mindeststandards f\u00fcr die Arbeits- und Lebensbedingungen auf den Schiffen.<\/p>\n<p>Eine \u00c4nderung des deutschen Seearbeitsgesetzes ber\u00fchrt die Seemannsmission selbst: Anfang 2016 wird die Unterst\u00fctzung von Projekten durch den Bund auf eine dauerhafte institutionelle F\u00f6rderung umgestellt. \u00abDas erspart Arbeit und sorgt in der Inlandsarbeit der Deutschen Seemannsmission f\u00fcr mehr Sicherheit\u00bb, sagte die leitende evangelische Theologin Proske. Im zu Ende gehenden Jahr hatte es in 14 Stationen der Seemannsmission an der Nord- und Ostsee 22 Projekte gegeben, die mit 270.000 Euro gef\u00f6rdert wurden.<\/p>\n<p>Die Grundlage, das 2013 in Kraft getretene internationale Seearbeits\u00fcbereinkommen, sei eine \u00abGemeinschaftssache\u00bb, erg\u00e4nzte Proske. \u00abRegierungsvertreter, Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich einstimmig auf dieses \u00dcbereinkommen geeinigt.\u00bb Sie s\u00e4hen die Konvention \u00fcbereinstimmend als Riegel gegen Sozialdumping. Zur Deutschen Seemannsmission geh\u00f6ren 16 Stationen im Inland und weitere 16 im Ausland.<\/p>\n<p>Internet: www.seemannsmission.org<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;epd-Gespr\u00e4ch: Dieter Sell Bremen (epd). 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