{"id":3548,"date":"2016-01-25T11:04:00","date_gmt":"2016-01-25T10:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/studie-staatlicher-zuschuss-fuer-schulsachen-viel-zu-niedrig-diakonie-und-kirche-fordern-hoehere-saetze\/"},"modified":"2016-01-25T11:04:00","modified_gmt":"2016-01-25T10:04:00","slug":"studie-staatlicher-zuschuss-fuer-schulsachen-viel-zu-niedrig-diakonie-und-kirche-fordern-hoehere-saetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/studie-staatlicher-zuschuss-fuer-schulsachen-viel-zu-niedrig-diakonie-und-kirche-fordern-hoehere-saetze\/","title":{"rendered":"Studie: Staatlicher Zuschuss f\u00fcr Schulsachen viel zu niedrig &#8211; Diakonie und Kirche fordern h\u00f6here S\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Eltern mit wenig Geld bekommen einer kirchlichen Studie zufolge vom Staat zu wenig Unterst\u00fctzung, um die Schulsachen ihrer Kinder zu bezahlen. Die 100 Euro im Schuljahr, die Beziehern von Sozialleistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zustehen, reichten bei weitem nicht aus. Pro Schuljahr fielen Kosten von mindestens 150 Euro an, hei\u00dft es in der Studie des Sozialwissenschaftlichen Institutes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am Montag in Hannover vorgestellt wurde. Wenigstens diese Summe m\u00fcsse auch gezahlt werden, forderte der Vorstand der Diakonie in Niedersachsen, Cornelius Hahn.<\/p>\n<p>Besonders teuer ist der Studie zufolge das Einschulungsjahr, in dem Ranzen, Hefte und Schreibzeug erstmals angeschafft werden m\u00fcssen. Daf\u00fcr sind im Schnitt 300 Euro n\u00f6tig. Wechselt das Kind an eine weiterf\u00fchrende Schule, wird es mit rund 350 Euro sogar noch etwas teurer. In diesen Jahren m\u00fcsse es mehr Unterst\u00fctzung geben fordert die Studie, die von der nieders\u00e4chsischen Diakonie und der hannoverschen Landeskirche in Auftrag gegeben wurde.<\/p>\n<p>Kinder aus \u00e4rmeren Familien h\u00e4tten in Deutschland noch immer geringere Chancen, kritisierte der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Institutes, Professor Gerhard Wegner. &quot;Da haben wir eine St\u00e4ndegesellschaft.&quot; Der Bildungserfolg sei nach wie vor an die soziale Herkunft gekn\u00fcpft. Die Bildungsdezernentin der hannoverschen Landeskirche, Kerstin G\u00e4fgen-Track, erg\u00e4nzte, auch mit Blick auf die vielen Fl\u00fcchtlingskinder, m\u00fcsse in die Bildung investiert werden.<\/p>\n<p>Die Studie soll an alle nieders\u00e4chsischen Schulen geschickt werden, sagte die Oberlandeskirchenr\u00e4tin. Denn die Schulen k\u00f6nnten Eltern helfen, unn\u00f6tige Kosten zu vermeiden. Nicht immer m\u00fcsse zwingend ein Markenprodukt empfohlen werden, und nicht jedes Heft werde wirklich ben\u00f6tigt. &quot;Wenn eine Arbeitshilfe wegf\u00e4llt, die 18 Euro kostet, ist das viel.&quot; Hilfreich w\u00e4re zudem, das Geld f\u00fcr das n\u00e4chste Schuljahr schon vor den Sommerferien auszuzahlen, damit Eltern nach g\u00fcnstigen Angeboten Ausschau halten k\u00f6nnten, hie\u00df es. <\/p>\n<p>Die Forscher befragten 321 nieders\u00e4chsische Schulen. Dabei werteten sie Bedarfslisten aus und recherchierten die Preise in Discountern und Fachgesch\u00e4ften. Eine Online-Befragung von Lehrern gab Auskunft \u00fcber zus\u00e4tzliche Kosten. Bei den Berechnungen bezogen die Wissenschaftler auch das Geld ein, das die Familien \u00fcber die Regels\u00e4tze der Sozialleistungen etwa f\u00fcr B\u00fccher oder Sportbekleidung ohnehin bekommen. Dennoch reichten die 100 Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket nicht aus, betonte Andreas Mayert, der zu den Autoren der Studie geh\u00f6rt. Der Bund komme damit seinen Verpflichtungen nicht nach.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Eltern mit wenig Geld bekommen einer kirchlichen Studie zufolge vom Staat zu wenig Unterst\u00fctzung, um die Schulsachen ihrer Kinder zu bezahlen. Die 100 Euro im Schuljahr, die Beziehern von Sozialleistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zustehen, reichten bei weitem nicht aus. Pro Schuljahr fielen Kosten von mindestens 150 Euro an, hei\u00dft es in der Studie des Sozialwissenschaftlichen Institutes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am Montag in Hannover vorgestellt wurde. Wenigstens diese Summe m\u00fcsse auch gezahlt werden, forderte der Vorstand der Diakonie in Niedersachsen, Cornelius Hahn. 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