{"id":3615,"date":"2016-02-01T14:01:00","date_gmt":"2016-02-01T13:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ein-immerwaehrendes-fest\/"},"modified":"2016-02-01T14:01:00","modified_gmt":"2016-02-01T13:01:00","slug":"ein-immerwaehrendes-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ein-immerwaehrendes-fest\/","title":{"rendered":"\u201eEin immerw\u00e4hrendes Fest\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In diesen Tagen feiert der \u00f6kumenische Dialog zwischen der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche im Oldenburger Land sein 50j\u00e4hriges Bestehen. Die seit 1966 bestehenden \u201eOldenburger \u00d6kumenischen Gespr\u00e4che\u201c sind damit der \u00e4lteste \u00f6kumenische Arbeitskreis auf Kirchenleitungsebene in der Bundesrepublik. Aus diesem Anlass luden Bischof Jan Janssen und Weihbischof Heinrich Timmerevers am Montag, 1. Februar, zu einem gemeinsamen Pressegespr\u00e4ch in Oldenburg ein.<\/p>\n<p>\u201eDiese Gespr\u00e4che sind eine Erfolgsgeschichte\u201c, bilanzierte Weihbischof Heinrich Timmerevers. In den 50 Jahren habe es zwar wechselnde Gespr\u00e4chspartner gegeben, aber die Gespr\u00e4che seien immer von einem Vertrauensklima gepr\u00e4gt gewesen, das durchgetragen und gewahrt worden sei und zu einem lebendigen Miteinander bis heute beitrage. Die Offenheit f\u00fcreinander sei daf\u00fcr der Schl\u00fcssel.<\/p>\n<p>Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 \u2013 1965) sei ein \u201eT\u00fcr\u00f6ffner\u201c gewesen, sagte Bischof Jan Janssen. Nach einem Brief des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Oldenburg, Gerhard Jacobi, an den damaligen Bischof von M\u00fcnster, Dr. Joseph H\u00f6ffner, trafen sich am 8. Januar 1966 Vertreter der beiden Kirchen in Vechta zum ersten Oldenburger \u00d6kumenischen Gespr\u00e4ch. In Folge dieses ersten Treffens wurden katholischerseits alle evangelischen Taufen als g\u00fcltig anerkannt, die nach der \u201eOrdnung der Kindertaufe\u201c bzw. der anerkannten Agende der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg gespendet worden waren. \u00dcber 80 Mal hat dieses Treffen inzwischen stattgefunden, jahrzehntelang zweimal im Jahr, sp\u00e4ter im j\u00e4hrlichen Rhythmus. Bis heute sei es \u201eein immerw\u00e4hrendes Fest, gemeinsam unterwegs zu sein\u201c, so Janssen. \u201eIch genie\u00dfe es sehr.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIm Oldenburger Raum erdet sich die gro\u00dfe Theologie\u201c, betonte Bischof Janssen. Die gemeinsame Nachbarschaft in Sicht- und Rufweite, die N\u00e4he und die fast deckungsgleichen Grenzen der oldenburgischen Kirche und des Offizialats beg\u00fcnstige diese Entwicklung. War die Kl\u00e4rung der Tauffrage der Anfang der \u00f6kumenischen Gespr\u00e4che, so sei in den sp\u00e4teren Jahren die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung der Kirchen hinzugekommen, berichteten die Bisch\u00f6fe. Dazu geh\u00f6r die Weiterentwicklung eines konfessionell orientierten Religionsunterrichts oder die religi\u00f6se Freiheit in unserer Gesellschaft, die es neu zu gestalten gelte. Dazu h\u00e4tten bereits die Gespr\u00e4che mit den orthodoxen Geschwistern oder der gemeinsame Besuch bei den Yeziden beigetragen.<\/p>\n<p>\u201eWichtig sei der Wunsch, so viel wie m\u00f6glich gemeinsam tun zu k\u00f6nnen und sich dabei besser zu kennenzulernen, neue Dinge zu entdecken und zu respektieren\u201c, hob Weihbischof Timmerevers hervor. Bischof Janssen erg\u00e4nzte: \u201eWir wollen gemeinsam gestalten und zugleich dem Geist Gottes nichts vorweg nehmen.\u201c In den jeweiligen Kirchen gebe es eine reiche Vielfalt an evangelischer und katholischer Lebenskultur, mit unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen. \u201eDieses Anderssein m\u00fcsse man verstehen und respektieren\u201c, sagte Timmerevers. \u201eMan sollte sich davon befruchten zu lassen\u201c, f\u00fchrte Janssen fort, denn das Anderssein sei kein Hindernis, sondern k\u00f6nne auch gut tun. Damit sei \u201edie \u00d6kumene eine Lerngeschichte f\u00fcr die Gesellschaft\u201c.<\/p>\n<p>In den vergangenen f\u00fcnf Jahren habe es im Oldenburger Land noch nie so viele \u00f6kumenische Gottesdienste gegeben wie heute, berichteten die Bisch\u00f6fe. Der gemeinsame Gottesdienst zu Beginn des Kirchenjahres und zu vielen anderen Anl\u00e4ssen seien Zeichen des guten Miteinanders. \u201eWir erleben uns als eingespieltes Team\u201c, sagte Weihbischof Timmerevers. Die Verbundenheit der beiden leitenden Geistlichen zeige sich auch darin, dass sie sich mehrfach im Jahr zu Vier-Augen-Gespr\u00e4chen treffen und neben der Bearbeitung konkreter Fragen auch einen vertrauensvollen Austausch zwischen den Bischofs\u00e4mtern pflegen. <\/p>\n<p>Das 50j\u00e4hrige Bestehen der \u201eOldenburger \u00d6kumenischen Gespr\u00e4che\u201c feiern die Vertreterinnen und Vertreter der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche am Samstag, 13. Februar, in Vechta. Um 10.30 Uhr laden Bischof Dr. Felix Genn, Weihbischof Heinrich Timmerevers und Bischof Jan Janssen zu einem \u00f6kumenischen Gottesdienst in die Klosterkirche (Franziskanerplatz) ein, anschlie\u00dfend findet im Foyer des Rathauses ein Festakt statt. Den Festvortrag h\u00e4lt Oberkirchenrat i. R. Prof. Dr. Rolf Sch\u00e4fer. In einem moderierten Gespr\u00e4ch unterhalten sich anschlie\u00dfend Pr\u00e4lat Dr. Karl J\u00fcsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bisch\u00f6fe in Berlin, und Pr\u00e4lat Dr. Martin Dutzmann, Bevollm\u00e4chtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europ\u00e4ischen Union, \u00fcber das Thema \u00d6kumene. <span style=\"font-style: italic\">hwk<\/span><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen feiert der \u00f6kumenische Dialog zwischen der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche im Oldenburger Land sein 50j\u00e4hriges Bestehen. Die seit 1966 bestehenden \u201eOldenburger \u00d6kumenischen Gespr\u00e4che\u201c sind damit der \u00e4lteste \u00f6kumenische Arbeitskreis auf Kirchenleitungsebene in der Bundesrepublik. Aus diesem Anlass luden Bischof Jan Janssen und Weihbischof Heinrich Timmerevers am Montag, 1. Februar, zu einem gemeinsamen Pressegespr\u00e4ch in Oldenburg ein. \u201eDiese Gespr\u00e4che sind eine Erfolgsgeschichte\u201c, bilanzierte Weihbischof Heinrich Timmerevers. In den 50 Jahren habe es zwar wechselnde Gespr\u00e4chspartner gegeben, aber die Gespr\u00e4che seien immer von einem Vertrauensklima gepr\u00e4gt gewesen, das durchgetragen und gewahrt worden sei und zu einem lebendigen Miteinander bis&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-3615","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3615"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3615\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}