{"id":3617,"date":"2016-01-30T08:31:00","date_gmt":"2016-01-30T07:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/hannovers-kirchen-rufen-zu-nuechternheit-bei-der-fluechtlingsdebatte-auf\/"},"modified":"2016-01-30T08:31:00","modified_gmt":"2016-01-30T07:31:00","slug":"hannovers-kirchen-rufen-zu-nuechternheit-bei-der-fluechtlingsdebatte-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/hannovers-kirchen-rufen-zu-nuechternheit-bei-der-fluechtlingsdebatte-auf\/","title":{"rendered":"Hannovers Kirchen rufen zu N\u00fcchternheit bei der Fl\u00fcchtlingsdebatte auf"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die evangelische und die katholische Kirche in Hannover haben zu N\u00fcchternheit und einem langen Atem f\u00fcr die Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen aufgerufen. Zurzeit \u00fcberschl\u00fcgen sich die Vorschl\u00e4ge, wie die von manchen Menschen als bedrohlich empfundene Situation kontrolliert werden k\u00f6nne, schreiben die evangelische Regionalbisch\u00f6fin Ingrid Spieckermann und der katholische Propst Martin Tenge in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung. Es werde von Straftaten und Missachtung demokratischer Werte gesprochen. Gleichzeitig werde in der Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen Gro\u00dfartiges geleistet.<\/p>\n<p>Die Kirchen, Politik und Gesellschaft m\u00fcssten das nach wie vor hohe Engagement vieler noch viel st\u00e4rker wahrnehmen und unterst\u00fctzen, \u00abdamit es nicht durch diejenigen zerst\u00f6rt wird, die \u00c4ngste sch\u00fcren und eigenn\u00fctzige politische Interessen verfolgen\u00bb. Es d\u00fcrfe nicht vergessen werden, dass sich die meisten Fl\u00fcchtlinge aus Not und Leid heraus auf den Weg machten und dass auch Deutschland selbst in vielf\u00e4ltiger Weise in die Konflikte im Nahen Osten verstrickt sei. \u00abDie zu uns kommenden Menschen erhoffen sich hier nicht eine bessere Zukunft. Sie erhoffen sich, \u00fcberhaupt eine Zukunft zu haben\u00bb, schreiben die Theologen.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nne nicht bestritten werden, dass es unter ihnen auch Menschen mit kriminellen Absichten gebe. Allerdings diskreditiere dies nicht die Fl\u00fcchtlinge, die in Deutschland nach Sicherheit suchten. Viele Probleme wurzelten in der Tatsache, dass die Bundesrepublik nicht auf die hohe Zahl von Fl\u00fcchtlingen vorbereitet sei. Das gelte sowohl f\u00fcr die Unterbringung und Verwaltung als auch f\u00fcr die Polizei und den sozialen Bereich. Polizei und Justiz m\u00fcssten so ausgestattet werden, dass sie Regelverletzungen verhindern und strafrechtlich verfolgen k\u00f6nnten. Gleichzeitig m\u00fcssten sich die Fl\u00fcchtlinge an die hier geltenden Vorschriften halten.<\/p>\n<p>Wichtig sei, den Asylsuchenden die Achtung vor der W\u00fcrde jedes Menschen intensiv zu vermitteln. Die Integration werde ein Langzeitprojekt sein, \u00aban dem wir uns als Kirchen mit unseren Wohlfahrtsverb\u00e4nden aktiv beteiligen\u00bb, hie\u00df es. Dabei k\u00f6nne es auf allen Seiten zu Vers\u00e4umnissen und Fehlern kommen. \u00abDiese Probleme n\u00fcchtern und ohne Pathos zu analysieren und zu l\u00f6sen, ist ein Teil der christlichen N\u00e4chstenliebe und unser ureigener Auftrag\u00bb.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die evangelische und die katholische Kirche in Hannover haben zu N\u00fcchternheit und einem langen Atem f\u00fcr die Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen aufgerufen. 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