{"id":3625,"date":"2016-02-05T12:11:00","date_gmt":"2016-02-05T11:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/parteienforscher-plaediert-fuer-auseinandersetzung-mit-der-afd\/"},"modified":"2016-02-05T12:11:00","modified_gmt":"2016-02-05T11:11:00","slug":"parteienforscher-plaediert-fuer-auseinandersetzung-mit-der-afd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/parteienforscher-plaediert-fuer-auseinandersetzung-mit-der-afd\/","title":{"rendered":"Parteienforscher pl\u00e4diert f\u00fcr Auseinandersetzung mit der AfD"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Bremer Parteienforscher Lothar Probst h\u00e4lt es f\u00fcr notwendig, dass die demokratischen Parteien sich einer zunehmenden Verrohung der Sprache in der Fl\u00fcchtlingsdebatte entgegenstellen. Es reiche nicht aus, das Ph\u00e4nomen nur zu beklagen, sagte Probst am Freitag im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit Blick auf eine entsprechende \u00c4u\u00dferung von Bundesinnenminister Thomas de Maizi\u00e8re (CDU). <\/p>\n<p>V\u00f6llig falsch sei es, sich der Diskussion mit denen zu entziehen, die das politische Klima in Deutschland zu vergiften drohten, betonte der Politikwissenschaftler. Er nahm damit Bezug auf die Absage der rheinland-pf\u00e4lzischen Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD), im Fernsehen gemeinsam mit der AfD an der sogenannten &quot;Elefantenrunde&quot; vor den Wahlen in ihrem Bundesland teilzunehmen. <\/p>\n<p>&quot;Man muss die verbalen Brandstifter stellen, anstatt sich zu verstecken und in Deckung zu gehen&quot;, forderte Probst, Professor am Institut f\u00fcr Interkulturelle und Internationale Studien der Universit\u00e4t Bremen. \u00c4u\u00dferungen aus der &quot;Pegida&quot;-Bewegung, der AfD und den sozialen Netzwerken k\u00f6nnten schlie\u00dflich dazu beitragen, dass ein Klima entstehe, in dem manche sich legitimiert f\u00fchlten, Gewalt anzuwenden. <\/p>\n<p>Gerade die sozialen Medien b\u00f6ten jedem die M\u00f6glichkeit, anonym hasserf\u00fcllte Kommentare ins Netz zu stellen, ohne Konsequenzen f\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Wenn dann noch die AfD in das gleiche Horn blase, entstehe eine explosive Stimmung, unterstrich Probst.<\/p>\n<p>Die Diskussionen w\u00fcrden aber auch deshalb so erbittert gef\u00fchrt, weil es um die Identit\u00e4t der deutschen Gesellschaft gehe. F\u00fcr Verteilungskonflikte gebe es Kompromisse, f\u00fcr Identit\u00e4tskonflikte meistens nicht, erl\u00e4uterte Probst: &quot;In der jetzigen Diskussion geht es um die Frage: Was ist deutsch? Wieviel Zuwanderer wollen wir in unser Land lassen? Da prallen die Vorstellung viel h\u00e4rter aufeinander als bei Verteilungskonflikten.&quot;<\/p>\n<p>Die AfD vertrete in dieser polarisierten, aufgeheizten Atmosph\u00e4re die Meinung derer, die sich an Deutschland als Nationalstaat klammerten und die Ver\u00e4nderungen in Europa nicht zur Kenntnis nehmen wollten. Gerade deshalb sei aber die argumentative Auseinandersetzung mit der AfD wichtig: &quot;Das ist harte \u00dcberzeugungsarbeit, aber sie muss geleistet werden,&quot; sagte der Wissenschaftler.<\/p>\n<p>Die etablierten Parteien seien dem zu lange aus dem Weg gegangen. Sie h\u00e4tten untersch\u00e4tzt, &quot;welche Wucht die Debatte um die Fl\u00fcchtlingszuwanderung hat und wie stark die Gegenkr\u00e4fte in der Gesellschaft sind&quot;.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Der Bremer Parteienforscher Lothar Probst h\u00e4lt es f\u00fcr notwendig, dass die demokratischen Parteien sich einer zunehmenden Verrohung der Sprache in der Fl\u00fcchtlingsdebatte entgegenstellen. Es reiche nicht aus, das Ph\u00e4nomen nur zu beklagen, sagte Probst am Freitag im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit Blick auf eine entsprechende \u00c4u\u00dferung von Bundesinnenminister Thomas de Maizi\u00e8re (CDU). 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