{"id":3731,"date":"2016-02-23T10:45:00","date_gmt":"2016-02-23T09:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bremen-bleibt-land-mit-dem-hoechsten-armutsrisiko-armutskonferenz-fordert-steuern-fuer-superreiche\/"},"modified":"2016-02-23T10:45:00","modified_gmt":"2016-02-23T09:45:00","slug":"bremen-bleibt-land-mit-dem-hoechsten-armutsrisiko-armutskonferenz-fordert-steuern-fuer-superreiche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bremen-bleibt-land-mit-dem-hoechsten-armutsrisiko-armutskonferenz-fordert-steuern-fuer-superreiche\/","title":{"rendered":"Bremen bleibt Land mit dem h\u00f6chsten Armutsrisiko &#8211; Armutskonferenz fordert Steuern f\u00fcr \u00abSuperreiche\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Bremen\/Hannover (epd). Trotz der guten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland bleibt Bremen das Bundesland mit dem h\u00f6chsten Armutsrisiko. Alleinerziehende, Erwerbslose und Rentner sind besonders gef\u00e4hrdet, wie aus dem Armutsbericht 2016 hervorgeht, den der Parit\u00e4tische Wohlfahrtsverband und weitere Verb\u00e4nde am Dienstag in Berlin vorstellten. In der regionalen Verteilung bleibt Bremen trotz einer leichten Verbesserung auf dem letzten Platz. Niedersachsen liegt knapp \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Die nieders\u00e4chsische Landesarmutskonferenz begr\u00fc\u00dfte den Bericht.<\/p>\n<p>Bundesweit lag die Armutsrisiko-Quote im Jahr 2014 bei 15,4 Prozent und damit 0,1 Prozent unter dem Niveau von 2013. Ob der leichte R\u00fcckgang ein Indiz daf\u00fcr ist, dass das Armutsrisiko insgesamt nicht weiter zunimmt, lasse sich anhand dieser Zahl noch nicht sagen, teilten die Verb\u00e4nde mit. In den vergangenen zehn Jahren ist die Quote von damals 14 Prozent an kontinuierlich gestiegen.<\/p>\n<p>In Bremen sank die Quote um 0,5 Prozentpunkte auf 24,1 Prozent. Damit ging das Risiko im kleinsten Bundesland erstmals seit 2009 wieder zur\u00fcck, hie\u00df es. Allerdings sei der Abstand zwischen dem Schlusslicht Bremen und dem Land mit der geringsten Armut, Baden-W\u00fcrttemberg (11,4 Prozent), mit 12,7 Prozent sehr gro\u00df. Niedersachsen belegt im L\u00e4nderranking den sechsten Platz mit 15,8 Prozent. Hier sank das Risiko um 0,3 Prozent.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Landesarmutskonferenz Niedersachsen bringt der Armutsbericht den Zustand der deutschen Gesellschaft auf den Punkt: \u00abWir sind eine geteilte Republik.\u00bb Die Spaltung in Arm und Reich sei nach wie vor viel zu hoch. W\u00e4hrend in Niedersachsen fast jeder Sechste von Armut bedroht sei, wachse das Verm\u00f6gen der obersten zehn Prozent rapide. Deshalb m\u00fcssten die \u00abSuperreichen\u00bb endlich einen Beitrag f\u00fcr mehr Gerechtigkeit leisten, sagte Lars Niggemeyer vom Deutschen Gewerkschaftsbund: \u00abWir fordern h\u00f6here Steuern auf hohe Einkommen, Verm\u00f6gen und Unternehmensgewinne.\u00bb<\/p>\n<p>Nach dem Bericht liegt die Kinderarmutsquote mit 19 Prozent weiterhin deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. Erstmals liegt auch die Armutsrisiko-Quote von Rentnern mit 15,6 Prozent \u00fcber dem Durchschnitt.<\/p>\n<p>Die Armutsschwelle ist von Land zu Land verschieden. EU-weit gilt, dass armutsgef\u00e4hrdet ist, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verf\u00fcgung hat. In Deutschland liegt die Schwelle f\u00fcr Alleinstehende bei 917 Euro im Monat, f\u00fcr einen alleinerziehenden Elternteil mit einem Kind unter sechs Jahren bei 1.192 Euro und f\u00fcr ein Paar mit einem kleinen Kind bei 1.651 Euro. Die Schwelle variiert nach dem Alter der Kinder und betr\u00e4gt etwa f\u00fcr Paare mit zwei \u00e4lteren Kindern rund 2.100 Euro.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen\/Hannover (epd). Trotz der guten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland bleibt Bremen das Bundesland mit dem h\u00f6chsten Armutsrisiko. Alleinerziehende, Erwerbslose und Rentner sind besonders gef\u00e4hrdet, wie aus dem Armutsbericht 2016 hervorgeht, den der Parit\u00e4tische Wohlfahrtsverband und weitere Verb\u00e4nde am Dienstag in Berlin vorstellten. In der regionalen Verteilung bleibt Bremen trotz einer leichten Verbesserung auf dem letzten Platz. Niedersachsen liegt knapp \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Die nieders\u00e4chsische Landesarmutskonferenz begr\u00fc\u00dfte den Bericht. Bundesweit lag die Armutsrisiko-Quote im Jahr 2014 bei 15,4 Prozent und damit 0,1 Prozent unter dem Niveau von 2013. Ob der leichte R\u00fcckgang ein Indiz daf\u00fcr ist, dass das Armutsrisiko insgesamt nicht weiter&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-3731","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3731"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3731\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3731"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3731"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}