{"id":3757,"date":"2016-02-26T09:19:00","date_gmt":"2016-02-26T08:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/umweltexperte-klimawandel-wird-fluechtlingskrise-noch-verschaerfen\/"},"modified":"2016-02-26T09:19:00","modified_gmt":"2016-02-26T08:19:00","slug":"umweltexperte-klimawandel-wird-fluechtlingskrise-noch-verschaerfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/umweltexperte-klimawandel-wird-fluechtlingskrise-noch-verschaerfen\/","title":{"rendered":"Umweltexperte: Klimawandel wird Fl\u00fcchtlingskrise noch versch\u00e4rfen"},"content":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Der Generalsekret\u00e4r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Heinrich Bottermann, sieht in der aktuellen Fl\u00fcchtlingskrise erst den Anfang eines wachsenden Problems. Der Klimawandel werde die Situation weiter versch\u00e4rfen, weil D\u00fcrren, Hitzewellen oder Starkregen in manchen Regionen der Erde deutlich zunehmen w\u00fcrden, sagte Bottermann dem Evangelischen Pressedienst (epd). In der Forschung wachse der Konsens, &quot;dass der Klimawandel schon bestehende Spannungen multiplizieren wird&quot;.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stiftung sei es deshalb umso wichtiger, diese Themen immer wieder auf die Tagesordnung zu setzen, sich aber auch in Fl\u00fcchtlingsfragen zu engagieren, sagte Bottermann anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Bestehens der Stiftung. Sie hatte am 1. M\u00e4rz 1991 ihre Arbeit aufgenommen.<\/p>\n<p>Die Klima- und Umweltproblematik m\u00fcsse gemeinsam mit der Fl\u00fcchtlingsproblematik betrachtet werden, sagte der Generalsekret\u00e4r: &quot;Mein Wunsch an die Politik ist, dass sie grunds\u00e4tzlich viel mehr in Zusammenh\u00e4ngen denkt.&quot; Die westliche Art zu wirtschaften, habe Auswirkungen auf andere Teile in der Welt. &quot;Das m\u00fcssen wir den Menschen immer wieder sagen.&quot;<\/p>\n<p>Die Menschen in den Industrienationen m\u00fcssen nach Auffassung Bottermanns ihren Lebensstil grundlegend \u00e4ndern. Nur dann sei es m\u00f6glich, die &quot;gigantischen \u00f6kologischen Herausforderungen&quot; zu bestehen. Das betreffe l\u00e4ngst nicht nur den Klimawandel. Bedroht sei in gleichem Ma\u00dfe die Artenvielfalt. Die Qualit\u00e4t der B\u00f6den leide in einigen Regionen durch eine \u00dcberversorgung mit Phosphor und Stickstoff. F\u00fcr Ackerbau oder Besiedlung stehe weltweit nicht unbegrenzt Land zur Verf\u00fcgung. Es gebe &quot;planetare Grenzen&quot;.<\/p>\n<p>Die Stiftung wolle deutlich machen, dass ein Gro\u00dfteil der Ressourcen, die Menschen in den Industriestaaten nutzten, endlich sei, sagte Bottermann. Die Grenze ihrer Verf\u00fcgbarkeit sei fast erreicht. &quot;Deshalb reicht es nicht aus, mit einzelnen kleinen Ma\u00dfnahmen gegenzusteuern. Wir m\u00fcssen analog zur Forderung von Papst Franziskus in der Enzyklika &#8216;Laudato si&#8217; unsere innere Haltung \u00e4ndern.&quot;<\/p>\n<p>Das k\u00f6nne sich etwa darin ausdr\u00fccken, dass die Verbraucher ihre Ern\u00e4hrungsgewohnheiten \u00fcberdenken. Sie k\u00f6nnten zu dem Schluss kommen, Flugreisen und Autofahrten zu reduzieren und Produkte aus nachhaltiger Landwirtschaft zu kaufen, die fair entlohnt werden m\u00fcssten, sagte der Generalsekret\u00e4r. Rohstoffe und Energie sollten effizienter und sparsamer eingesetzt und die Rohstoff-Kreisl\u00e4ufe geschlossen werden.<\/p>\n<p>Er wehre sich aber dagegen, dass diese notwendigen Ver\u00e4nderungen h\u00e4ufig mit Einschr\u00e4nkungen, Verzicht und einem Verlust an Wohlstand in Verbindung gebracht w\u00fcrden. &quot;Wir m\u00fcssen uns fragen, ob zum Beispiel ein hoher Fleischkonsum tats\u00e4chlich ein Ausdruck von Lebensqualit\u00e4t ist.&quot; Es werde darauf ankommen, Menschen daf\u00fcr zu begeistern, einen nachhaltigen Lebensstil zu pflegen. &quot;Nur dann k\u00f6nnen wir nachfolgenden Generationen einen intakten Planeten hinterlassen.&quot;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Der Generalsekret\u00e4r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Heinrich Bottermann, sieht in der aktuellen Fl\u00fcchtlingskrise erst den Anfang eines wachsenden Problems. 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