{"id":3760,"date":"2016-03-01T10:07:00","date_gmt":"2016-03-01T09:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/landeskirche-und-gewerkschaft-streiten-ueber-betriebsrente\/"},"modified":"2016-03-01T10:07:00","modified_gmt":"2016-03-01T09:07:00","slug":"landeskirche-und-gewerkschaft-streiten-ueber-betriebsrente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/landeskirche-und-gewerkschaft-streiten-ueber-betriebsrente\/","title":{"rendered":"Landeskirche und Gewerkschaft streiten \u00fcber Betriebsrente"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Ein geplanter Eigenbeitrag zur Betriebsrente sorgt f\u00fcr \u00c4rger unter den rund 23.000 Besch\u00e4ftigten der hannoverschen Landeskirche. Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen kritisierte, dass den Arbeitnehmern der gr\u00f6\u00dften evangelischen Landeskirche in Deutschland ein ihnen zustehendes Tarifplus von 2,3 Prozent vorenthalten werde &#8211; mindestens 75 Euro pro Monat. Die Kirche wolle die Erh\u00f6hung trotz gut gef\u00fcllter Kassen davon abh\u00e4ngig machen, dass sich die Besch\u00e4ftigten k\u00fcnftig an der Betriebsrente beteiligten, sagte der Vorsitzende Werner Massow am Dienstag in Hannover. Das Landeskirchenamt wies die Kritik zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Oberlandeskirchenrat Rainer Mainusch sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass trotz der gegenw\u00e4rtig guten Haushaltslage ab 2019 eine negative Entwicklung aufgrund sinkender Kirchensteuern zu erwarten sei und so ab 2022 ein Defizit entstehen k\u00f6nne. \u00abWir m\u00fcssen auch nachhaltig und langfristig eine betriebliche Altersversorgung gew\u00e4hrleisten.\u00bb Das gelinge nur mit einer Eigenbeteiligung. \u00abWir wollen auch in zehn Jahren noch ein verl\u00e4sslicher Arbeitgeber sein.\u00bb<\/p>\n<p>Dagegen sagte Massow, dass die benachbarten evangelischen Landeskirchen von Oldenburg und Braunschweig das Gehaltsplus anstandslos an die Besch\u00e4ftigten auszahlten. Mit der Tariferh\u00f6hung von 2,3 Prozent gebe die Kirche das Tarifergebnis der L\u00e4nder weiter, dies sei unstrittig. Hannover kn\u00fcpfe das Gehaltsplus aber an Bedingungen. \u00abDamit wird das ganze gute sozialpartnerschaftliche Klima in der Kirche massiv gest\u00f6rt\u00bb, sagte der Gewerkschafter. Die Frage der Betriebsrente k\u00f6nne in einer Schlichtung separat gel\u00f6st werden. \u00abAber man will Herr-im-Haus-Politik machen\u00bb, sagte Massow.<\/p>\n<p>Mainusch betonte, es sei \u00fcblich, die Fragen von h\u00f6heren Geh\u00e4ltern und der Altersversorgung zusammen zu verhandeln. Auch beim Land Niedersachsen gebe es eine Eigenbeteiligung in der Betriebsrente auf dem wesentlich h\u00f6heren Niveau von 1,41 Prozent. Die Oldenburger Kirche erhebe ebenfalls bereits einen Eigenbeitrag.<\/p>\n<p>Bei der Frage der Betriebsrente geht es um die angestellten Mitarbeiter der Kirche, also Diakone, Kirchenmusiker, Sozialp\u00e4dagogen, Erzieherinnen oder Verwaltungsangestellte. Mainusch verwies auch darauf, dass die Landeskirche seit 2002 bereits mehr als 120 Millionen Euro gezahlt habe, um Deckungsl\u00fccken in der Betriebsrente zu schlie\u00dfen. Im vergangenen Jahr seien es 11,5 Millionen Euro gewesen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Ein geplanter Eigenbeitrag zur Betriebsrente sorgt f\u00fcr \u00c4rger unter den rund 23.000 Besch\u00e4ftigten der hannoverschen Landeskirche. Die Kirchengewerkschaft Niedersachsen kritisierte, dass den Arbeitnehmern der gr\u00f6\u00dften evangelischen Landeskirche in Deutschland ein ihnen zustehendes Tarifplus von 2,3 Prozent vorenthalten werde &#8211; mindestens 75 Euro pro Monat. Die Kirche wolle die Erh\u00f6hung trotz gut gef\u00fcllter Kassen davon abh\u00e4ngig machen, dass sich die Besch\u00e4ftigten k\u00fcnftig an der Betriebsrente beteiligten, sagte der Vorsitzende Werner Massow am Dienstag in Hannover. 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