{"id":3819,"date":"2016-03-13T09:56:00","date_gmt":"2016-03-13T08:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/missbrauchsskandal-der-katholischen-kirche-antraege-von-rund-1-600-betroffenen\/"},"modified":"2016-03-13T09:56:00","modified_gmt":"2016-03-13T08:56:00","slug":"missbrauchsskandal-der-katholischen-kirche-antraege-von-rund-1-600-betroffenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/missbrauchsskandal-der-katholischen-kirche-antraege-von-rund-1-600-betroffenen\/","title":{"rendered":"Missbrauchsskandal der katholischen Kirche: Antr\u00e4ge von rund 1.600 Betroffenen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Hannover (epd). Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche kommt nach Darstellung des Missbrauchsbeauftragten voran. Bischof Stephan Ackermann bekr\u00e4ftigte im Berliner \u00abTagesspiegel am Sonntag\u00bb das Ziel, dass das Forschungsprojekt der Bischofskonferenz \u00abeine quantitative und qualitative \u00dcbersicht\u00bb ermittelt. Es werde kommendes Jahr Ergebnisse liefern, sagte der Trierer Bischof. Vielleicht werde schon dieses Jahr ein Zwischenstand pr\u00e4sentiert, f\u00fcgte er hinzu. Es ist bereits das zweite Aufarbeitungsvorhaben, nachdem ein erstes Projekt mit dem Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer gescheitert war.<\/p>\n<p>Zur Zahl m\u00f6glicher Opfer und T\u00e4ter sagte Ackermann in dem Interview, dass bis jetzt rund 1.600 Betroffene Antr\u00e4ge auf Anerkennung und materielle Leistungen gestellt h\u00e4tten. \u00abWie viele T\u00e4ter sich dahinter verbergen, k\u00f6nnen wir erst mit der Studie sagen.\u00bb Gegenstand der Studie sei auch die Frage, wie viele T\u00e4ter aus ihren \u00c4mtern entlassen wurden.<\/p>\n<p>Bischof Ackermann betonte, die Kultur in der Kirche habe sich bei diesem Thema \u00abver\u00e4ndert bis hin zur Spitze\u00bb. Er r\u00e4umte aber ein, es bestehe durchaus die Gefahr, dass das Thema gesellschaftlich, aber auch kirchlich wieder als weniger wichtig wahrgenommen werde:<br \/>\u00abDeshalb m\u00fcssen wir an dem Thema dranbleiben.\u00bb Hinter den erreichten Standards, etwa bei Fortbildungen, d\u00fcrfe nicht wieder zur\u00fcckgefallen werden. Die deutschen Bist\u00fcmer hatten als Folge des Missbrauchsskandals ihre Richtlinien 2013 deutlich versch\u00e4rft, ihre Mitarbeiter geschult und Ansprechpartner f\u00fcr Betroffene benannt.<\/p>\n<p>Am 28. Januar 2010 war durch einen Zeitungsbericht der jahrzehntelange sexuelle Missbrauch an Sch\u00fclern am Berliner Canisiuskolleg bekannt geworden. Der Fall hatte eine Welle weiterer Enth\u00fcllungen ins Rollen gebracht, verbunden mit einer bundesweiten Debatte \u00fcber den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in katholischen und anderen Einrichtungen. Die Enth\u00fcllungen sorgten f\u00fcr eine massive Vertrauenskrise in der katholischen Kirche, Zehntausende traten aus der Kirche aus.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin\/Hannover (epd). Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche kommt nach Darstellung des Missbrauchsbeauftragten voran. Bischof Stephan Ackermann bekr\u00e4ftigte im Berliner \u00abTagesspiegel am Sonntag\u00bb das Ziel, dass das Forschungsprojekt der Bischofskonferenz \u00abeine quantitative und qualitative \u00dcbersicht\u00bb ermittelt. Es werde kommendes Jahr Ergebnisse liefern, sagte der Trierer Bischof. Vielleicht werde schon dieses Jahr ein Zwischenstand pr\u00e4sentiert, f\u00fcgte er hinzu. Es ist bereits das zweite Aufarbeitungsvorhaben, nachdem ein erstes Projekt mit dem Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer gescheitert war. 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