{"id":3993,"date":"2016-04-05T15:03:00","date_gmt":"2016-04-05T13:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wehrhafte-und-mutige-muetter-in-der-bibel\/"},"modified":"2016-04-05T15:03:00","modified_gmt":"2016-04-05T13:03:00","slug":"wehrhafte-und-mutige-muetter-in-der-bibel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wehrhafte-und-mutige-muetter-in-der-bibel\/","title":{"rendered":"Wehrhafte und mutige M\u00fctter in der Bibel"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIch will euch tr\u00f6sten, wie einen seine Mutter tr\u00f6stet\u201c (Jesaja 66,13), zu der Jahreslosung f\u00fcr 2016 hatte sich Bischof Janssen mit den Teilnehmenden in der Ev. Familienbildungsst\u00e4tte am Montag, 4. April, auf eine \u201ebiblische Entdeckungsreise\u201c begeben, die nach den Ausf\u00fchrungen des Bischofs in eine angeregte Diskussion m\u00fcndete.<\/p>\n<p>Auf zwei Begriffe der Jahreslosung f\u00fcr 2016, \u201eTrost\u201c und \u201eMutter\u201c, baute Janssen seine Betrachtung auf. Nach diesen Worten und ihrem Umfeld sah er sich im Alten wie im Neuen Testament um und f\u00f6rderte interessante Zusammenh\u00e4nge zutage. Der hebr\u00e4ische Begriff f\u00fcr Trost habe gleichzeitig auch die Bedeutung der Reue, so Janssen. \u201eReue zu empfinden, das mag einer mit sich allein abmachen, aber zum Trost braucht es mindestens zwei\u201c, sagte er und lieferte gleichzeitig auch die Anspr\u00fcche, die in der Bibel an den Trost gestellt werden \u2013 etwa bei Hiob: Er beklage sich \u00fcber die mangelnde Qualit\u00e4t des Trostes seiner Freunde, wolle kein Ver-Tr\u00f6sten, kein inhaltsloses Gerede, sondern ernst genommen werden mit seinen Fragen. Deshalb m\u00fcsse sich, wer richtig tr\u00f6sten wolle, zuerst einmal mit dem Leid auseinandersetzen, machte Janssen deutlich. Oft und in allen Facetten finde sich der Trost in den Psalmen \u2013 verbunden mit der Gewissheit, Trost bei Gott zu finden. \u201eTrost charakterisiert Gottes gesamte Haltung, er ist eine zentrale Eigenschaft Gottes\u201c, so der Bischof. <\/p>\n<p>Gott, der tr\u00f6stet wie eine Mutter? Mit diesem Vergleich betrachtete Bischof Janssen das Mutterbild, das in der Bibel gezeichnet wird. Sowohl das Alte als auch das Neue Testament beginnen mit einer Mutter \u2013 mit Eva und Maria. Sie schenken und bewahren Leben, mit ihnen werden n\u00e4chste Generationen erst m\u00f6glich. 286mal hat Janssen das Wort \u201eMutter\u201c in der Bibel gez\u00e4hlt, die Gro\u00dfmutter komme dagegen nur einmal vor \u2013 im 2. Timotheus 1,5. \u201eDiese Stelle sollten wir uns merken\u201c, meinte er schmunzelnd. Wie aber beschreiben die Evangelisten Jesus\u2018 Mutter Maria? Ehren sie sie, weil sie ihrem Messias das Leben geschenkt hat? Keineswegs, machte Janssen deutlich: \u201eDie vier Evangelisten gehen sehr unterschiedlich mit Maria um.\u201c W\u00e4hrend Matth\u00e4us die Beziehung zur Mutter betone, legten die anderen das Hauptaugenmerk eher in den Bruch der famili\u00e4ren Bindungen. Johannes etwas berichte \u00fcber Streitigkeiten, nenne die Mutter Jesu nicht ein einziges Mal beim Namen. Lukas erw\u00e4hne sie zwar h\u00e4ufig, allerdings spiele sie bei ihm nur am Anfang eine Rolle, nicht f\u00fcr den \u00e4lteren Jesus. Bei Markus komme die Mutter-Sohn-Beziehung \u00fcberhaupt nicht vor, er weise vielmehr auf die Distanz Jesu zu seiner Familie zugunsten der J\u00fcnger hin.<\/p>\n<p>Anhand weiterer biblischer Geschichten, in denen M\u00fctter eine Hauptrolle spielen, arbeitete Janssen das Bild der Mutter in der Bibel heraus. Als Beispiele dienten ihm Rebekka, die Mutter Jakobs (1. Mose 27, 6-17), K\u00f6nig Salomo (1. K\u00f6nige 3, 16-27), die Aussetzung Moses (2. Mose 2, 1-10) und die Bewirtung Elias (1. K\u00f6nige 17, 8-16). \u201eDie M\u00fctter in der Bibel haben wirtschaftliche F\u00e4higkeiten, Lebenserfahrung, sie setzen sich \u00fcber Regeln und Stammb\u00e4ume hinweg, um ihren S\u00f6hnen zu helfen, und legen gro\u00dfe Wehrhaftigkeit an den Tag\u201c, so der Bischof, der in diesem Zusammenhang ein arabisches Sprichwort zitierte: \u201eWeil Gott nicht \u00fcberall sein kann, schuf er die Mutter.\u201c<\/p>\n<p>Noch ein kleines Wort aus der Jahreslosung war es dem Bischof wert, n\u00e4her darauf einzugehen: \u201eIm Hebr\u00e4ischen beginnt die Jahreslosung mit dem W\u00f6rtchen \u201awie\u2018.\u201c Damit setze Gott bei der menschlichen Erfahrung an, ziehe die ganz elementare Erfahrung einer Mutter-Kind-Beziehung als Vergleich heran, die er dadurch w\u00fcrdige. Damit signalisiere er, dass die Erfahrungen mit der eigenen Mutter etwas Besonderes und wert seien, sie aufzugreifen.<\/p>\n<p>Gott nicht nur als Vater, sondern auch als m\u00fctterliche Figur zu bezeichnen \u2013 das brachte unter den Teilnehmenden die Frage auf: Darf man das? Ein eindeutiges Ja vom Bischof. Noch immer seien vielen Menschen die v\u00e4terlichen Vorstellungen Gottes sehr viel gel\u00e4ufiger, so Janssen. \u201eEs ist ungewohnt, die m\u00fctterlichen Eigenschaften auszusprechen.\u201c Gleichzeitig w\u00e4re es falsch verstanden, die v\u00e4terlichen nun gesamt durch die m\u00fctterlichen Attribute zu ersetzen. \u201eGott hat v\u00e4terliche und m\u00fctterliche Eigenschaften\u201c, betonte er.<br \/><i>Anke Brockmeyer<\/i><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch will euch tr\u00f6sten, wie einen seine Mutter tr\u00f6stet\u201c (Jesaja 66,13), zu der Jahreslosung f\u00fcr 2016 hatte sich Bischof Janssen mit den Teilnehmenden in der Ev. Familienbildungsst\u00e4tte am Montag, 4. April, auf eine \u201ebiblische Entdeckungsreise\u201c begeben, die nach den Ausf\u00fchrungen des Bischofs in eine angeregte Diskussion m\u00fcndete. 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