{"id":4023,"date":"2016-04-09T08:21:00","date_gmt":"2016-04-09T06:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-kirche-begruesst-papst-schreiben-zu-familie\/"},"modified":"2016-04-09T08:21:00","modified_gmt":"2016-04-09T06:21:00","slug":"evangelische-kirche-begruesst-papst-schreiben-zu-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-kirche-begruesst-papst-schreiben-zu-familie\/","title":{"rendered":"Evangelische Kirche begr\u00fc\u00dft Papst-Schreiben zu Familie"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat das Schreiben \u00abAmoris laetitia\u00bb (Die Freude der Liebe) zur Familie von Papst Franziskus begr\u00fc\u00dft. \u00abPapst Franziskus unterstreicht erneut, dass barmherzige Liebe nicht abstrakten moralischen Normen geopfert werden darf\u00bb, erkl\u00e4rte der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, am Sonnabend. Indem sich das Oberhaupt der Katholiken f\u00fcr eine Ethik des Mitgef\u00fchls stark mache und selbstkritisch vor kalter Schreibtisch-Moral warne, weise die Schrift weit \u00fcber das eigene Themenfeld hinaus und k\u00f6nne in dieser Perspektive auch von evangelischen Christinnen und Christen bejaht werden.<\/p>\n<p>In dem am Freitag ver\u00f6ffentlichten Schreiben fordert der Papst die katholische Kirche zu mehr Realismus im Umgang mit Familien auf. Gl\u00e4ubigen m\u00fcsse mehr Raum f\u00fcr Gewissensentscheidungen gegeben werden.<\/p>\n<p>Bedford-Strohm betonte, es gebe in dem Schreiben zwar nirgends eine neue Positionierung in den klassischen Fragen zur Ehescheidung, konfessionsverbindenden Ehen, Homosexualit\u00e4t, Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung oder Sexualit\u00e4t vor der Ehe. Doch der Papst mahne einen \u00abGeist der Unterscheidung\u00bb an. In dem 188 Seiten langen Papier vermied Franziskus konkrete Vorgaben beispielsweise f\u00fcr eine Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion. Mit Blick auf Homosexuelle forderte er die Katholiken aber auf, solche Lebensweisen anzuerkennen, die den Partnern Stabilit\u00e4t und Halt geben. Eine Gleichstellung mit der Ehe schloss er jedoch aus.<\/p>\n<p>Der EKD-Ratsvorsitzende zeigte sich beeindruckt vom Diskussionsprozess in den Jahren 2014 und 2015, der dem Schreiben vorausgegangen war. \u00abDie breite und mutige Debatte innerhalb der r\u00f6misch-katholischen Schwesterkirche haben wir in tiefer \u00f6kumenischer Verbundenheit erlebt\u00bb, sagte Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist.<\/p>\n<p>\u00abAuch wenn wir als evangelische Christen in manchen ethischen Fragen anders urteilen, k\u00f6nnen wir den Grundton der G\u00fcte und Einf\u00fchlsamkeit gegen\u00fcber den tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnissen dankbar mittragen.\u00bb In dem Schreiben w\u00fcrden die Dimensionen von Verl\u00e4sslichkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung, die nach evangelischer Auffassung Ehe und Familie pr\u00e4gten, ein einer Weise entfaltet, dass auch evangelische Christen dies w\u00fcrdigen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>In seinem Schreiben fasst Papst Franziskus die kontrovers gef\u00fchrten Diskussionen der beiden Bischofssynoden zu Ehe und Familie zusammen, die in den vergangenen zwei Jahren im Vatikan getagt hatten. Da diese nur beratenden Charakter haben, zieht der Papst seine eigenen Schlussfolgerungen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat das Schreiben \u00abAmoris laetitia\u00bb (Die Freude der Liebe) zur Familie von Papst Franziskus begr\u00fc\u00dft. \u00abPapst Franziskus unterstreicht erneut, dass barmherzige Liebe nicht abstrakten moralischen Normen geopfert werden darf\u00bb, erkl\u00e4rte der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, am Sonnabend. Indem sich das Oberhaupt der Katholiken f\u00fcr eine Ethik des Mitgef\u00fchls stark mache und selbstkritisch vor kalter Schreibtisch-Moral warne, weise die Schrift weit \u00fcber das eigene Themenfeld hinaus und k\u00f6nne in dieser Perspektive auch von evangelischen Christinnen und Christen bejaht werden. 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