{"id":4086,"date":"2016-04-22T08:58:00","date_gmt":"2016-04-22T06:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/brot-fuer-die-welt-ttip-abkommen-bringt-aermste-laender-ins-hintertreffen\/"},"modified":"2016-04-22T08:58:00","modified_gmt":"2016-04-22T06:58:00","slug":"brot-fuer-die-welt-ttip-abkommen-bringt-aermste-laender-ins-hintertreffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/brot-fuer-die-welt-ttip-abkommen-bringt-aermste-laender-ins-hintertreffen\/","title":{"rendered":"&quot;Brot f\u00fcr die Welt&quot;: TTIP-Abkommen bringt \u00e4rmste L\u00e4nder ins Hintertreffen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Berlin (epd). Vor der Demonstration gegen TTIP am Sonnabend in Hannover hat das evangelische Hilfswerk &quot;Brot f\u00fcr die Welt&quot; vor den negativen Folgen des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den USA f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder gewarnt. &quot;TTIP wird die Stellschrauben f\u00fcr den Welthandel in die falsche Richtung drehen&quot;, sagte der Referent f\u00fcr Welthandel von &quot;Brot f\u00fcr die Welt&quot;, Sven Hilbig, im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). &quot;Wer hier aller Wahrscheinlichkeit nach ins Hintertreffen geraten wird, sind die \u00e4rmsten Entwicklungsl\u00e4nder.&quot;<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des Besuches von US-Pr\u00e4sident Barack Obama in Hannover haben mehr als 130 Umweltorganisationen, Wohlfahrtsverb\u00e4nde, Gewerkschaften und kirchliche Organisationen zu einer Gro\u00dfdemonstration in der nieders\u00e4chsischen Landeshauptstadt aufgerufen &#8211; darunter auch &quot;Brot f\u00fcr die Welt&quot;. Wenn sich die EU und die USA mit dem geplanten Abkommen gegenseitig Vorteile einr\u00e4umten, habe das negative Auswirkungen f\u00fcr andere, sagte Hilbig.<\/p>\n<p>So sei vorgesehen, dass zwischen den Partnern des Abkommens Exportz\u00f6lle gesenkt werden, sagte Hilbig. Bisher zahlten die USA bei der Ausfuhr von Zitrusfr\u00fcchten 18 Prozent Zoll. &quot;Wenn diese Z\u00f6lle gesenkt werden, trinken wir in Europa nicht mehr Orangensaft, aber die USA liefern mehr.&quot; Dadurch k\u00f6nne in anderen L\u00e4ndern der Markt einbrechen. F\u00fcr die Textilindustrie in Bangladesch wiesen bereits Studien nach, dass TTIP eine Exporteinbu\u00dfe von mehreren Prozent mit sich bringen k\u00f6nne. F\u00fcr das Land, dass zu den 50 \u00e4rmsten der Welt z\u00e4hle, sei das erheblich. Vor allem die \u00c4rmsten der Armen w\u00fcrden darunter leiden.<\/p>\n<p>Eine weitere Gefahr drohe durch das Ziel, zwischen der EU und den USA mit den Abkommen gemeinsame Standards etwa f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte festzulegen. &quot;F\u00fcr Kleinproduzenten gerade in den Entwicklungsl\u00e4ndern wird es extrem schwer, diese Qualit\u00e4tsstandards nachzuweisen&quot;, erl\u00e4uterte der Experte. &quot;Wir haben in der EU und in den USA eine Tendenz zu eine industrialisierten Landwirtschaft.&quot; Mit den Standards k\u00f6nnte sich dies versch\u00e4rfen und auch die kleinb\u00e4uerliche und regionale Landwirtschaft in Deutschland gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Der richtige Weg w\u00e4ren Verhandlungen auf multilateraler Ebene, damit alle L\u00e4nder ein Mitspracherecht bek\u00e4men, sagte Hilbig. &quot;Aber auch die multilateralen Regeln brauchen eine Reformen, damit bei Handelsabkommen Umwelt- und Menschenrechte mehr Gewicht bekommen.&quot;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Berlin (epd). 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