{"id":4238,"date":"2016-05-18T09:39:00","date_gmt":"2016-05-18T07:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/autorin-will-mehr-gleichberechtigung-fuer-islamische-frauen\/"},"modified":"2016-05-18T09:39:00","modified_gmt":"2016-05-18T07:39:00","slug":"autorin-will-mehr-gleichberechtigung-fuer-islamische-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/autorin-will-mehr-gleichberechtigung-fuer-islamische-frauen\/","title":{"rendered":"Autorin will mehr Gleichberechtigung f\u00fcr islamische Frauen"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Autorin und Journalistin Sineb El Masrar hat muslimische Frauen dazu aufgerufen, sich st\u00e4rker an der Deutung des Islam zu beteiligen. Dies k\u00f6nnte die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung im Islam st\u00e4rken. Seit jeher werde der Koran meistens von M\u00e4nnern interpretiert, kritisierte die Publizistin am Mittwoch am Rande einer Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover. <\/p>\n<p>Zugleich \u00fcbte El Masrar deutliche Kritik an den Islamverb\u00e4nden in Deutschland. Sie ist Herausgeberin des multikulturellen Frauenmagazins &quot;Gazelle&quot; und Mitglied des Muslimischen Forums Deutschland, das f\u00fcr einen aufgekl\u00e4rten Islam eintritt.<\/p>\n<p>Bei vielen Themen in der islamischen Welt werde zunehmend auf religi\u00f6se Weise argumentiert, sagte die in Hannover geborene Tochter marokkanischer Einwanderer. &quot;Es gibt aber nicht nur eine Antwort.&quot; Es sei besonders wichtig, auch weibliche Stimmen zu h\u00f6ren. Sie k\u00f6nnten vor allem Textstellen interpretieren, die von den M\u00e4nnern bislang vernachl\u00e4ssigt wurden. <\/p>\n<p>Den Islamverb\u00e4nden warf El Masrar vor, nicht die ganze Bandbreite der islamischen Auslegungen publik zu machen. Mit ihren einseitigen Positionen h\u00e4tten die Verb\u00e4nde ma\u00dfgeblich dazu beigetragen, dass keine kritische Auseinandersetzung mit der Religion stattfinde. &quot;Es gibt aber eine breite Geschichte, viele spannende Gelehrte, Denker und Frauenfiguren.&quot; <\/p>\n<p>Muslimische M\u00e4dchen und Frauen in Deutschland w\u00fcrden zudem von mehreren Seiten unter Druck gesetzt, sagte El Masrar. Tr\u00fcgen sie beispielweise ein Kopftuch, m\u00fcssten sie mit den Vorurteilen von Nicht-Muslimen fertig werden. Legten sie das Kopftuch ab, liefen sie Gefahr, von ihrer Familie versto\u00dfen zu werden.<\/p>\n<p>Die Autorin rief Musliminnen dazu auf, mehr auf ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse zu horchen und sich nicht das Denken verbieten zu lassen. Viele achteten sehr genau darauf, was in ihren Familien und ihrem Umfeld gern gesehen werde. Es sei viel Selbstvertrauen n\u00f6tig, mit alten Traditionen zu brechen. &quot;Das muss man sich trauen.&quot;<\/p>\n<p>El Masrar sa\u00df von 2010 bis 2013 in der Deutschen Islam Konferenz und wirkte 2006 in der Arbeitsgruppe &quot;Medien und Integration&quot; im Bundeskanzleramt mit. Im vergangenen Februar erschien ihr zweites Buch &quot;Emanzipation im Islam &#8211; Eine Abrechnung mit ihren Feinden&quot;.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Autorin und Journalistin Sineb El Masrar hat muslimische Frauen dazu aufgerufen, sich st\u00e4rker an der Deutung des Islam zu beteiligen. Dies k\u00f6nnte die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung im Islam st\u00e4rken. Seit jeher werde der Koran meistens von M\u00e4nnern interpretiert, kritisierte die Publizistin am Mittwoch am Rande einer Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover. 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