{"id":4267,"date":"2016-05-24T09:49:00","date_gmt":"2016-05-24T07:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/gewerkschaften-sehen-hohen-missbrauch-von-werkvertraegen-und-leiharbeit\/"},"modified":"2016-05-24T09:49:00","modified_gmt":"2016-05-24T07:49:00","slug":"gewerkschaften-sehen-hohen-missbrauch-von-werkvertraegen-und-leiharbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/gewerkschaften-sehen-hohen-missbrauch-von-werkvertraegen-und-leiharbeit\/","title":{"rendered":"Gewerkschaften sehen hohen Missbrauch von Werkvertr\u00e4gen und Leiharbeit"},"content":{"rendered":"<p>Leiharbeit und Werkvertr\u00e4ge sollen per Gesetz vor Missbrauch gesch\u00fctzt werden. Die nieders\u00e4chsischen Gewerkschaften loben die Zielsetzung, kritisieren die Pl\u00e4ne aber als nahezu wirkungslos.<\/p>\n<p>Hannover (epd). Die Gewerkschaften in Niedersachsen haben den anhaltend hohen Missbrauch von Werkvertr\u00e4gen und Leiharbeit kritisiert. \u00abWir erwarten von der Koalition in Berlin ein wirksames Gesetz dagegen\u00bb, sagte der nieders\u00e4chsische Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hartmut T\u00f6lle, am Dienstag in Hannover. Die Missbrauchsquote bezifferte er nicht n\u00e4her. T\u00f6lle nannte den aktuell im Bundestag vorliegenden Gesetzesentwurf einen ersten wichtigen Schritt, um Lohndumping zu bremsen. Dieser gehe allerdings noch nicht weit genug.<\/p>\n<p>\u00abSchon jetzt gleicht der Entwurf einem Flickenteppich, der zu viele Schlupfl\u00f6cher offenl\u00e4sst\u00bb, mahnte T\u00f6lle. Im Gesetzgebungsverfahren d\u00fcrfe es daher keine weiteren Aufweichungen geben. Bei Werkvertr\u00e4gen werden feste Summen f\u00fcr Leistungen vereinbart. Die Gewerkschaften seien zwar nicht generell gegen solche Vertr\u00e4ge oder gegen Leiharbeit. Ein Missbrauch bestehe aber dann, wenn betriebliche Abl\u00e4ufe aus dem Stammgesch\u00e4ft des Unternehmens pl\u00f6tzlich oder dauerhaft durch Werkarbeit ersetzt w\u00fcrden. \u00abEs gibt inzwischen \u00fcberhaupt keine Branche mehr, wo nicht \u00fcber dieses Mittel versucht wird und versucht worden ist, Tarifvertr\u00e4ge massiv zu unterlaufen.\u00bb<\/p>\n<p>Gerade in Niedersachsen habe die Ausbeutung von Leiharbeitern und Werkvertragsangestellten in den vergangenen Jahren zugenommen, sagte Lars Niggemeyer, Abteilungsleiter f\u00fcr Arbeitsmarktpolitik beim DGB. Seit 2003 habe sich die Zahl der Leiharbeiter von rund 26.900 auf rund 92.400 im Jahr 2015 mehr als verdreifacht. Die Zahlen belegten, dass es l\u00e4ngst nicht mehr nur darum gehe, Auftragsspitzen durch flexibles Personal abzufangen.<\/p>\n<p>\u00abWir haben teils Strukturen, die darauf abgestellt sind, Dauerauftr\u00e4ge von Leiharbeitern bearbeiten zu lassen\u00bb, betonte Niggemeyer. \u00abSo werden unternehmerische Risiken auf Besch\u00e4ftigte abgew\u00e4lzt.\u00bb Im Ergebnis werde gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt. Ein Teil der Belegschaft m\u00fcsse sich ausbeuten lassen und habe auf der anderen Seite keine Planungssicherheit f\u00fcr Familie, Beruf oder Kredite, um ein Eigenheim zu kaufen.<\/p>\n<p>Die Regierungskoalition hatte sich im Mai auf den Entwurf geeinigt. Danach sollen Leiharbeiter k\u00fcnftig maximal 18 Monate im selben Betrieb besch\u00e4ftigt werden d\u00fcrfen. Sp\u00e4testens nach neun Monaten sollen sie den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft. Au\u00dferdem d\u00fcrfen sie nicht als Streikbrecher eingesetzt werden. Abweichungen soll es aber geben k\u00f6nnen, wenn sich die Tarifpartner darauf verst\u00e4ndigen. Das gilt sowohl f\u00fcr die Dauer der Besch\u00e4ftigung wie auch f\u00fcr die Lohnh\u00f6he.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leiharbeit und Werkvertr\u00e4ge sollen per Gesetz vor Missbrauch gesch\u00fctzt werden. Die nieders\u00e4chsischen Gewerkschaften loben die Zielsetzung, kritisieren die Pl\u00e4ne aber als nahezu wirkungslos. Hannover (epd). Die Gewerkschaften in Niedersachsen haben den anhaltend hohen Missbrauch von Werkvertr\u00e4gen und Leiharbeit kritisiert. \u00abWir erwarten von der Koalition in Berlin ein wirksames Gesetz dagegen\u00bb, sagte der nieders\u00e4chsische Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hartmut T\u00f6lle, am Dienstag in Hannover. Die Missbrauchsquote bezifferte er nicht n\u00e4her. 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