{"id":4274,"date":"2016-05-27T20:05:00","date_gmt":"2016-05-27T18:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/fruehjahrssynode-der-oldenburgischen-kirche-tagte-in-rastede\/"},"modified":"2016-05-27T20:05:00","modified_gmt":"2016-05-27T18:05:00","slug":"fruehjahrssynode-der-oldenburgischen-kirche-tagte-in-rastede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/fruehjahrssynode-der-oldenburgischen-kirche-tagte-in-rastede\/","title":{"rendered":"Fr\u00fchjahrssynode der oldenburgischen Kirche tagte in Rastede"},"content":{"rendered":"<p>Von Donnerstag, 26. Mai, bis Freitag, 27. Mai, trafen sich die Synodalen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zu ihrer 5. Tagung im Ev. Bildungshaus in Rastede. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Jahresthema \u201eFriedensethik\u201c. Eingeleitet wurde der Thementag am Donnerstagnachmittag von zwei grundlegenden Vortr\u00e4gen zum Leitbild \u201eGerechter Friede\u201c und zum gegenw\u00e4rtigen Stand der Debatte um die Friedensethik in der \u00d6kumene. Referenten waren Milit\u00e4rbischof Dr. Sigurd Rink und Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle \u201eTheologie der Friedenskirchen\u201c am Fachbereich Ev. Theologie der Universit\u00e4t Hamburg und seit 2011 Professor f\u00fcr (Friedens-) Theologie und Ethik an der Theologischen Fakult\u00e4t der Vrije Universiteit Amsterdam in den Niederlanden.<\/p>\n<p>Im Anschluss an diese Vortr\u00e4ge vertieften die Synodalen einzelne Aspekte zu friedensethischen Themen in acht Arbeitsgruppen. An ihnen nahmen unter anderen der ehemalige EKD-Auslandsbischof Martin Schindeh\u00fctte, der Vorsitzende der EKD-Kammer f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, Thilo Hoppe, sowie der Sprecher der Aktion \u201eAufschrei\u201c, J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin, teil. Der Thementag endete am Abend mit einem Ausblick auf den Konsultationsprozess zur Friedensethik, der sich an dieses Jahresthema anschlie\u00dfen soll. Dazu gab der Friedensbeauftragte der EKD, Schriftf\u00fchrer Renke Brahms aus Bremen, Impulse f\u00fcr die Weiterarbeit in einem weiteren Vortrag.<\/p>\n<p>Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen bewertete den Thementag abschlie\u00dfend sehr positiv, aktueller habe das Thema nicht sein k\u00f6nnen. Die Vortr\u00e4ge und die Arbeitsgruppen h\u00e4tten eine gute Einf\u00fchrung in den Themenkomplex gegeben.<\/p>\n<p>Bischof Jan Janssen betonte mit Blick auf das Schwerpunktthema, dass das Zusammenspiel der drei Referenten das gemeinsame Bem\u00fchen um den gerechten Frieden gezeigt habe. Gleichzeitig habe es in den Arbeitsgruppen auch die Konkretionen gegeben. Der Diskurs werde weitergef\u00fchrt und der Oberkirchenrat werde dazu Vorschl\u00e4ge erarbeiten.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Hier finden Sie weitere Informationen zum Thementag \u201eFriedensethik\u201c.<br \/><\/span><br \/><span style=\"font-weight: bold\">Predigtlektoren- und Pr\u00e4dikantengesetz verabschiedet<br \/><\/span>Die Synodalen verabschiedeten das sogenannte Predigtlektoren- und Pr\u00e4dikantengesetz, das eine neue kirchenrechtliche Grundlage f\u00fcr eine Beauftragung von Gemeindegliedern mit Aufgaben der \u00f6ffentlichen Verk\u00fcndigung schafft. Das \u201eGesetz \u00fcber die Beauftragung von Gemeindegliedern mit Aufgaben der \u00f6ffentlichen Verk\u00fcndigung (Predigtlektoren- und Pr\u00e4dikantengesetz)\u201c ordnet die bestehenden Regelungen neu und soll so f\u00fcr mehr Klarheit und Einheitlichkeit bei der Anwendung f\u00fchren, das Engagement von Ehrenamtlichen w\u00fcrdigen und durch neue Titel der Beauftragung Kompetenzen verdeutlichen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Kirchengesetz \u00fcber die Zustimmung zum Kirchengesetz zur \u00c4nderung der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland <br \/><\/span>Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte auf seiner Synodentagung im November vergangenen Jahres eine \u00c4nderung ihrer Grundordnung mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit von Synode und Kirchenkonferenz beschlossen. Danach ist die EKD mehr als nur eine Gemeinschaft bekenntnisverschiedener Kirchen innerhalb Deutschlands, sondern zur Kirche im theologischen Sinne erkl\u00e4rt worden. Mit der Grundordnungs\u00e4nderung wurde die Kompetenzverteilung zwischen den Mitgliedskirchen und der EKD nicht ver\u00e4ndert. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Gesetz zur \u00c4nderung des Pfarrstellenplangesetzes von 2014<br \/><\/span>Die Synodalen verabschiedeten weiterhin das Gesetz zur \u00c4nderung des Kirchengesetzes \u00fcber die Errichtung und Aufhebung von Pfarrstellen zur Umsetzung des Pfarrstellenplans ab dem Jahr 2014 in die Beratung ein. <\/p>\n<p>Zum Hintergrund: Im Pfarrstellenplan ist eine Verschiebung notwendig, da es sich gezeigt hat, dass derzeit elf statt zehn Schulpfarrstellen ben\u00f6tigt werden. Ursache hierf\u00fcr ist u.a., dass insbesondere an Berufsschulen den Schulpfarrstellen eine hohe Bedeutung f\u00fcr die Unterrichtsversorgung zukommt. Daher soll eine im Pfarrstellengesetz 2014 vorgesehene, aber bislang nicht besetzte Pfarrstelle f\u00fcr Projekte und Personalbewirtschaftung zu einer Schulpfarrstelle werden. Der Gesamtumfang des Pfarrstellenplans bleibt durch die \u00c4nderung unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Steuerungsgruppe \u201eOldenburger Ortsbestimmung 2.0\u201c beschlossen<br \/><\/span>Die Arbeitsgruppe Haushaltsstabilisierung hatte von der Synode die Aufgabe erhalten, Schritte zu erarbeiten, um zuk\u00fcnftig einen ausgeglichenen Haushalt f\u00fcr die oldenburgische Kirche zu erreichen. Der Ausschussvorsitzende, Kreispfarrer Bertram Althausen, erl\u00e4uterte in einem Zwischenbericht die Schwierigkeiten, die die Arbeitsgruppe mit ihrem Auftrag hat. So sei zun\u00e4chst eine Kl\u00e4rung von strukturellen Grundfragen notwendig, die auf eine breitere synodale Basis gestellt werden sollte. Dieses betreffe die Entscheidungen \u00fcber Zust\u00e4ndigkeiten zwischen der Gesamtkirche, den Kirchenkreisen und den Kirchengemeinden sowie eine m\u00f6gliche Neuordnung und Sicherung des Pfarrdienstes angesichts des langfristig anstehenden Personalmangels. <\/p>\n<p>Synodenpr\u00e4sidentin Sabine Bl\u00fctchen brachte daraufhin einen Antrag ein, die Zust\u00e4ndigkeiten in einer Steuerungsgruppe mit dem Namen \u201eOldenburger Ortsbestimmung 2.0\u201c zu regeln. Diese Kl\u00e4rung soll unter Wahrung der Pr\u00e4misse geschehen, dass die oldenburgische Kirche weiterhin eine eigenst\u00e4ndige Kirche bleibe und dass die Kirche weiterhin in der Fl\u00e4che pr\u00e4sent sei. Die Regelungen seien im zeitlichen Rahmen auch im Blick auf die Gemeindekirchenratswahlen im Jahr 2018 wichtig, erl\u00e4uterte Bl\u00fctchen. <\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Bedeutung, die die Arbeitsgruppe habe, mache es notwendig, die grunds\u00e4tzlichen Fragen in aller Sorgfalt zu kl\u00e4ren, betonte die Synodenpr\u00e4sidentin. Auch sei nicht auszuschlie\u00dfen, dass aus diesem Prozess auch Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Haushaltsstabilisierung entstehen. Selbst eine zeitliche Pause bei der Haushaltsstabilisierung von 1,5 Jahren k\u00f6nne sich die oldenburgische Kirche noch leisten.<\/p>\n<p>Die Synode setzte nach ausf\u00fchrlicher Debatte diese Steuerungsgruppe ein, die unter Beteiligung von Kirchengemeinden und -kreisen sowie der Aussch\u00fcsse der Synode zur 8. Tagung der 48. Synode (im November 2017) Beschlussvorschl\u00e4ge vorbereiten soll. In einem Beteiligungsverfahren sollen die Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Aussch\u00fcsse im ersten Quartal 2017 eingebunden werden. Ziel sei es, sp\u00e4testens bis zur 11. Tagung der 48. Synode (im Mai 2019) die Gesetze den ggf. ver\u00e4nderten Strukturen anzupassen. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Beratungen \u00fcber Bauma\u00dfnahmen im Evangelischen Bildungshaus Rastede<br \/><\/span>Die Synode beriet m\u00f6gliche Bauma\u00dfnahmen im Evangelischen Bildungshaus Rastede, die Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker vorstellte. Er erinnerte daran, dass sich die Synode bereits in mehreren Schritten mit dem Evangelischen Bildungshaus Rastede besch\u00e4ftigt habe. Das gelte sowohl f\u00fcr die Konzeption als auch f\u00fcr den Neubau des Betthauses. Das Bildungshaus sei eine \u201eVisitenkarte f\u00fcr die evangelische Bildung in der oldenburgischen Kirche\u201c geworden. Durch das Betthaus seien die Buchungszahlen signifikant gestiegen. Die Bettenkapazit\u00e4t sei nun ausreichend, aber es fehlten Seminarr\u00e4ume, um sowohl der Nachfrage bei Tages- als auch bei mehrt\u00e4gigen Veranstaltungen gerecht zu werden.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Bei den Pl\u00e4nen stehe nun alternativ ein Umbau und ein Teilneubau des sanierungsbed\u00fcrftigen Verwaltungstraktes auf dem Plan. Eine Sanierung des Verwaltungstraktes mit einer Nutzfl\u00e4che von rund 469 qm werde auf rund eine Million Euro gesch\u00e4tzt. Ein Teilneubau mit einem weiteren gro\u00dfen Tagungsraum und einer gesamten Nutzfl\u00e4che von 710 qm soll rund 2,3 Millionen Euro. Ein Neubau werde auch die Attraktivit\u00e4t des Bildungshauses deutlich erh\u00f6hen, so Mucks-B\u00fcker. <\/p>\n<p>Nach einer ausf\u00fchrlichen Debatte folgte die Synode den Antr\u00e4gen des Finanz- und Personalausschusses, den Oberkirchenrat zu beauftragen, dem Finanz- und Personalausschuss zur Weiterberatung des Umbau- und Sanierungsvorhabens Ev. Bildungshaus Rastede eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und einen Finanzierungsplan vorzulegen, sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse mit Prognoseentwicklung aus Sicht der Gesamtkirche unter Einbeziehung der Vorlagen der Heimvolkshochschule. Eine Entscheidung der Synode \u00fcber das Bauvorhaben solle auf der Haushaltssynode im November getroffen werden. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Jahresthema 2017: \u201eBildungshandeln der Kirche \u2013 evangelische Bildung\u201c<br \/><\/span>Die Synode folgte dem Vorschlag des Gemeinsamen Kirchenausschusses f\u00fcr das kommende Jahr das Jahresthema \u201eBildungshandeln der Kirche \u2013 evangelische Bildung\u201c zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Das Reformations-Jubil\u00e4umsjahr 2017 werde die bildungsorientierten Impulse der Reformation in Erinnerung rufen. Zudem sei das Thema aktuell durch eine F\u00fclle von Entwicklungen im \u00dcbergang zwischen Kirche und Gesellschaft, die \u00fcber das Reformationsjubil\u00e4um hinaus, sagte Bischof Jan Janssen. Dazu geh\u00f6re beispielsweise, was das Evangelische am Bildungsauftrag und -engagement der oldenburgischen Kirche ausmache, in welchen gesellschaftlichen Feldern unsere Kirche Verantwortung \u00fcbernehmen soll, oder wie Aspekte von Globalisierung, Digitalisierung, Migration, Interkulturalit\u00e4t unser Handeln ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Bericht aus der Projektlenkungsgruppe<br \/><\/span>Projektleiter Georg Mohr berichtete vom Stand des Projekts zur Umsetzung des ORA-Gutachtens. Bis zum 10. Mai fanden insgesamt 45 Sitzungen der Projektgruppe statt; die Projektlenkungsgruppe tagte in acht Sitzungen im Rahmen von Sitzungen des Gemeinsamen Kirchenausschusses zu dem Projekt. Von den urspr\u00fcnglichen 58 Einzelfeststellungen sind alle von der Projektgruppe bearbeitet worden, 35 davon abschlie\u00dfend. Somit sind derzeit noch 23 Feststellungen in der Bearbeitung. Damit ergibt sich eine Erledigungsquote von 60 Prozent bei einer Bearbeitungsquote von 100 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eWir sind dankbar daf\u00fcr, dass mit diesem Projekt Spuren gelegt wurden, die nun vertieft werden m\u00fcssen&quot;, erg\u00e4nzte die neue Oberkirchenr\u00e4tin Dr. Susanne Teichmanis. Sie ermunterte die Beteiligten, die Kulturver\u00e4nderung beherzt und mit Elan, aber auch mit Gelassenheit und Geduld anzugehen.<\/p>\n<p>Zu ihrer 6. Tagung wird die 48. Synode vom 17. bis 19. November 2016 im Evangelischen Bildungshaus Rastede zusammenkommen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Weitere Informationen und Beschl\u00fcsse sowie Fotos zur Synodentagung finden Sie unter: www.kirche-oldenburg.de\/kirche-gemeinden\/synode\/548-synode.html <\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Donnerstag, 26. Mai, bis Freitag, 27. Mai, trafen sich die Synodalen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zu ihrer 5. Tagung im Ev. Bildungshaus in Rastede. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Jahresthema \u201eFriedensethik\u201c. Eingeleitet wurde der Thementag am Donnerstagnachmittag von zwei grundlegenden Vortr\u00e4gen zum Leitbild \u201eGerechter Friede\u201c und zum gegenw\u00e4rtigen Stand der Debatte um die Friedensethik in der \u00d6kumene. Referenten waren Milit\u00e4rbischof Dr. Sigurd Rink und Prof. Dr. Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle \u201eTheologie der Friedenskirchen\u201c am Fachbereich Ev. 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