{"id":4353,"date":"2016-06-13T08:05:00","date_gmt":"2016-06-13T06:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-wachsender-altersarmut\/"},"modified":"2016-06-13T08:05:00","modified_gmt":"2016-06-13T06:05:00","slug":"wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-wachsender-altersarmut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wohlfahrtsverbaende-warnen-vor-wachsender-altersarmut\/","title":{"rendered":"Wohlfahrtsverb\u00e4nde warnen vor wachsender Altersarmut"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Wohlfahrtsverb\u00e4nde in der Region Hannover haben vor einer zunehmenden Altersarmut gewarnt. \u00abWir nehmen wahr, dass viele Menschen aus Arbeitsverh\u00e4ltnissen kommen, die einer ausk\u00f6mmlichen Versorgung im Alter nicht zutr\u00e4glich ist\u00bb, sagte Thomas Dettmer vom Deutschen Roten Kreuz am Montag in Hannover. Hier machten sich Langzeitarbeitslosigkeit und Phasen prek\u00e4rer Besch\u00e4ftigung bemerkbar. Auch die Einsamkeit im Alter entwickele sich zu einem wachsenden Problem. Dettmer appellierte an die Politik, dem entgegenzuwirken: \u00abDas Ehrenamt muss gef\u00f6rdert werden.\u00bb<\/p>\n<p>Das Rote Kreuz stellte am Montag zusammen mit Diakonie und Caritas, der Arbeiterwohlfahrt und dem Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband ein Positionspapier zur sozialen Situation in der Region vor. Darin mahnen die Verb\u00e4nde erstmals gemeinsam mehr sozialpolitische Anstrengungen an. \u00abHandlungsbedarf besteht in allen Bereichen\u00bb, betonen sie. Auch bei Kindern, Jugendlichen und Familien, Migranten und Fl\u00fcchtlingen sowie erwerbslosen und wohnungslosen Menschen gebe es zum Teil erhebliche Probleme.<\/p>\n<p>So w\u00fcrden Kinder aus Familien mit wenig Geld immer h\u00e4ufiger Opfer von famili\u00e4rer Gewalt, sagte Burkhard Teuber von der Arbeiterwohlfahrt: \u00abDie Frauenh\u00e4user sind voll.\u00bb H\u00e4ufig m\u00fcssten beide Elternteile aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden arbeiten, um das Familieneinkommen zu sichern. F\u00fcr die Kinder bleibe dabei oft wenig Zeit. Deshalb sei p\u00e4dagogisch qualifiziertes Fachpersonal in den Kindertagesst\u00e4tten n\u00f6tig, um in Krisenf\u00e4llen pr\u00e4ventiv t\u00e4tig sein zu k\u00f6nnen und den Bildungsauftrag zu erf\u00fcllen. \u00abDie Anforderungen f\u00fcr die Arbeit in der Kita sind deutlich gestiegen.\u00bb Die Verb\u00e4nde appellierten an die Politik, verst\u00e4rkt die Fachkompetenz der Wohlfahrtsverb\u00e4nde in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p>Diakoniepastor Rainer M\u00fcller-Brandes erinnerte an das \u00abSubsidiarit\u00e4tsprinzip\u00bb, nach dem freie Tr\u00e4ger als sozialpolitische Akteure einen Vorrang vor dem Staat h\u00e4tten: \u00abDas ist in Teilen der Politik vergessen worden.\u00bb Die Wohlfahrtsverb\u00e4nde k\u00f6nnten durch Eigenmittel, Spenden und Ehrenamtliche einen echten Mehrwert in die ihnen anvertrauten Projekte einbringen.<\/p>\n<p>Mit Emp\u00f6rung wiesen die Verb\u00e4nde die Kritik der AfD zur\u00fcck, die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverb\u00e4nde verfolgten bei der Hilfe f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge eigene Interessen, um sich staatliche Mittel zu sichern. \u00abAlle Wohlfahrtsverb\u00e4nde geben in erheblichem Umfang Eigenmittel in die Fl\u00fcchtlingshilfe\u00bb, betonte Andreas Schubert von der Caritas. Die Kritik sei eine \u00abFrechheit\u00bb, die AfD habe sich anscheinend nicht informiert. Die Fl\u00fcchtlingshilfe sei keine Industrie, sondern geschehe aus der Motivation heraus, den Menschen zu helfen. \u00abDas auf dieses Niveau zu degradieren, finde ich das Allerletzte.\u00bb Die Kritik war unter anderem von der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry erhoben worden.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Die Wohlfahrtsverb\u00e4nde in der Region Hannover haben vor einer zunehmenden Altersarmut gewarnt. \u00abWir nehmen wahr, dass viele Menschen aus Arbeitsverh\u00e4ltnissen kommen, die einer ausk\u00f6mmlichen Versorgung im Alter nicht zutr\u00e4glich ist\u00bb, sagte Thomas Dettmer vom Deutschen Roten Kreuz am Montag in Hannover. Hier machten sich Langzeitarbeitslosigkeit und Phasen prek\u00e4rer Besch\u00e4ftigung bemerkbar. Auch die Einsamkeit im Alter entwickele sich zu einem wachsenden Problem. 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