{"id":4362,"date":"2016-06-19T16:10:00","date_gmt":"2016-06-19T14:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/sehnsucht-nach-dem-anderswo-2\/"},"modified":"2016-06-19T16:10:00","modified_gmt":"2016-06-19T14:10:00","slug":"sehnsucht-nach-dem-anderswo-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/sehnsucht-nach-dem-anderswo-2\/","title":{"rendered":"Sehnsucht nach dem Anderswo"},"content":{"rendered":"<p>\u201eSehnsucht nach dem Anderswo\u201c war der Frauentag der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg am Samstag, 18. Juni, \u00fcberschrieben, und rund 130 Frauen machten sich auf den Weg, um dieses Anderswo zu erleben. Nachdem die Hamburger Autorin Susanne Niemeyer mit ihrem Referat \u201eWas nicht ist, aber sein k\u00f6nnte: Vom M\u00f6glichkeitssinn\u201c ins Thema eingeleitet hatte, n\u00e4herten sich die Teilnehmerinnen in insgesamt acht Gruppenangeboten dem \u201eAnderswo\u201c auf v\u00f6llig unterschiedliche Weise.<\/p>\n<p>Nicht immer nur nach dem zu sehen, was sein k\u00f6nnte, sondern im Hier und Jetzt das Sch\u00f6ne zu entdecken, dem Leben ganz bewusst durch die eigenen Gedanken neue Wendungen zu geben \u2013 das war einer der Hauptinhalte, die Susanne Niemeyer in ihrem Vortrag vermittelte. Der Regenbogen in einer \u00d6llache, Scherben, die durch Sand und Wellen zu Glassteinen geworden sind \u2013 unz\u00e4hlige Dinge liegen im Auge des Betrachters. \u201eSch\u00f6nf\u00e4rberei bedeutet, den geheimen Kern einer Sache zu entdecken\u201c, so die Autorin. \u201eNeugierig bleiben. Sich nicht blenden lassen, schon gar nicht davon, wie etwas zu sein hat.\u201c Die Sehnsucht nach dem Anderswo sei h\u00e4ufig die Sehnsucht nach dem Anderswie. Doch das Wort sei ungewohnt. \u201eVielleicht, weil es einfacher ist, den Ort zu wechseln, als ihn zu ver\u00e4ndern. Au\u00dferdem k\u00f6nnte es sein, dass man sich selbst gleich mitver\u00e4ndern muss.\u201c <\/p>\n<p>An diesem neunten Frauentag jedenfalls st\u00fcrzten sich die Frauen mit viel Freude und Feuereifer in neue Gedanken, Perspektiven, Aktionen. Die Bibelwerkstatt \u201eUnd manchmal kommt es anders \u2026\u201c, das Gedankenspiel \u201eSehnsucht nach dem Anderswo\u201c, die gemeinsame Gestaltung eines Sandmandalas, das Gespr\u00e4ch \u00fcber die Zukunftshoffnungen asylsuchender Menschen, die Schreibwerkstatt, der Singraum, der Umgang mit Gedichten zum Anderswo und der Spirituelle Spaziergang \u201eWechselnde Pfade\u201c machten das Kulturzentrum PFL und die benachbarte Peterskirche zum Zentrum au\u00dfergew\u00f6hnlicher Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Oft ist es die Perspektive, die ver\u00e4ndert werden muss, um jemand anders Verst\u00e4ndnis entgegenzubringen. Das wurde im Kurs von Zohreh Roushanpour von der Fl\u00fcchtlingsberatung des Diakonischen Werkes in Delmenhorst deutlich: \u201eEine Flucht, ein Losgehen ist immer mit einer Hoffnung verbunden\u201c, betonte sie. In ihrer Runde hatten sich viele Frauen zusammengefunden, die sich derzeit in der Fl\u00fcchtlingshilfe engagieren, aber auch andere, die selbst als Kinder nach Kriegsende aus dem Osten geflohen sind und diese Erlebnisse tief verinnerlicht haben. Und auch von ihren eigenen Erlebnissen berichtete Roushanpour, die vor 25 Jahren aus dem Iran nach Deutschland kam. Erg\u00e4nzt wurde dieses Thema von einer kleinen Fotoausstellung mit Portraits junger Fl\u00fcchtlinge, ihrer Tr\u00e4ume und Zukunftsperspektiven.<\/p>\n<p>Auf eine gedankliche Reise auf eine Insel machten sich die Teilnehmerinnen des Kurses \u201eSehnsucht nach dem Anderswo\u201c. Welche Erwartungen hat man vor einer solchen Reise, welche k\u00f6nnen erf\u00fcllt werden, welche werden entt\u00e4uscht? Eine konkrete Reise \u2013 wenn auch nicht auf eine ferne Insel, sondern nur innerhalb Oldenburgs \u2013 unternahmen die Teilnehmerinnen des Spirituellen Spaziergangs. An verschiedene Stationen inspirierten Texte und Gedanken zum Weg, wurde \u00fcber Kreuzungen des Lebens, Irrwege und Ziele philosophiert. Sich einlassen, offen sein f\u00fcr das, was sich entwickelt und nicht durch Erwartungshaltungen zu fixiert zu sein, war eine Aussage, der sich die Teilnehmerinnen des Kurses \u201eUnd manchmal kommt es anders \u2026\u201c n\u00e4herten.<\/p>\n<p>Zum neunten Mal hatte die Frauenarbeit der oldenburgischen Kirche den Frauentag ausgerichtet, der im zweij\u00e4hrigen Turnus stattfindet. \u201eEs geht uns darum, inhaltlich zu arbeiten und dabei ein intensives Gemeinschaftsgef\u00fchl zu entwickeln\u201c, erkl\u00e4rte Dr. Andrea Schrimm-Heins, Leiterin der Ev. Frauenarbeit der oldenburgischen Kirche, die den Frauentag gemeinsam mit der Referentin f\u00fcr gemeindebezogene Frauenarbeit, Andrea G\u00e4rtig, und der Arbeitsgemeinschaft Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg organisiert hatte. <\/p>\n<p>\u201eGleichzeitig ist dieser Tag auch eine wundervolle Gelegenheit, die Bandbreite der Frauenarbeit zu pr\u00e4sentieren.\u201c Wie gut der Frauentag angenommen wird, l\u00e4sst sich nicht nur an der Teilnehmerinnenzahl, sondern auch am Feedback ablesen. \u201eViele der Frauen freuen sich schon weit im Voraus auf den n\u00e4chsten Frauentag\u201c, so Andrea Schrimm-Heins. 2018 ist es wieder soweit.<\/p>\n<p>Hier finden Sie den vollst\u00e4ndigen Wortlaut des Referats von Susanne Niemeyer im Format PDF. Mehr zu Susanne Niemeyer finden Sie unter: www.freudenwort.de <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Anke Brockmeyer.<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSehnsucht nach dem Anderswo\u201c war der Frauentag der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg am Samstag, 18. 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