{"id":4789,"date":"2016-07-22T15:16:00","date_gmt":"2016-07-22T13:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wir-wohnen-wort-an-wort\/"},"modified":"2016-07-22T15:16:00","modified_gmt":"2016-07-22T13:16:00","slug":"wir-wohnen-wort-an-wort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wir-wohnen-wort-an-wort\/","title":{"rendered":"\u201eWir wohnen Wort an Wort\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Briefe sind ein ganz besonderer Schatz. Pers\u00f6nliche Briefe sind etwas, das bleibt, auch \u00fcber den Tod hinaus. Dennoch: Briefeschreiben ist aus der Mode gekommen, eine kurze Nachricht per SMS oder WhatsApp, so funktioniert heute Kommunikation. Leider oft auch zu besonderen Anl\u00e4ssen wie Geburtstagen oder Hochzeitstagen. Und oftmals werden so sogar Liebesbeziehungen beendet. Dabei kann ein Brief, bei dem jeder Satz wohl \u00fcberlegt ist, ein echtes Geschenk sein, und zwar f\u00fcr Schreibende und f\u00fcr Empf\u00e4nger. <\/p>\n<p>Um solche Briefe ging es in einem \u00f6kumenischen Theatergottesdienst, der im Rahmen der Sommerkirche jetzt in der katholischen St. Marien-Kirche in Schillig stattfand. Gestaltet wurde er von den Pastorin Sabine Kullik (evangelisch-lutherisch) und Pastor Lars-J\u00f6rg Bratke (katholisch) sowie von den Schauspielern Stephanie Baak und Ren\u00e9 Schack aus Oldenburg.&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eWir wohnen Wort an Wort\u201c begr\u00fc\u00dfte Pastorin Kullik die Besucherinnen und Besucher in der Marienkirche. Sie zitierte ein Gedicht von Rose Ausl\u00e4nder: \u201eWir wohnen Wort an Wort \u2013 sag mir dein liebstes, Freund \u2013 meines hei\u00dft: Du\u201c. <\/p>\n<p>Pfarrer Bratke berichtete in einer kurzen Predigt von Situationen, in denen die Ruhe am Schreibtisch oder K\u00fcchentisch einfach n\u00f6tig sei, um das, was zu sagen sei, aufzuschreiben. \u201eWas dabei herauskommt, ist allemal besser als eine SMS mit: Du kannst mich mal\u201c, meinte er. <\/p>\n<p>Wie interessant, aktuell und anr\u00fchrend Briefe aus vergangenen Jahren auch nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten noch sein k\u00f6nnen, erlebten die Besucherinnen und Besucher bei einer szenischen Lesung mit den beiden Schauspielern. Gelesen wurden Briefe aus verschiedenen Epochen und mit unterschiedlichen Themen. So unterhielt sich unter anderem John Steinbeck per Brief mit seinem 14-j\u00e4hrigen Sohn Thom \u00fcber dessen erste Liebe. Deutlich zu sp\u00fcren war das Verst\u00e4ndnis des Vaters, der mit praktischen Ratschl\u00e4gen dem Sohn mehr Sicherheit zu geben versucht. <\/p>\n<p>In einem weiteren Brief gibt Clementine Churchill ihrem Ehemann Winston einen Rat. In politisch sehr turbulenten Zeiten steht der Mann stark unter Druck und hat wohl das Ma\u00df f\u00fcr den Umgang mit Mitarbeitenden verloren. Auf sehr liebevolle aber auch bestimmte Art liest sie ihm die Leviten und bewahrt ihn so vor m\u00f6glichen negativen Konsequenzen. <\/p>\n<p>Es ging aber auch um die tiefe Liebe zwischen Mann und Frau, eine Liebe, die zum Beispiel bei Richard Feynman ein Leben lang hielt, obwohl seine Frau Arline bereits mit 25 Jahren verstarb. Ein Brief, den er in mittleren Jahren schrieb und seitdem bis zu seinem Tod bei sich trug, bewies das. Gekonnt setzten die Schauspieler die Texte in Szene, sodass es in der Kirche mucksm\u00e4uschenstill war (bis auf ein Handy, das zwischendurch klingelte). <\/p>\n<p>Sabine Kullik und Lars-J\u00f6rg Bratke flankierten die Briefe jeweils mit biblischen Texten, die inhaltlich auf die Briefe abgestimmt waren. Michael Wintering hatte dazu passende Musikst\u00fccke ausgew\u00e4hlt, die er auf dem Klavier pr\u00e4sentierte. So wurde der Theatergottesdienst eine runde Sache, eine Botschaft zur Entschleunigung und zur gegenseitigen Wertsch\u00e4tzung. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Annette Kellin.<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Briefe sind ein ganz besonderer Schatz. Pers\u00f6nliche Briefe sind etwas, das bleibt, auch \u00fcber den Tod hinaus. Dennoch: Briefeschreiben ist aus der Mode gekommen, eine kurze Nachricht per SMS oder WhatsApp, so funktioniert heute Kommunikation. 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