{"id":4806,"date":"2016-07-25T08:52:00","date_gmt":"2016-07-25T06:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/niedersaechsischer-landtagspraesident-fuer-denkpause-bei-islam-vertrag\/"},"modified":"2016-07-25T08:52:00","modified_gmt":"2016-07-25T06:52:00","slug":"niedersaechsischer-landtagspraesident-fuer-denkpause-bei-islam-vertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/niedersaechsischer-landtagspraesident-fuer-denkpause-bei-islam-vertrag\/","title":{"rendered":"Nieders\u00e4chsischer Landtagspr\u00e4sident f\u00fcr Denkpause bei Islam-Vertrag"},"content":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts der j\u00fcngsten Entwicklung in der T\u00fcrkei fordert Niedersachsens Landtagspr\u00e4sident Bernd Busemann (CDU) eine Denkpause bei den Verhandlungen des Landes f\u00fcr einen Rahmenvertrag mit den Muslimen. Busemann sieht vor allem den t\u00fcrkischen Moschee-Dachverband \u00abDitib\u00bb kritisch, wie er am Montag auf Radio ffn sagte: \u00abDitib ist wohl unbestritten ein gesteuerter Ableger der t\u00fcrkischen Regierung.\u00bb<\/p>\n<p>Es sei noch ungewiss, wie die Situation in der T\u00fcrkei weitergehe, gab Busemann zu bedenken. Ungewiss sei auch, wie die t\u00fcrkische Regierung \u00fcber den Moscheeverband Einfluss auf das schulische und gesellschaftliche Geschehen auch in Niedersachsen nehme. \u00abHier scheint mir doch gro\u00dfe Vorsicht im Moment angesagt.\u00bb Zu kl\u00e4ren sei, inwieweit \u00abDitib\u00bb aus Ankara ferngesteuert werde. Er habe bei diesem Thema \u00abBauchweh im Moment\u00bb.<\/p>\n<p>Ditib ist neben der \u00abSchura\u00bb und den Aleviten einer von drei muslimischen Verb\u00e4nden, mit denen Niedersachsen derzeit \u00fcber einen Rahmenvertrag verhandelt. Der Vertrag soll die Rechte und Pflichten der Muslime im Land umfassend beschreiben. In Niedersachsen leben rund 300.000 Muslime.<\/p>\n<p>Landesregierung, Opposition und die muslimischen Landesverb\u00e4nde hatten sich erst Mitte Juni auf eine neue Fassung des Vertragstextes geeinigt. Dabei vereinbarten sie unter anderem eine Partnerschaft gegen Islamismus und gegen Islamfeindlichkeit.<\/p>\n<p>Busemann schlug vor, die weitere Entwicklung bis zum Jahresende zu beobachten. Dann k\u00f6nne beurteilt werden, ob bei Ditib Vorsicht angesagt sei oder ob der Vertrag abgeschlossen werden k\u00f6nne. Nach Hamburg und Bremen w\u00e4re Niedersachsen das erste Fl\u00e4chenland, das einen solchen Vertrag erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Landtagspr\u00e4sident sprach sich zudem daf\u00fcr aus, die Beitrittsverhandlungen der EU mit der T\u00fcrkei zu beenden. \u00abDie j\u00fcngste Entwicklung zeigt, die T\u00fcrkei ist auf dem Weg weg von der Demokratie, weg von Menschenrechten\u00bb, sagte er: \u00abEs macht gar keinen Sinn \u00fcber einen EU-Beitritt weiter zu verhandeln.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). Angesichts der j\u00fcngsten Entwicklung in der T\u00fcrkei fordert Niedersachsens Landtagspr\u00e4sident Bernd Busemann (CDU) eine Denkpause bei den Verhandlungen des Landes f\u00fcr einen Rahmenvertrag mit den Muslimen. 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