{"id":4981,"date":"2016-08-26T14:16:00","date_gmt":"2016-08-26T12:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/von-zeit-zu-zeit-werden-wir-versuchen-zu-skypen\/"},"modified":"2016-08-26T14:16:00","modified_gmt":"2016-08-26T12:16:00","slug":"von-zeit-zu-zeit-werden-wir-versuchen-zu-skypen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/von-zeit-zu-zeit-werden-wir-versuchen-zu-skypen\/","title":{"rendered":"Von Zeit zu Zeit werden wir versuchen zu skypen"},"content":{"rendered":"<p>Zwei junge Ehrenamtliche der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Delmenhorst\/Oldenburg Land beginnen in diesen Tagen ein Auslands-FSJ in Togo und Laos. Vor ihrem Abflug konnten wir sie f\u00fcr ein gemeinsames Interview gewinnen, bei dem deutlich wurde, dass es bei allen Unterschieden in Westafrika und S\u00fcdostasien doch einiges gibt, das \u00e4hnlich sein wird&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Wodurch seid ihr auf die Idee eines Auslands-FSJ gekommen?<\/span><br \/>\n<span style=\"font-style: italic\">Svenja:&nbsp; <\/span>Ich hatte schon l\u00e4nger den Wunsch, nach dem Abi ein Jahr ins Ausland zu gehen. Nicht als Au-pair, sondern im Freiwilligendienst. Durch einen Beitrag auf unserer DOLL-Homepage \u00fcber die M\u00f6glichkeit eines FSJ in Ghana oder Togo bin ich auf die \u201eNordeutsche Mission\u201c gekommen. <br \/><span style=\"font-style: italic\">Pia-Marie:&nbsp; <\/span>Vor einiger Zeit hatte ich ein Buch \u00fcber S\u00fcdostasien gelesen. Dann habe ich recherchiert f\u00fcr ein Auslands-FSJ und ein soziales Projekt in Laos gefunden, das mich interessierte. Der Tr\u00e4ger ist die \u201eLandesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.\u201c und wird genauso wie das FSJ von Svenja ma\u00dfgeblich durch das Weltw\u00e4rts-Programm des Bundes unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Laos liegt in S\u00fcdostasien zwischen Thailand und Vietnam. Togo ist ein westafrikanischer Staat zwischen Ghana und Benin. Wie habt ihr euch auf das Gastland, die Kultur und die Lebensbedingungen vorbereitet?<br \/>Pia-Marie:&nbsp; <\/span>Ich habe mir gezielt viele Reportagen \u00fcber S\u00fcdostasien und Laos angeschaut und au\u00dferdem sind wir im Vorbereitungsseminar auch auf so scheinbar einfache Dinge wie die richtigen Gesten bei Begr\u00fc\u00dfung und Verabschiedung vorbereitet worden.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Svenja:&nbsp; <\/span>Das war bei unserem Seminar auch so. Au\u00dferdem waren die ehemaligen Togo-FSJler da; sie haben viel berichtet und wir konnten sie mit Fragen l\u00f6chern.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Wann geht es los, wann werdet ihr wieder zur\u00fcckkommen?<br \/>Pia-Marie:&nbsp; <\/span>Am 23. August geht es \u00fcber Frankfurt und Bangkok f\u00fcr ein Jahr nach Laos.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Svenja:&nbsp; <\/span>Meine zw\u00f6lf Monate starten am 27. August \u00fcber Amsterdam und Ghana nach Togo.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Nach Togo ist die Flugzeit f\u00fcr Svenja ja noch \u00fcberschaubar. Pia-Marie, wie lang wirst du unterwegs sein?<br \/>Pia-Marie: <\/span>Deutlich mehr als einen Tag und es gibt eine Zeitverschiebung von f\u00fcnf Stunden.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Wie wird es mit den Sprachen sein?<br \/>Svenja:&nbsp; <\/span>Wir haben schon eine Woche Ewe lernen k\u00f6nnen und werden zu Beginn ein zweiw\u00f6chiges Sprachtraining haben. Ansonsten kommt man meist mit Franz\u00f6sisch weiter.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Pia-Marie:&nbsp;<\/span> Unser Sprachkurs f\u00fcr die laotische Sprache, die dem Thai \u00e4hnlich ist, wird auch bald sein. Das Verr\u00fcckte ist, dass dieselben Worte in unterschiedlicher Betonung v\u00f6llig andere Bedeutungen haben.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Svenja:&nbsp; <\/span>Das ist in der Ewe-Sprache auch so und eine besondere Herausforderung.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ihr werdet beide sehr einfach untergebracht sein. Wie stellt ihr euch das vor und wie habt ihr euch darauf eingestellt?<br \/>Pia-Marie:&nbsp; <\/span>Wir stellen uns darauf ein, dass wir zu zweit in einer sehr einfachen und sehr sparsam ausgestatteten kleinen Wohnung untergebracht sind und eine Gaskochstelle haben werden.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Svenja:&nbsp;<\/span> Ja, wir auch. W\u00e4sche wird mit der Hand gewaschen, Wasser zum Trinken und Z\u00e4hneputzen muss abgekocht werden. Aber die Vorg\u00e4nger lassen immer etwas da, was man gut gebrauchen kann.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Jahr getrennt von der Familie, dem Freund und den Freunden; das wird nicht leicht. Wie werdet ihr Kontakt halten?<br \/>Svenja:<\/span>&nbsp; Von Zeit zu Zeit werden wir versuchen zu skypen, aber ich m\u00f6chte mich gerne voll auf die Zeit dort konzentrieren.<br \/><span style=\"font-style: italic\">Pia-Marie:&nbsp; <\/span>Ich auch. Ich habe einen Blog laufen. In der ersten Zeit werde ich ein paarmal telefonieren, damit alle beruhigt sind, dass es mit gut geht.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Pia-Marie, du wirst in einem \u201eYouth Vocational Center\u201c im Landesinneren arbeiten. Was kommt da auf dich zu?<br \/>Pia-Marie:<\/span> Jugendliche k\u00f6nnen sich dort unabh\u00e4ngig von ihrer finanziellen Situation Kompetenzen aneignen, die sie besser f\u00fcr Ausbildung und Beruf qualifizieren. Ich werde vor allem Englisch unterrichten, aber auch zusammen mit Jugendlichen Projekte durchf\u00fchren, z.B. den Bau eines Spielplatzes oder Workshops mit Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Svenja, du wirst in der Eglise Evang\u00e9lique Presbyt\u00e9rienne du Togo, einer Partnerkirche der Norddeutschen Mission, zu der auch unsere oldenburgische Kirche geh\u00f6rt, leben und arbeiten. Was werden deine Aufgaben sein?<br \/>Svenja:&nbsp;<\/span> Ich werde in einer Schule vor allem 5. und 6. Klassen im Deutschunterricht, aber auch in den F\u00e4chern Englisch und Musik unterst\u00fctzen. W\u00e4hrend der Schulferien dort sind Praktika, z.B. im Kindergarten vorgesehen und ich kann wie Pia-Marie eigene Projekte organisieren. Und ich werde in einer Kirchengemeinde aktiv sein. Ich bin sehr gespannt, was sich da ergibt.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Die politische Situation in Togo als ehemalige deutsche Kolonie und langer Diktatur ist nicht einfach. Erst seit etwa zehn Jahren ist es friedlicher, aber ein gro\u00dfes Problem ist noch immer der Menschenhandel vor allem mit Kindern. Besorgt dich das?<br \/>Svenja:&nbsp;<\/span> Ja, klar macht das Sorgen. F\u00fcr uns gibt es klare Anweisungen: Nicht alleine gehen. Nicht im Dunkeln gehen. Wir sind da gut informiert worden.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Neben regelm\u00e4\u00dfigen Berichten ist f\u00fcr euch beide auch der Austausch mit anderen Freiwilligen w\u00e4hrend des Jahres vorgesehen.<br \/>Pia-Marie:<\/span>&nbsp; F\u00fcr uns beide gilt, dass in der Mitte der Zeit ein einw\u00f6chiges Seminar mit anderen FSJ-lern in der Region stattfindet und dass wir verl\u00e4ssliche Ansprechpartner haben. &nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch. Wir w\u00fcnschen euch alles Gute und Gottes Segen f\u00fcr euer FSJ und freuen uns auf eure Berichte, die wir von Zeit zu Zeit auf unserer Homepage ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrfen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Das Interview f\u00fchrte Joachim Mohwinkel.<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei junge Ehrenamtliche der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Delmenhorst\/Oldenburg Land beginnen in diesen Tagen ein Auslands-FSJ in Togo und Laos. Vor ihrem Abflug konnten wir sie f\u00fcr ein gemeinsames Interview gewinnen, bei dem deutlich wurde, dass es bei allen Unterschieden in Westafrika und S\u00fcdostasien doch einiges gibt, das \u00e4hnlich sein wird&#8230; Wodurch seid ihr auf die Idee eines Auslands-FSJ gekommen? Svenja:&nbsp; Ich hatte schon l\u00e4nger den Wunsch, nach dem Abi ein Jahr ins Ausland zu gehen. Nicht als Au-pair, sondern im Freiwilligendienst. 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