{"id":5022,"date":"2016-08-31T10:00:00","date_gmt":"2016-08-31T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kirchen-wollen-verbindungen-nach-syrien-staerken\/"},"modified":"2016-08-31T10:00:00","modified_gmt":"2016-08-31T08:00:00","slug":"kirchen-wollen-verbindungen-nach-syrien-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kirchen-wollen-verbindungen-nach-syrien-staerken\/","title":{"rendered":"Kirchen wollen Verbindungen nach Syrien st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Leer\/Hannover (epd). Evangelische Kirchen aus Niedersachsen wollen langfristige Partnerschaften mit dem kriegszerst\u00f6rten Syrien gr\u00fcnden. &quot;Die Christen in der Region brauchen Solidarit\u00e4t&quot;, sagte Martin Heimbucher, Kirchenpr\u00e4sident der Reformierten Kirche in Leer, am Mittwoch beim Besuch einer Delegation evangelischer Christen aus Syrien und dem Libanon. &quot;Sie ben\u00f6tigen finanzielle Hilfe f\u00fcr ihre Projekte und geistliche und ideelle R\u00fcckenst\u00e4rkung in ihrem gesellschaftlichen Engagement.&quot; Die reformierte Kirche wolle den Frieden im Nahen Osten zu einem Schwerpunkt der kirchlichen Arbeit machen.<\/p>\n<p>Auch die ev.-luth. Landeskirche Hannovers will ihre Verbindungen in den Nahen Osten ausbauen. &quot;Wir wollen die personelle Begegnung intensivieren und daneben eine ausreichende finanzielle Unterst\u00fctzung aufbauen&quot;, sagte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister. Im Gespr\u00e4ch ist unter anderem eine Schulpartnerschaft. In Syrien gibt es vier evangelische Schulen, in Niedersachsen sechs.<\/p>\n<p>&quot;Wir hoffen, dass sich auch eine Kirchengemeinde findet, die eine Partnerschaft mit einer Gemeinde dort eingeht&quot;, sagte Meister. Denkbar seien auch freiwillige Eins\u00e4tze junger Erwachsener in einem Fl\u00fcchtlingscamp im Libanon. Dort lebten zahlreiche Fl\u00fcchtlinge aus Syrien. Freiwillige k\u00f6nnten dort in der Bildungsarbeit helfen und Schulen unterst\u00fctzen. Meister hatte sich im Januar bei einer Reise nach Beirut \u00fcber die Situation der Christen in Syrien informiert.<\/p>\n<p>Die syrisch-libanesische Delegation besucht zurzeit mehrere Kirchen in Deutschland. Vor dem B\u00fcrgerkrieg h\u00e4tten Muslime und Christen in Syrien friedlich zusammengelebt, betonte der Generalsekret\u00e4r der dortigen Evangelischen Nationalsynode, Joseph Kassab. Doch mit dem fundamentalistischen Islam habe sich die Situation grundlegend gewandelt. Kirchen seien zerbombt und Christen vertrieben worden. &quot;Viele Christen wurden get\u00f6tet, allein deshalb, weil sie Christen waren.&quot; Die meisten syrischen Christen setzten ihre Hoffnungen auf den Pr\u00e4sidenten Assad, sagte Kassab. Dieser sei die bessere Alternative als die dschihadistischen Gruppen. Zudem d\u00fcrfe Syrien kein &quot;zerfallener Staat&quot; werden wie Somalia. <\/p>\n<p>Pfarrer Mofid Karajili aus dem zerst\u00f6rten Homs berichtete, vor dem Krieg h\u00e4tten rund 70.000 Christen in der dortigen Altstadt gelebt. Alle seien vertrieben worden. Nur 7.000 seien zur\u00fcckgekehrt, nachdem die radikalen Muslime abgezogen seien. Inzwischen \u00f6ffneten aber wieder Caf\u00e9s und Restaurants. &quot;Das gibt uns das Gef\u00fchl der Hoffnung.&quot; <\/p>\n<p>Najla Kassab, die Leiterin der kirchlichen Bildungsarbeit im Syrien und im Libanon, baut auf die christlichen Schulen. Hier lernten Christen und Muslime schon als Kinder, friedlich zusammenzuleben: &quot;Diese Schulen bieten ein Modell des Respekts an, und wir hoffen, das auf die ganze Gesellschaft \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen.&quot;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leer\/Hannover (epd). Evangelische Kirchen aus Niedersachsen wollen langfristige Partnerschaften mit dem kriegszerst\u00f6rten Syrien gr\u00fcnden. &quot;Die Christen in der Region brauchen Solidarit\u00e4t&quot;, sagte Martin Heimbucher, Kirchenpr\u00e4sident der Reformierten Kirche in Leer, am Mittwoch beim Besuch einer Delegation evangelischer Christen aus Syrien und dem Libanon. &quot;Sie ben\u00f6tigen finanzielle Hilfe f\u00fcr ihre Projekte und geistliche und ideelle R\u00fcckenst\u00e4rkung in ihrem gesellschaftlichen Engagement.&quot; Die reformierte Kirche wolle den Frieden im Nahen Osten zu einem Schwerpunkt der kirchlichen Arbeit machen. Auch die ev.-luth. 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