{"id":5028,"date":"2016-09-04T08:08:00","date_gmt":"2016-09-04T06:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wir-schaffen-das-spaltet-weiter-die-gemueter-merkel-verteidigt-fluechtlingspolitik\/"},"modified":"2016-09-04T08:08:00","modified_gmt":"2016-09-04T06:08:00","slug":"wir-schaffen-das-spaltet-weiter-die-gemueter-merkel-verteidigt-fluechtlingspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wir-schaffen-das-spaltet-weiter-die-gemueter-merkel-verteidigt-fluechtlingspolitik\/","title":{"rendered":"\u00abWir schaffen das\u00bb spaltet weiter die Gem\u00fcter &#8211; Merkel verteidigt Fl\u00fcchtlingspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Auch nach einem Jahr wird Angela Merkels Satz \u00abWir schaffen das\u00bb noch kontrovers diskutiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kirche kommen zu unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen, w\u00e4hrend die Kanzlerin ihre Fl\u00fcchtlingspolitik verteidigt.<\/p>\n<p>Berlin\/Braunschweig (epd). Ein Jahr nach dem Satz \u00abWir schaffen das\u00bb von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehen die Meinungen dar\u00fcber weiter auseinander. Merkel verteidigte ihre damalige Entscheidung, mehrere Tausend in Ungarn gestrandete Fl\u00fcchtlinge ins Land zu lassen, als Akt humanit\u00e4rer Verantwortung. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizi\u00e8re (CDU) h\u00e4lt die Entscheidung vom vergangenen Herbst, die Grenze nicht zu schlie\u00dfen, f\u00fcr richtig. Die K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeisterin Henriette Reker forderte mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Kommunen in der Fl\u00fcchtlingshilfe. Der Bundesverband der Deutschen Industrie verlangte, Fl\u00fcchtlinge schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren.<\/p>\n<p>\u00abEs ist vollkommen klar, dass sich ein solches Jahr wie das letzte nicht einfach wiederholen kann. Dass wir uns aber dieser humanit\u00e4ren Verantwortung gestellt haben und weiter stellen, war richtig\u00bb, sagte Merkel in einem Interview der \u00abBild\u00bb-Zeitung (Samstagsausgabe). Die Kanzlerin betonte, dass Deutschland die Herausforderungen aufgrund seiner guten wirtschaftlichen Lage meistern k\u00f6nne. Zudem seien f\u00fcr niemanden wegen der Fl\u00fcchtlingshilfe Leistungen gek\u00fcrzt worden. \u00abF\u00fcr Neiddebatten gibt es also keinen Anlass\u00bb, unterstrich Merkel.<\/p>\n<p>Zugleich forderte die Regierungschefin die Fl\u00fcchtlinge auf, die hierzulande geltenden Regeln einzuhalten. Sie m\u00fcssten die Gesetze und das Grundgesetz akzeptieren. Au\u00dferdem m\u00fcssten sie sich um Arbeit und Ausbildung bem\u00fchen. \u00abWenn uns die Integration der Fl\u00fcchtlinge gelingt, n\u00fctzt das beiden Seiten\u00bb, betonte Merkel.<\/p>\n<p>Auch Bundesinnenminister de Maizi\u00e8re verteidigte die Entscheidung, die Grenze nicht zu schlie\u00dfen: \u00abAngesichts der gro\u00dfen Zahl der Zuwanderer h\u00e4tte die Schlie\u00dfung zu Situationen an der Grenze gef\u00fchrt, die keiner wollte oder in der \u00d6ffentlichkeit akzeptiert h\u00e4tte\u00bb, sagte er der \u00abWelt am Sonntag\u00bb. Es sei \u00abpure Illusion\u00bb zu glauben, dass eine Grenzschlie\u00dfung das Land vor einer hohen Zuwanderung bewahrt h\u00e4tte.\u00ab Eine Situation wie im vergangenen Herbst und Winter d\u00fcrfe sich aber nicht wiederholen.<\/p>\n<p>Die K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeisterin Reker sagte, sie glaube trotz der Vorf\u00e4lle in der Silvesternacht und dem Attentat auf sie weiter an Merkels Satz \u00bbWir schaffen das\u00ab. \u00bbIch habe diesen Satz damals und auch heute noch als Aufforderung verstanden, zusammen &#8211; jeder nach seinen Kr\u00e4ften &#8211; der Welt ein freundliches Gesicht zu zeigen\u00ab, sagte die parteilose Kommunalpolitikerin im Deutschlandfunk. Allerdings m\u00fcssten sich Bund und L\u00e4nder finanziell st\u00e4rker an den Kosten f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingshilfe beteiligen.<\/p>\n<p>Auch der K\u00f6lner Erzbischof Rainer Maria Woelki lobte die Haltung Merkels in der Fl\u00fcchtlingspolitik. \u00bbIch bin sehr dankbar f\u00fcr dieses starke Wort der Kanzlerin, die so mithalf, dass Tausende von bedrohten Fl\u00fcchtlingen bei uns einen sicheren Aufenthaltsort fanden\u00ab, sagte der Kardinal am Sonntag in seinem \u00bbWort des Bischofs\u00ab im K\u00f6lner Bistumssender Domradio. Merkel habe diesen Ausspruch gew\u00e4hlt, \u00bbobwohl sie wissen musste, welche Schwierigkeiten mit der Aufnahme und Integration von Fl\u00fcchtlingen auf Deutschland zukamen\u00ab.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, \u00e4u\u00dferte sich dagegen kritisch und forderte neue Anstrengungen zur Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt. \u00bbInsgesamt h\u00e4tten wir uns etwas mehr Mut gew\u00fcnscht\u00ab, sagte er den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben), zu denen auch die \u00bbBraunschweiger Zeitung\u00ab geh\u00f6rt. Er sprach sich daf\u00fcr aus, das Besch\u00e4ftigungsverbot in der Zeitarbeit vollst\u00e4ndig auszusetzen. Es m\u00fcsse gelingen, Fl\u00fcchtlinge \u00bbbesser und schneller in offizielle Besch\u00e4ftigung zu bringen&quot;, sagte Grillo. Zugleich wies er Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck, die Unternehmen engagierten sich zu wenig f\u00fcr die Integration der Fl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch nach einem Jahr wird Angela Merkels Satz \u00abWir schaffen das\u00bb noch kontrovers diskutiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kirche kommen zu unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen, w\u00e4hrend die Kanzlerin ihre Fl\u00fcchtlingspolitik verteidigt. Berlin\/Braunschweig (epd). Ein Jahr nach dem Satz \u00abWir schaffen das\u00bb von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehen die Meinungen dar\u00fcber weiter auseinander. Merkel verteidigte ihre damalige Entscheidung, mehrere Tausend in Ungarn gestrandete Fl\u00fcchtlinge ins Land zu lassen, als Akt humanit\u00e4rer Verantwortung. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizi\u00e8re (CDU) h\u00e4lt die Entscheidung vom vergangenen Herbst, die Grenze nicht zu schlie\u00dfen, f\u00fcr richtig. 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