{"id":5083,"date":"2016-09-18T20:58:00","date_gmt":"2016-09-18T18:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/knast-kino-und-kirche\/"},"modified":"2016-09-18T20:58:00","modified_gmt":"2016-09-18T18:58:00","slug":"knast-kino-und-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/knast-kino-und-kirche\/","title":{"rendered":"Knast, Kino und Kirche"},"content":{"rendered":"<p>Knast, Kino und Kirche. Knast, Kino und Kirche. Beim Internationalen Oldenburger Filmfest kamen diese drei \u201eKs\u201c in diesem Jahr zusammen. Denn der Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, er\u00f6ffnete am Freitagnachmittag das Filmfest hinter Gittern. Seit elf Jahren werden w\u00e4hrend des Filmfestes in Oldenburg auch in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Oldenburg Filme gezeigt. <\/p>\n<p>F\u00fcr Bischof Jan Janssen war es selbstverst\u00e4ndlich als Festredner zuzusagen. \u201eDas ist eine gro\u00dfe Chance \u00c4ngste abzubauen und Br\u00fccken zwischen verschiedenen Milieus zu bilden\u201c, betonte Janssen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum gelingenden Miteinander der Gesellschaft. \u201eKnast, Kino und Kirche, das ist hier in der Gef\u00e4ngniskapelle ganz richtig\u201c, sagte Janssen. Denn im Gef\u00e4ngnis gehe es, genau wie im Film und im Glauben, um Themen wie Leben und Tod, Bestrafung und Befreiung. \u201eDer Film heute soll ein Fenster \u00f6ffnen\u201c, brachte Janssen seine Hoffnung zum Ausdruck. Und zwar nicht nur f\u00fcr die JVA-Insassen, sondern auch f\u00fcr die Besucher, die nach dem Film auf Wunsch auch eine F\u00fchrung durch die JVA erleben konnten. <\/p>\n<p>JVA-Leiter Gerd Koop dankte Janssen f\u00fcr seine Rede. Er betonte, wie wichtig die Kirche f\u00fcr die Vollzugsarbeit sei. \u201eIn der Gef\u00e4ngnisseelsorge kann alles gesagt werden. Die Seelsorger m\u00fcssen Wahrheiten aushalten\u201c, berichtete er \u00fcber die wichtige Arbeit der Gef\u00e4ngnisseelsorger. Dass das Filmfest seit elf Jahren in der JVA zu Gast ist, passt f\u00fcr Koop hervorragend zum Motto der JVA Oldenburg: \u201eMorgen sind die Gefangenen von heute wieder unserer Nachbarn.\u201c Nach dieser Maxime wird dort gehandelt. \u201eWir sind kein Knast, sondern eine \u00dcbungswerkstatt\u201c, betont Koop. In der JVA sollen die Gefangenen sich ver\u00e4ndern und an sich arbeiten. \u201eDas Leid der Opfer kann man nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Aber es muss nach Verb\u00fc\u00dfung der Strafe eine M\u00f6glichkeit geben, wieder ein normales Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4uterte Koop.<\/p>\n<p>Und ein Schritt dazu sind auch die Filmvorf\u00fchrungen in der JVA w\u00e4hrend des Filmfestes. Alle drei Veranstaltungen sind ausverkauft. Zum Auftakt am Freitag erlebten die Zuschauer den Film \u201eTod einer Legende\u201c. Der Kroatien-Krimi \u00fcberraschte die Zuschauer mit immer wieder neuen Wendungen. Nach der Filmvorf\u00fchrung hatten die Zuschauer dann die Gelegenheit den Regisseur Michael Kreindl und die Hauptdarstellerin Neda Rahmanian zum Dreh zu befragen.<br \/>F\u00fcr Bischof Jan Janssen war es selbstverst\u00e4ndlich als Festredner zuzusagen. \u201eDas ist eine gro\u00dfe Chance \u00c4ngste abzubauen und Br\u00fccken zwischen verschiedenen Milieus zu bilden\u201c, betonte Janssen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum gelingenden Miteinander der Gesellschaft. \u201eKnast, Kino und Kirche, das ist hier in der Gef\u00e4ngniskapelle ganz richtig\u201c, sagte Janssen. Denn im Gef\u00e4ngnis gehe es, genau wie im Film und im Glauben, um Themen wie Leben und Tod, Bestrafung und Befreiung. \u201eDer Film heute soll ein Fenster \u00f6ffnen\u201c, brachte Janssen seine Hoffnung zum Ausdruck. Und zwar nicht nur f\u00fcr die JVA-Insassen, sondern auch f\u00fcr die Besucher, die nach dem Film auf Wunsch auch eine F\u00fchrung durch die JVA erleben konnten. <\/p>\n<p>JVA-Leiter Gerd Koop dankte Janssen f\u00fcr seine Rede. Er betonte, wie wichtig die Kirche f\u00fcr die Vollzugsarbeit sei. \u201eIn der Gef\u00e4ngnisseelsorge kann alles gesagt werden. Die Seelsorger m\u00fcssen Wahrheiten aushalten\u201c, berichtete er \u00fcber die wichtige Arbeit der Gef\u00e4ngnisseelsorger. Dass das Filmfest seit elf Jahren in der JVA zu Gast ist, passt f\u00fcr Koop hervorragend zum Motto der JVA Oldenburg: \u201eMorgen sind die Gefangenen von heute wieder unserer Nachbarn.\u201c Nach dieser Maxime wird dort gehandelt. \u201eWir sind kein Knast, sondern eine \u00dcbungswerkstatt\u201c, betont Koop. In der JVA sollen die Gefangenen sich ver\u00e4ndern und an sich arbeiten. \u201eDas Leid der Opfer kann man nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Aber es muss nach Verb\u00fc\u00dfung der Strafe eine M\u00f6glichkeit geben, wieder ein normales Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4uterte Koop.<\/p>\n<p>Und ein Schritt dazu sind auch die Filmvorf\u00fchrungen in der JVA w\u00e4hrend des Filmfestes. Alle drei Veranstaltungen sind ausverkauft. Zum Auftakt am Freitag erlebten die Zuschauer den Film \u201eTod einer Legende\u201c. Der Kroatien-Krimi \u00fcberraschte die Zuschauer mit immer wieder neuen Wendungen. Nach der Filmvorf\u00fchrung hatten die Zuschauer dann die Gelegenheit den Regisseur Michael Kreindl und die Hauptdarstellerin Neda Rahmanian zum Dreh zu befragen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knast, Kino und Kirche. Knast, Kino und Kirche. Beim Internationalen Oldenburger Filmfest kamen diese drei \u201eKs\u201c in diesem Jahr zusammen. Denn der Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, er\u00f6ffnete am Freitagnachmittag das Filmfest hinter Gittern. Seit elf Jahren werden w\u00e4hrend des Filmfestes in Oldenburg auch in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Oldenburg Filme gezeigt. F\u00fcr Bischof Jan Janssen war es selbstverst\u00e4ndlich als Festredner zuzusagen. \u201eDas ist eine gro\u00dfe Chance \u00c4ngste abzubauen und Br\u00fccken zwischen verschiedenen Milieus zu bilden\u201c, betonte Janssen. 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