{"id":5085,"date":"2016-09-19T11:02:00","date_gmt":"2016-09-19T09:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/religionen-in-oldenburg-treten-fuer-grundrechte-ein\/"},"modified":"2016-09-19T11:02:00","modified_gmt":"2016-09-19T09:02:00","slug":"religionen-in-oldenburg-treten-fuer-grundrechte-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/religionen-in-oldenburg-treten-fuer-grundrechte-ein\/","title":{"rendered":"Religionen in Oldenburg treten f\u00fcr Grundrechte ein"},"content":{"rendered":"<p>Wie weit geht Religionsfreiheit im demokratischen Staat? Welche Grenzen sind zu beachten, und wie gestaltet sich damit das Verh\u00e4ltnis der Religionen zum Staat? F\u00fcr die kommunale Ebene der Stadt Oldenburg hat der Arbeitskreis Religionen solche Fragen in der jetzt vorgelegten Erkl\u00e4rung \u201eGrundwerte, Grundrechte und Religionsfreiheit\u201c bedacht. &nbsp;<\/p>\n<p>Damit haben sich die Oldenburger Religionsgemeinschaften auf ein einheitliches Verst\u00e4ndnis der Grundwerte und -rechte geeinigt, trotz vieler Unterschiede in der eigenen Lehre und in der gemeindlichen Praxis. Eine solche Selbstverpflichtung zum demokratischen Staat und seinen Grundwerten ist auf kommunaler Ebene in Deutschland mit der Oldenburger Erkl\u00e4rung wohl zum ersten Mal gelungen. <\/p>\n<p>In dem Papier werden die ersten f\u00fcnf Artikel des Grundgesetzes aus der Sicht der im Arbeitskreis vertretenen Religionen in Oldenburg interpretiert und f\u00fcr die gemeinsame Arbeit als verbindlich erkl\u00e4rt. Von der Freiheit der Person \u00fcber die Gleichheit vor dem Gesetz bis zur Meinungsfreiheit werden die Grundwerte und -rechte vom Standpunkt der Religionsfreiheit erl\u00e4utert. Welche Freiheiten, aber auch welche Begrenzungen sich f\u00fcr die Religionen selbst, in Ihrem Verh\u00e4ltnis zueinander bzw. gegen\u00fcber dem Staat ergeben, wird verdeutlicht. So wird z. B. die Gleichberechtigung von Frauen und M\u00e4nnern als \u201eohne wenn und aber\u201c g\u00fcltig bezeichnet. &nbsp;<\/p>\n<p>Angesichts gro\u00dfer Verunsicherungen \u00fcber Religionsfreiheit in Deutschland kann die Erkl\u00e4rung Hilfestellung bei der Einordung von Konflikten zwischen Religionen und Gesellschaft geben; nicht zuletzt auch f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund, denen das deutsche Prinzip der Religionsfreiheit in ihrer Gebundenheit an die Grundwerte und -rechte oft nicht gel\u00e4ufig ist, bzw. aufgrund ihres Traditionshintergrundes nicht gel\u00e4ufig sein kann. <\/p>\n<p>F\u00fcr die unterzeichnenden Religionen in Oldenburg dient das Papier aber nicht nur zur Selbstverst\u00e4ndigung untereinander bzw. zur Information; sie verpflichten sich damit auch zur aktiven Arbeit an der Verwirklichung der im Grundgesetz genannten Normen. <\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich sind Religionen, die noch nicht im Arbeitskreis vertreten sind, eingeladen, das Papier auch f\u00fcr sich zu \u00fcbernehmen.&nbsp; &nbsp;<br \/>\n<br \/>Die Erkl\u00e4rung des Arbeitskreises Religionen ist abrufbar unter: http:\/\/www.praeventionsrat-oldenburg.de\/pdf\/AK%20Religionen_Grundwerte.pdf<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie weit geht Religionsfreiheit im demokratischen Staat? 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