{"id":5129,"date":"2016-09-25T14:26:00","date_gmt":"2016-09-25T12:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/lesen-ist-fuer-mich-eine-art-lebensmitte\/"},"modified":"2016-09-25T14:26:00","modified_gmt":"2016-09-25T12:26:00","slug":"lesen-ist-fuer-mich-eine-art-lebensmitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/lesen-ist-fuer-mich-eine-art-lebensmitte\/","title":{"rendered":"\u201eLesen ist f\u00fcr mich eine Art Lebensmitte\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In erfundenen Geschichten findet sich viel Lebensweisheit und deshalb betonte Bischof Jan Janssen beim Lesefest der Oldenburger Bibliotheken: \u201eLesen ist f\u00fcr mich eine Art Lebensmittel.\u201c Deshalb war es f\u00fcr den Oldenburger Bischof selbstverst\u00e4ndlich, beim Lesefest entlang der Peterstra\u00dfe selbst ein Buch vorzustellen. Er las aus Jenny Erpenbecks \u201eGehen, ging, gegangen\u201c. Das Buch handelt von einem emeritierten Professor, der beginnt, sich f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu engagieren. Insgesamt hatten die Besucherinnen und Besucher die Chance, in 30-min\u00fctigen Lesungen in bis zu zehn verschiedene B\u00fccher hineinzuschnuppern.<\/p>\n<p>Mit dem Lesefest wollten die Veranstalter auf die Verleihung des Evangelischen Buchpreises aufmerksam machen, der am kommenden Mittwoch, 28. September, in der Stadt vergeben wird. Dann wird Bischof Jan Janssen den Preis in der St. Lamberti-Kirche an die Wiener Illustratorin und Autorin Helga Bansch verleihen. Sie erh\u00e4lt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung f\u00fcr ihr Bilderbuch &quot;Die Rabenrosa&quot;. Eine Jury hatte das Buch aus 99 Vorschl\u00e4gen von Leserinnen und Lesern ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Auch die zehn B\u00fccher, die beim Lesefest vorgestellt wurden, waren alle unter diesen 99 Vorschl\u00e4gen und hatten es auf die Auswahlliste f\u00fcr den Preis geschafft. \u201eWir wollten auch diese B\u00fccher w\u00fcrdigen und bekannt machen\u201c, betonte die Leiterin der Landesbibliothek, Corinna Roeder, im Namen der Arbeitsgemeinschaft Oldenburger Bibliotheken. <\/p>\n<p>Sie und Janssen freuten sich nach der ersten Lesung \u00fcber das gro\u00dfe Interesse an der Veranstaltung. \u201eEs war ein Experiment und wir k\u00f6nnen sagen, es ist gelungen\u201c, sagte Roeder mit Blick auf die 40 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer, die sich von Janssen aus Erpenbecks Roman vorlesen lie\u00dfen. Der Bischof lie\u00df das Buch selbst wirken und las zun\u00e4chst vom Beginn des Buches und gab dann noch einen kurzen Einblick in den weiteren Verlauf. \u201eDas Ende werde ich nicht verraten\u201c, betonte er. <\/p>\n<p>Parallel waren auch die anderen Lesungen entlang der Peterstra\u00dfe gut besucht. \u201eIch mag das Konzept\u201c, lobte Barbara Heinzerling. Die Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung nutzte die Gelegenheit, mehrere Lesungen nacheinander wahrnehmen zu k\u00f6nnen und flanierte &#8211; genau wie die anderen Besucherinnen und Besucher &#8211; von Vorleseort zu Vorleseort. Neben Janssen lasen unter anderem die Oldenburger Leichtathletin und Olympia-Teilnehmerin Ruth Spelmeyer und Oberkirchenr\u00e4tin Annette Christine Lenk.<\/p>\n<p><b><\/b><br \/>\n<b><\/b><br \/>\n<b>\u201eDer Traum von Olympia\u201d,&nbsp;<\/b><br \/>\n<b>vorgestellt von Ruth Spelmeyer im Forum St. Peter<\/b><br \/>Die dramatische und sehr bewegende Geschichte \u201eDer Traum von Olympia\u201d von der somalischen L\u00e4uferin und Olympiateilnehmerin Samia Yusuf Omar erz\u00e4hlt der Autor Reinhard Kleist in der Form des Graphic-Novel-Stils. &nbsp;Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. In ihrer Heimat wurde die Sportlerin Samia von islamistischen Extremisten bedroht, da sie als Frau Sport treibt. Samia versuchte nach Europa zu fl\u00fcchten, um an den olympischen Spielen in London 2012 teilzunehmen. Dabei ertrank sie 2012 im Alter von 21 Jahren vor der K\u00fcste Maltas im Mittelmeer.&nbsp;<br \/>\nRuth Spelmeyer nahm als Sprinterin an der Olympiade 2016 teil. Die Oldenburgerin f\u00fchlt sich mit Samia und ihrem tragischen Schicksal verbunden: \u201eDie junge somalische Sportlerin konnte ihren Traum nicht verwirklichen kann, im Gegensatz zu mir\u201c. &nbsp;<\/p>\n<p><b>\u201eBaba Dunjas letzte Liebe\u201c, <\/b><br \/>\n<b>vorgestellt von Oberkirchenr\u00e4tin Annette-Christine Lenk, in der Friedenskirche.<\/b><br \/>Eine ber\u00fchrende Geschichte in Ich-Form geschrieben ist das Buch \u201eBaba Dunjas letzte Liebe\u201c, der Autorin Alina Bronsky. Baba Dunja kehrte als erste in ihr Heimatdorf Tschernowo zur\u00fcck, das in einem stark verstrahlten Gebiet nahe Tschernobyl liegt. In der Todeszone des ehemaligen Reaktors lebte sie alleine, versorgte sich mit Obst, Gem\u00fcse und Kr\u00e4utern aus einem ehemaligen Gew\u00e4chshaus und der Natur. Gemeinsam mit anderen R\u00fcckkehrern baute sie sich dort wieder ein Leben auf, ohne Angst vor der t\u00f6dlichen Strahlung. Eine faszinierende und fesselnde, durch das immer aktuell bleibende Thema, eine sehr nah gehende Erz\u00e4hlung von einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Frau, die im hohen Alter in ihrer alten Heimat ein selbstbestimmtes Paradies findet.&nbsp;<\/p>\n<p>Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 vom Evangelischen Literaturportal als dem Dachverband evangelischer \u00f6ffentlicher B\u00fcchereien aufgrund von Leserempfehlungen verliehen. \u201eSie k\u00f6nnen jetzt B\u00fccher f\u00fcr den Evangelischen Buchpreis 2017 empfehlen\u201c, betonte Roeder die M\u00f6glichkeit sich an dem Preis zu beteiligen.&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Kerstin Kempermann, Ev. Zeitung Oldenburg und B\u00e4rbel Romey.<br \/><\/span><br \/>Mehr zum Evangelischen Buchpreis finden Sie unter: www.evangelischerbuchpreis.de&nbsp; <\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In erfundenen Geschichten findet sich viel Lebensweisheit und deshalb betonte Bischof Jan Janssen beim Lesefest der Oldenburger Bibliotheken: \u201eLesen ist f\u00fcr mich eine Art Lebensmittel.\u201c Deshalb war es f\u00fcr den Oldenburger Bischof selbstverst\u00e4ndlich, beim Lesefest entlang der Peterstra\u00dfe selbst ein Buch vorzustellen. Er las aus Jenny Erpenbecks \u201eGehen, ging, gegangen\u201c. Das Buch handelt von einem emeritierten Professor, der beginnt, sich f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu engagieren. Insgesamt hatten die Besucherinnen und Besucher die Chance, in 30-min\u00fctigen Lesungen in bis zu zehn verschiedene B\u00fccher hineinzuschnuppern. 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