{"id":5205,"date":"2016-10-06T14:03:00","date_gmt":"2016-10-06T12:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/experten-deutschland-braucht-fluechtlingsforschung\/"},"modified":"2016-10-06T14:03:00","modified_gmt":"2016-10-06T12:03:00","slug":"experten-deutschland-braucht-fluechtlingsforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/experten-deutschland-braucht-fluechtlingsforschung\/","title":{"rendered":"Experten: Deutschland braucht Fl\u00fcchtlingsforschung"},"content":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Die Forschung zu Flucht und Fl\u00fcchtlingen ist in Deutschland nach Ansicht von Wissenschaftlern bislang str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt worden. &quot;Bis heute gibt es weder ein Institut noch eine Professur zur Fl\u00fcchtlingsforschung&quot;, kritisierte der Direktor des Osnabr\u00fccker Instituts f\u00fcr Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Andreas Pott, am Donnerstag zum Auftakt der bundesweit ersten Konferenz zur Fl\u00fcchtlingsforschung in Osnabr\u00fcck. Das m\u00fcsse sich dringend \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Eine von tagespolitischen Konjunkturen unabh\u00e4ngige Grundlagenforschung sei notwendig, um Perspektiven f\u00fcr eine Fl\u00fcchtlingspolitik entwickeln und konkrete Empfehlungen geben zu k\u00f6nnen, sagte Pott am Rande der Veranstaltung dem Evangelischen Pressedienst (epd): &quot;Noch wissen wir viel zu wenig. Wir wissen weder genug \u00fcber den Gegenstand und seine dynamische Ver\u00e4nderung noch \u00fcber parallel laufende Forschungsanstrengungen.&quot; Im englischsprachigen Raum, etwa in Gro\u00dfbritannien, den USA, Australien oder Kanada, w\u00fcrden Asyl und Flucht bereits seit 30 Jahren systematisch erforscht.<\/p>\n<p>Zu der dreit\u00e4gigen Konferenz unter dem Titel &quot;65 Jahre Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention&quot; treffen sich noch bis Sonnabend rund 300 Migrations- und Konfliktforscher, Politologen, Historiker, P\u00e4dagogen, Geografen und Soziologen aus ganz Deutschland. Diskussionsgegenstand sei nicht nur die Fl\u00fcchtlingskonvention, die bis heute die Grundlage des Fl\u00fcchtlingsschutzes sei, betonte Konferenzleiter Olaf Kleist. Die Experten wollten sich vor allem \u00fcber die neuesten Ergebnisse aus allen Gebieten der Fl\u00fcchtlingsforschung austauschen. <\/p>\n<p>Rund 200 weitere Interessenten mussten nach Angaben des Konferenzleiters aus Platzmangel abgewiesen werden. &quot;Schon das zeigt den enormen Bedarf f\u00fcr eine solche Plattform.&quot; Zurzeit werde durchaus an vielen Standorten \u00fcber einzelne Ph\u00e4nomene wie Fluchtursachen und Fluchtwege, Integration oder Asylpolitik geforscht. &quot;Aber all diese Aspekte geh\u00f6ren zusammen, bedingen einander und m\u00fcssen umfassend und fach\u00fcbergreifend diskutiert werden&quot;, erl\u00e4uterte Kleist. <\/p>\n<p>So k\u00f6nne etwa eine gelungene Integration von Fl\u00fcchtlingen in demokratische Gesellschaften den Aufbau von demokratischen Strukturen im Herkunftsland bef\u00f6rdern. &quot;Deshalb ist es notwendig, abseits von Einzelprojekten dauerhafte Strukturen in der Fl\u00fcchtlingsforschung zu schaffen.&quot;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/p>\n<p>Bereits vor drei Jahren habe er deshalb gemeinsam mit Kollegen das &quot;Netzwerk Fl\u00fcchtlingsforschung&quot; f\u00fcr deutsche und internationale Wissenschaftler gegr\u00fcndet, betonte der Migrationsforscher. Unter dem Dach des Netzwerkes wurde die Konferenz organisiert. Gastgeber ist das Institut f\u00fcr Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck (epd). Die Forschung zu Flucht und Fl\u00fcchtlingen ist in Deutschland nach Ansicht von Wissenschaftlern bislang str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt worden. &quot;Bis heute gibt es weder ein Institut noch eine Professur zur Fl\u00fcchtlingsforschung&quot;, kritisierte der Direktor des Osnabr\u00fccker Instituts f\u00fcr Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Andreas Pott, am Donnerstag zum Auftakt der bundesweit ersten Konferenz zur Fl\u00fcchtlingsforschung in Osnabr\u00fcck. Das m\u00fcsse sich dringend \u00e4ndern. 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