{"id":5236,"date":"2016-10-16T15:29:00","date_gmt":"2016-10-16T13:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ministerpraesident-lebendige-politik-ist-aufgabe-fuer-alle\/"},"modified":"2016-10-16T15:29:00","modified_gmt":"2016-10-16T13:29:00","slug":"ministerpraesident-lebendige-politik-ist-aufgabe-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ministerpraesident-lebendige-politik-ist-aufgabe-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Ministerpr\u00e4sident: Lebendige Politik ist Aufgabe f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p>Loccum\/Kr. Nienburg (epd). Der nieders\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) hat sich f\u00fcr eine lebendige Politik und Demokratie ausgesprochen. \u00abDaf\u00fcr m\u00fcssen wir alle gemeinsam, also der Staat, die Kirche sowie Kultur- und Bildungsinstitutionen k\u00e4mpfen\u00bb, sagte Weil am Samstagabend bei einer Podiumsdiskussion im Kloster Loccum. Gemeinsam mit dem hannoverschen Landesbischof Ralf Meister und dem Sozialpsychologen Professor Harald Welzer ging er der Frage nach, wie der Dialog zwischen Staat und Kirche gegenw\u00e4rtig aussieht und wie er aussehen sollte.<\/p>\n<p>Hintergrund war Martin Luthers Anfang 1523 erschienene Schrift \u00abVon weltlicher Obrigkeit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei\u00bb, die eine theologische Auseinandersetzung \u00fcber das Verh\u00e4ltnis eines Christen zur weltlichen Obrigkeit zum Inhalt hat. Der Ministerpr\u00e4sident hob hervor, dass bereits Luther den Christen eine aktive Rolle in der Politik zugewiesen habe, indem er sie aufrief, \u00f6ffentliche \u00c4mter zu \u00fcbernehmen. \u00abDie Einmischung in und die Kritik an Politik durch die B\u00fcrger finde ich gut und fordere sie auch weiter ein.\u00bb<\/p>\n<p>Im Blick auf die Kirchen sagte Weil, die gute Sicht auf das Gemeinwesen und die ethische Position der Kirche seien nicht nur gew\u00fcnscht, sondern auch gefordert. Die hannoverschen Landesbisch\u00f6fe seien schon immer ein wichtiger Ratgeber f\u00fcr die Ministerpr\u00e4sidenten gewesen: \u00abPolitik ist nicht einfach. Auch Politiker machen Fehler.\u00bb<\/p>\n<p>Landesbischof Ralf Meister sagte, Luther habe die weltliche und die christliche Obrigkeit zwar nicht getrennt, aber unterschieden. Die Kirche d\u00fcrfe nicht als W\u00e4chter der Politik betrachtet werden. \u00abWir sehen uns da eher als wichtiger Beobachter der Demokratie.\u00bb<\/p>\n<p>Der Staat d\u00fcrfe in die Meinungs- und Religionsfreiheit des Einzelnen nicht hineinreden, aber er m\u00fcsse diese Freiheiten sch\u00fctzen. Die Landeskirche diskutiere zurzeit \u00fcber eine \u00dcberarbeitung ihrer Verfassung. Er sei daf\u00fcr, das Thema Menschenrechte und Menschenw\u00fcrde mit aufzunehmen, betonte der Bischof. Das w\u00e4re ein wegweisender Schritt in einer Kirchenverfassung.<\/p>\n<p>Auch der Flensburger Zukunftsforscher Welzer sagte, Politik sei eine allgemeine b\u00fcrgerliche Aufgabe und \u00abnicht nur das, was am Abend bei Anne Will passiert\u00bb. Volksentscheide seien keine L\u00f6sung, \u00abda die Mediengesellschaft auch kurzfristig Stimmungen ver\u00e4ndern und Tendenzen in eine bestimmte Richtung forcieren kann\u00bb. Statt allein auf Bildung zu setzen, m\u00fcssten Werte praktisch gelebt werden: \u00abDie Bildung eines Menschen wird radikal \u00fcberbewertet und sch\u00fctzt nicht vor Gegenmenschlichkeit.\u00bb<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Loccum\/Kr. Nienburg (epd). 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