{"id":5284,"date":"2016-10-29T15:14:00","date_gmt":"2016-10-29T13:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/psychologin-respektlosigkeit-gegen-polizisten-nimmt-zu\/"},"modified":"2016-10-29T15:14:00","modified_gmt":"2016-10-29T13:14:00","slug":"psychologin-respektlosigkeit-gegen-polizisten-nimmt-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/psychologin-respektlosigkeit-gegen-polizisten-nimmt-zu\/","title":{"rendered":"Psychologin: Respektlosigkeit gegen Polizisten nimmt zu"},"content":{"rendered":"<p>Oldenburg\/Hannover (epd). Die Polizei muss nach Ansicht der Psychologin Bettina Zietlow neue Wege finden, um der wachsenden Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft gegen\u00fcber Polizeibeamten zu begegnen. \u00abPolizisten werden immer seltener als Respektsperson akzepiert\u00bb, sagte die Expertin des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen mit Sitz in Hannover im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) nach einer Fachtagung mit Polizeiseelsorgern in Oldenburg. Problematisch seien nicht Eins\u00e4tze gegen linke oder rechte Chaoten, sondern scheinbare Bagatellf\u00e4lle.<\/p>\n<p>\u00abDie Menschen erwarten zurecht, dass sie von einem Polizisten in Uniform h\u00f6flich und mit Respekt behandelt werden\u00bb, sagte Zietlow. Das gelte aber offenbar nicht mehr in die andere Richtung. Immer h\u00e4ufiger w\u00fcrden die Beamten aus einer scheinbar harmlosen Situation heraus pl\u00f6tzlich angep\u00f6belt, angespuckt und handgreiflich angegriffen.<\/p>\n<p>Zietlow berichtete von einer mehr als 50-j\u00e4hrigen Frau, die in einer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone unerlaubterweise mit dem Fahrrad unterwegs war. Als ein Polizist sie aufgefordert habe abzusteigen und zu schieben, sei die Situation binnen Sekunden eskaliert. Die Frau habe ihr Rad auf den Polizisten geworfen und ihn angegriffen. Nur mit Not habe der Beamte die Frau niederringen k\u00f6nnen und dann auf Verst\u00e4rkung warten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Polizisten seien meist sozial engagierte Menschen, die ihren Beruf gew\u00e4hlt h\u00e4tten, um Menschen zu helfen, unterstrich die Expertin. In fr\u00fcheren Jahren sei ein Polizist beispielsweise zu einer Kneipensch\u00e4gerei gekommen, \u00abund dann war Ruhe\u00bb. Allein die Pr\u00e4senz des Beamten habe die Situation entsch\u00e4rft. Heute m\u00fcssten die Streifenpolizisten \u00fcber die Sinnhaftigkeit von Halteverbotsschildern und roten Ampeln streiten. Gerade gebildete Akademiker seien dabei nur schwer von ihrer Meinung abzubringen. \u00abDas ist auf die Dauer frustrierend.\u00bb<\/p>\n<p>Einen Grund f\u00fcr die wachsende Aggression in der Gesellschaft sieht die Psychologin in der zunehmenden Individualisierung. \u00abEs ist gut und richtig, dass Kinder schon in der Kita lernen, selbstbewusst f\u00fcr die eigenen Interessen einzutreten.\u00bb Doch f\u00fchre diese Entwicklung nicht automatisch auch zu einer sozialen Reife. \u00abDie individuelle Freiheit wird von immer mehr Menschen als Alternative zur allgemeinen Ordnung verstanden.\u00bb Dies sei ein gef\u00e4hrlicher \u00abKulturverlust im zwischenmenschlichen Verhalten\u00bb. Der Achtung gegen\u00fcber einem anderen Menschen spiele f\u00fcr viele keine Rolle mehr, wenn diese Person den eigenen Interessen im Wege stehe.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg\/Hannover (epd). Die Polizei muss nach Ansicht der Psychologin Bettina Zietlow neue Wege finden, um der wachsenden Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft gegen\u00fcber Polizeibeamten zu begegnen. \u00abPolizisten werden immer seltener als Respektsperson akzepiert\u00bb, sagte die Expertin des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen mit Sitz in Hannover im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) nach einer Fachtagung mit Polizeiseelsorgern in Oldenburg. Problematisch seien nicht Eins\u00e4tze gegen linke oder rechte Chaoten, sondern scheinbare Bagatellf\u00e4lle. \u00abDie Menschen erwarten zurecht, dass sie von einem Polizisten in Uniform h\u00f6flich und mit Respekt behandelt werden\u00bb, sagte Zietlow. 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