{"id":5318,"date":"2016-11-03T16:31:00","date_gmt":"2016-11-03T15:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/oekumene-im-oldenburger-land-gut-aufgestellt\/"},"modified":"2016-11-03T16:31:00","modified_gmt":"2016-11-03T15:31:00","slug":"oekumene-im-oldenburger-land-gut-aufgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/oekumene-im-oldenburger-land-gut-aufgestellt\/","title":{"rendered":"\u00d6kumene im Oldenburger Land gut aufgestellt"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber Martin Luther und die Reformation, konfessionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede und die \u00d6kumene im Oldenburger Land diskutierten gestern auf Einladung des Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Oldenburger Bischof Jan Janssen und Pr\u00e4lat Peter Kossen vom Bisch\u00f6flich M\u00fcnsterschen Offizialat. Bei dem Gespr\u00e4ch in der Lutherkirche, das der Journalist J\u00fcrgen Westerhoff vor ca. 150 Zuh\u00f6ren moderierte, dr\u00fcckten die Gespr\u00e4chspartner ihren hohen Respekt vor der anderen Konfession aus.<\/p>\n<p>Sie seien in einem konfessionell eindeutigen Umfeld aufgewachsen und h\u00e4tten die wenigen fremdkonfessionellen Jugendlichen als normale Mitsch\u00fcler wahrgenommen, beschrieben Kossen und Janssen ihre ersten interkonfessionellen Erfahrungen. Seine Mutter habe ihren Kindern allerdings eingesch\u00e4rft, bei einer sp\u00e4teren Partnerwahl auf die Konfession zu achten. \u201eGen\u00fctzt hat das nichts\u201c, lachte Kossen. Die Bandbreite innerhalb der evangelischen Kirche sei auch sehr gro\u00df, erkl\u00e4rte Janssen. Es gebe Menschen, die der n\u00fcchterne reformierte Wortgottesdienst mehr anspreche, oder solche, die eine katholische Messe lieben. \u201eDiese Erkenntnis unserer eigenen Vielfalt hilft sehr, die R\u00e4nder zur anderen Konfession durchl\u00e4ssiger zu sehen.\u201c <\/p>\n<p>\u201eLuther ist f\u00fcr mich eine faszinierende Gestalt\u201c, antworte Kossen auf die Frage, wie er zu dem Reformator stehe. Er habe gro\u00dfen Respekt vor dem Mann, der f\u00fcr etwas gestanden habe, was auf den wesentlichen Kern des Christentums zur\u00fcckf\u00fchren sollte. F\u00fcr diese Idee habe er sein Leben riskiert. Luther habe etwas auf den Punkt gebracht, was viele Menschen gedacht h\u00e4tten. F\u00fcr Janssen war Luther kein Erfinder einer Konfession, sondern ein Suchender, der in einem Kontext von Vordenkern gestanden habe. Luther habe die Kirche nicht spalten, sondern voranbringen wollen. <\/p>\n<p><b>\u00d6kumene steht auf breiten F\u00fc\u00dfen<\/b><br \/>Die \u00d6kumene habe im Oldenburger Land durch die Fluchtbewegung nach dem 2. Weltkrieg einen Aufschwung erlebt, sagte Kossen \u201eDie Menschen waren jetzt in jedem Dorf mit anderen Konfessionen konfrontiert. Das \u00f6ffnete zwar den Blick, f\u00fchrte aber auch zu Verwerfungen zum Beispiel bei konfessionsverschiedenen Ehen.\u201c Diese Schwierigkeiten seien heute \u00fcberwunden, erg\u00e4nzte Janssen. Im Oldenburger Land seien beide Konfessionen mal in der Minderheit, mal in der Mehrheit. \u201eIn der Mehrheit zu sein f\u00fchrt dazu, R\u00fccksicht auf den anderen zu nehmen.\u201c Diese Situation erzeuge eine Ausgewogenheit, die es sonst kaum in Deutschland gebe. An der katholischen Kirche sch\u00e4tze er den Blick in die Weltkirche, den kenne die evangelische Kirche so nicht. Kossen lobte daf\u00fcr bei der evangelischen Kirche die Einbindung der Laien in viele Entscheidungen. \u201eNur so kann man erreichen, dass die Menschen sich aktiv einbringen und nicht abwandern.\u201c Was sie auf keinen Fall in ihrer Konfession missen wollten? \u201eDie Heiligenverehrung\u201c, antwortete Kossen. \u201eDas evangelische Pfarrhaus mit Familie\u201c, sagte Janssen.<\/p>\n<p>\u00d6kumene werde nicht nur von den Kirchenleitungen, sondern auch von Menschen vor Ort gelebt, waren sich beide einig. Die gegenseitige Anerkennung der Taufe in Deutschland sei ma\u00dfgeblich im Oldenburger Land angesto\u00dfen worden, die beiden Bisch\u00f6fe er\u00f6ffnen zusammen den Advent, es gebe die \u00f6kumenische Beratungsstelle in Oldenburg, eine enge Zusammenarbeit bei den Hochschulgemeinden und in vielen Kirchengemeinden. \u201eUnsere Gro\u00dfeltern h\u00e4tten sich das nicht tr\u00e4umen lassen\u201c, machte Janssen deutlich. Dass es dennoch offene Fragestellungen gebe wie die Weihe von Frauen, wollten sie nicht verschweigen. Auch die Frage des gemeinsamen Abendmahls f\u00fchre oft zu Verletzungen, gab Kossen zu. Diese Frage sei ungel\u00f6st und ben\u00f6tige noch etwas Zeit.<\/p>\n<p>Eine klare Antwort hatten beide auf Fragen des Publikums, wie man einer Erosion der christlichen Kirchen entgegenwirken k\u00f6nne. \u201eWir m\u00fcssen uns als Christen positionieren und uns mehr trauen, \u00f6ffentlich zu unserem Glauben zu stehen\u201c, sagten sie.<br \/><i>Ludger Heuer<\/i><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Martin Luther und die Reformation, konfessionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede und die \u00d6kumene im Oldenburger Land diskutierten gestern auf Einladung des Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Oldenburger Bischof Jan Janssen und Pr\u00e4lat Peter Kossen vom Bisch\u00f6flich M\u00fcnsterschen Offizialat. 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