{"id":5330,"date":"2016-11-05T11:28:00","date_gmt":"2016-11-05T10:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-konfessionen-ruecken-weiter-zusammen\/"},"modified":"2016-11-05T11:28:00","modified_gmt":"2016-11-05T10:28:00","slug":"evangelische-konfessionen-ruecken-weiter-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/evangelische-konfessionen-ruecken-weiter-zusammen\/","title":{"rendered":"Evangelische Konfessionen r\u00fccken weiter zusammen"},"content":{"rendered":"<p>B\u00fcckeburg\/Magdeburg (epd). Die konfessionellen B\u00fcnde in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) r\u00fccken weiter zusammen. Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) stimmten am Sonnabend in Magdeburg in getrennten Sitzungen f\u00fcr die Zusammenf\u00fchrung der Kirchen\u00e4mter von VELKD, UEK und EKD. Bei der Jahrestagung der evangelischen Kirche in der Elbestadt lobten protestantische Kirchenleitende zudem j\u00fcngste Signale f\u00fcr Fortschritte in der \u00d6kumene mit den Katholiken.<\/p>\n<p>In der lutherischen Generalsynode stimmten 37 der 47 anwesenden Delegierten f\u00fcr die Zusammenlegung der Verwaltungen am Dienstsitz der EKD in Hannover. In geheimer Abstimmung wurden sieben Nein-Stimmen und drei Enthaltungen gez\u00e4hlt, w\u00e4hrend die UEK-Vollkonferenz offen und einstimmig f\u00fcr die Verwaltungsfusion votierte. Tags zuvor waren in der Generalsynode juristische Details im Abstimmungsentwurf teils \u00e4u\u00dferst kontrovers diskutiert worden.<\/p>\n<p>Die stellvertretende Leitende Bisch\u00f6fin der Lutheraner, die mitteldeutsche Bisch\u00f6fin Ilse Junkermann, sagte, die Debatte habe gezeigt, dass es Bedenken zur Weiterentwicklung des sogenannten Verbindungsmodells gebe. Auf diese m\u00fcsse nun bei der Umsetzung des Grundsatzbeschlusses reagiert werden. Auch die am Sonntag beginnende viert\u00e4gige EKD-Synode muss dem neuen Beh\u00f6rdenzuschnitt noch zustimmen. Das gilt nach den Beschl\u00fcssen von VELKD und UEK jedoch als Formsache.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren verzahnen sich die \u00fcbergeordnete EKD und die beiden konfessionellen Zusammenschl\u00fcsse miteinander, um Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln und Doppelstrukturen zu vermeiden. Seit 2009 tagen die Kirchenparlamente von Lutheranern und Unierten sowie die EKD-Synode jeweils \u00f6rtlich und zeitlich verbunden sowie personell verzahnt. <\/p>\n<p>Die Delegierten von lutherischen und unierten Kirchen blickten in einer gemeinsamen Sitzung am Samstag zudem noch einmal zur\u00fcck auf das internationale Reformationsgedenken mit Papst Franziskus in Lund am Montag. Der Gottesdienst in der schwedischen Stadt sei zwar nicht der richtige Rahmen f\u00fcr die Vereinbarung neuer Regelungen zum gemeinsamen Abendmahl f\u00fcr Eheleute unterschiedlicher Konfession gewesen, aber es seien Gebetsbitten dazu ausgegangen, sagte der Catholica-Beauftragte der VELKD, Karl-Hinrich Manzke: &quot;Ich bin gest\u00e4rkt in der Hoffnung, dass wir in naher Zukunft in dieser so wichtigen Frage weiterkommen werden.&quot;<\/p>\n<p>Der schaumburg-lippische Landesbischof Manzke verwies in seinem Bericht auf das am Reformationstag in Lund von katholischen Kirchen und Lutherischem Weltbund (LWB) unterzeichnete Gemeinsame Wort. Darin hei\u00dft es, &quot;viele Mitglieder unserer Gemeinschaften sehnen sich danach, die Eucharistie in einem Mahl zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit&quot;. Als &quot;hoffnungsvolles Indiz f\u00fcr weitere Schritte auf dem Weg zu einer intensivierten Gemeinschaft&quot; wertete Manzke bereits eine Begegnung von Papst Franziskus mit einem konfessionsverbindenden Ehepaar im Sp\u00e4therbst 2015 in Rom. Dabei habe der Papst auf die Frage der Eheleute nach einem gemeinsamen Abendmahl erstaunlich offen und pastoral weitherzig geantwortet, sagte Manzke.<\/p>\n<p>Eine nun angestrebte offizielle gemeinsame \u00f6kumenische Erkl\u00e4rung zu Kirche, Eucharistie und Amt sei eine nicht einfache Aufgabe, die langj\u00e4hrige Vorarbeit erfordere, f\u00fcgte Manzke hinzu. Es sollten keine falschen und vorschnellen Erwartungen geweckt werden.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der UEK-Vollkonferenz, der pf\u00e4lzische Kirchenpr\u00e4sident Christian Schad, stimmte Manzke zu, dass das am Montag er\u00f6ffnete 500. Reformationsjubil\u00e4um ein wesentlicher Motor f\u00fcr eine neu aufbrechende \u00d6kumene sein k\u00f6nne. Zugleich wies er im Anschluss an die Synodenberatung darauf hin, dass die evangelischen Christen alle Getauften zum Abendmahl einl\u00fcden. Ziel sei es zu erreichen, dass Katholiken diese Einladung &quot;mit gutem Gewissen&quot; annehmen und auch die katholische Kirche die Eucharistie f\u00fcr Protestanten \u00f6ffnen.<br \/>\n&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcckeburg\/Magdeburg (epd). Die konfessionellen B\u00fcnde in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) r\u00fccken weiter zusammen. Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) stimmten am Sonnabend in Magdeburg in getrennten Sitzungen f\u00fcr die Zusammenf\u00fchrung der Kirchen\u00e4mter von VELKD, UEK und EKD. 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