{"id":5359,"date":"2016-11-11T19:00:00","date_gmt":"2016-11-11T18:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/mit-weltlaeden-wird-groesseres-vertrauen-verbunden\/"},"modified":"2016-11-11T19:00:00","modified_gmt":"2016-11-11T18:00:00","slug":"mit-weltlaeden-wird-groesseres-vertrauen-verbunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/mit-weltlaeden-wird-groesseres-vertrauen-verbunden\/","title":{"rendered":"Mit Weltl\u00e4den wird gr\u00f6\u00dferes Vertrauen verbunden"},"content":{"rendered":"<p>Ein Informations- und Diskussionsabend zum Thema \u201e\u00d6ko-faire Trends in Discountern\u201c fand am Mittwoch, 9. November, im evangelischen Gemeindehaus St. Michael in Varel-Obenstrohe statt. Eingeladen hatte die Projektstelle \u201eZukunft einkaufen\u201c der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg unter der Leitung von Helena Inkermann zusammen mit dem Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven und der Kirchengemeinde Varel. <\/p>\n<p>Gut 30 Teilnehmenden diskutierten unter Anleitung des Referenten Dirk Steinmeyer, von der S\u00fcd-Nord-Beratung in Osnabr\u00fcck, \u00fcber die Entwicklung von Bio- und fairen Produkten. Der Abend wurde dabei durch die Fragen und Anregungen der Teilnehmenden gelenkt, Zwischenfragen und Anregungen waren ausdr\u00fccklich erlaubt. Die Teilnehmenden interessierten sich besonders f\u00fcr die Unterschiede zwischen den verschiedenen Labels, die in Superm\u00e4rkten, Discountern, Weltl\u00e4den und Biol\u00e4den zu finden sind. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Marktanteil der Bio- und fairen Produkte erheblich gestiegen <\/span><br \/>\nDirk Steinmeyer erkl\u00e4rte, dass der Marktanteil der Bio- und fairen Produkte in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sei. Dies liege vor allem auch daran, dass diese Produkte mittlerweile in allen Lebensmittelgesch\u00e4ften zu finden seien. Der Gesamtumsatz von Bioprodukten in Deutschland liege mit 8,62 Milliarden Euro bei 4,4 Prozent des Gesamtumsatzes, hiervon werden 31 Prozent in Naturkostl\u00e4den, 55 Prozent im Einzelhandel und 13 Prozent auf M\u00e4rkten und Hofl\u00e4den umgesetzt. Der Umsatz des Fairen Handels ist in den vergangenen Jahren ebenfalls stark gestiegen, und liegt in Deutschland mittlerweile bei 1,14 Milliarden Euro, damit aber leider immer noch wesentlich unter einem Prozent des Gesamtumsatzes. Ein Drittel dieses Umsatzes wird \u00fcber fairen Kaffee erzielt, knapp 80 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Einzelhandel, weniger als sieben Prozent aus Weltl\u00e4den.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Faire Handel besonders f\u00fcr soziale Aspekte steht, werden mit biologischen Produkten haupts\u00e4chlich \u00f6kologische Aspekte in Verbindung gebracht. Das Wort \u201eBio\u201c sei gesch\u00fctzt, erkl\u00e4rte Steinmeyer, sodass in Produkten auf denen \u201eBio\u201c draufstehe, auch \u201eBio\u201c drin sein m\u00fcsse. Anders sei dies mit dem Wort \u201efair\u201c, welches nicht rechtlich gesch\u00fctzt ist. Dennoch betonte Steinmeyer, dass Produkte, die mit dem g\u00e4ngigen \u201eFairtrade\u201c Siegel ausgezeichnet sind, alle die gleichen Kriterien erf\u00fcllen m\u00fcssten, egal ob der Kaffee f\u00fcnf oder zehn Euro koste und ob dieser im Supermarkt, Discounter, Weltladen, oder in einem anderen Gesch\u00e4ft gekauft werde. <\/p>\n<p>Die Teilnehmenden waren sich einig, dass mit dem Weltladen ein gr\u00f6\u00dferes Vertrauen verbunden wird. Steinmeyer betonte zudem, dass die Weltl\u00e4den einen besonderen Ort darstellten. Zu den Besonderheiten geh\u00f6re, dass hier ausschlie\u00dflich faire Produkte verkauft w\u00fcrden und die Produkte von Fair-Handels-Importeuren wie GEPA oder El Puente stammten, die h\u00f6here Qualit\u00e4tsstandards an ihre Produkte stellten und oftmals h\u00f6here soziale Standards setzten. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Weltl\u00e4den bilden Speerspitze des Fairen Handels<\/span><br \/>Die Weltl\u00e4den bilden somit die Speerspitze des Fairen Handels, denn neben dem Verkauf von fairen Produkten liegen wesentliche Ziele der Weltl\u00e4den auch in der Bildungs- und Kampagnenarbeit. In Weltl\u00e4den wird zudem eine wesentlich gr\u00f6\u00dfere Vielfalt an fairen Produkten angeboten, als im Einzelhandel. W\u00e4hrend in den Discountern oft nur ein einzelner fairer Kaffee zu finden ist, finden sich in den Weltl\u00e4den zahlreiche unterschiedliche Sorten f\u00fcr verschiedene Geschm\u00e4cker. Die Gewinne der Weltl\u00e4den werden zudem in den Fairen Handel reinvestiert. <\/p>\n<p>Das Angebot von fairen und Bioprodukten in Superm\u00e4rkten und Discountern habe aber den Vorteil, dass diese Produkte mehr Menschen zug\u00e4nglich gemacht w\u00fcrden und an Bekanntheit gew\u00f6nnen, so Steinmeyer. Wer mehr h\u00f6here soziale oder \u00f6kologische Standards w\u00fcnsche, sollte sich allerdings an die die spezialisierten Welt- und Biol\u00e4den halten, die Produkte der Fair-Handels-Importeure bzw. Anbauverb\u00e4nde anbieten.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Am Ende individuelle Entscheidung<\/span><br \/>Wo jede\/r Einzelne faire und Bioprodukte kaufe, sei am Ende eine individuelle Entscheidung, die auch vom Zugang zum Weltladenverkauf und der individuellen finanziellen Situation abh\u00e4ngt. Generell gehe es nicht darum, sich f\u00fcr oder gegen den Weltladen bzw. Discounter zu entscheiden, so einer der Teilnehmenden. Eine Mischung aus beidem und der Kauf von z.B. besonderen Produkten und Geschenken im Weltladen seien ein guter Weg.<\/p>\n<p>Auch bei der Frage ob Regionalit\u00e4t oder Bio\/fair wichtiger sei, wurde in der Diskussion herausgestellt, dass dies eine individuelle Entscheidung sei. Diese Entscheidung h\u00e4nge auch davon ab, ob es bei der Kaufentscheidung eher um soziale oder \u00f6kologische Aspekte ging. Es ist jedoch immer eine Frage wert, ob z.B. Bio-Tomaten aus Spanien den heimischen Tomaten vorzuziehen sind. <\/p>\n<p>Am Ende des Abends waren die Teilnehmenden sich einig, dass auch der Gesamtzusammenhang gesehen werden muss, den der pers\u00f6nliche Konsum habe. Dabei k\u00f6nnten zahlreiche negative Auswirkungen nicht negiert werden und somit k\u00f6nne beispielsweise auch das individuelle Kaufverhalten vor Ort in Zusammenhang mit weltweiten Fluchtursachen gebracht werden. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Kontakt:<br \/><\/span>Helena Inkermann<br \/>Projektleitung \u201eZukunft einkaufen\u201c <br \/>Tel.: 0441-7701-171&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/>E-Mail: helena.inkermann@kirche-oldenburg.de<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Informations- und Diskussionsabend zum Thema \u201e\u00d6ko-faire Trends in Discountern\u201c fand am Mittwoch, 9. November, im evangelischen Gemeindehaus St. Michael in Varel-Obenstrohe statt. Eingeladen hatte die Projektstelle \u201eZukunft einkaufen\u201c der Ev.-Luth. 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