{"id":5361,"date":"2016-11-12T20:17:00","date_gmt":"2016-11-12T19:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/forschungsergebnisse-zur-reformation-im-ammerland\/"},"modified":"2016-11-12T20:17:00","modified_gmt":"2016-11-12T19:17:00","slug":"forschungsergebnisse-zur-reformation-im-ammerland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/forschungsergebnisse-zur-reformation-im-ammerland\/","title":{"rendered":"Forschungsergebnisse zur Reformation im Ammerland"},"content":{"rendered":"<p>\u201eEs war im Jahre 1524, als der wahrscheinlich erste evangelische Prediger in Rastede, Oltmann Kr\u00f6ger, seine M\u00f6nchskappe weggeworfen haben soll, nachdem er die Schriften von Martin Luther gelesen hatte.\u201c Auf diese historische Begebenheit stie\u00df Pfarrer Dr. Tim Unger aus Wiefelstede, als er jetzt zur Reformationsgeschichte des Ammerlandes forschte. Die Ergebnisse waren Inhalt eines Vortrages, der im Rahmen der Themenreihe \u201eReformation und die Eine Welt\u201c im Rudolf-Bultmann-Haus stattfand, zu dem der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Ammerland und die Evangelische Erwachsenenbildung eingeladen hatte. <\/p>\n<p>Kreispfarrer Lars Dede hatte zu Beginn die Zuh\u00f6renden im bis auf den letzten Platz gef\u00fcllten Saal begr\u00fc\u00dft und seinen Dank an den Wiefelsteder Pastor und Kirchenhistoriker Dr. Tim Unger ausgesprochen, der sich sehr bem\u00fcht habe, etwas \u00fcber die Reformationsgeschichte im Ammerland herauszubekommen. Dr. Tim Unger selbst musste allerdings zugeben, dass die Quellen sehr mager seien. <\/p>\n<p>\u201eWas wir auf jeden Fall wissen&quot;, so Dr. Unger, \u201edass das kirchliche Leben vor der Reformation, also vor rund 500 Jahren, im Ammerland nicht arm sondern reich war. Das Mittelalter war nicht finster.\u201c Dr. Tim Unger erw\u00e4hnte dabei die Ausstattung der Ammerl\u00e4nder Kirchen im Mittelalter und das vielf\u00e4ltige Stiftungswesen. Die bewahrende Kraft der Verantwortlichen habe dazu gef\u00fchrt, dass auch nach der Reformation bis heute viel von diesem Reichtum in unseren Kirchen erhalten blieb. Im Ammerland gab es keinen \u201eBildersturm\u201c. <\/p>\n<p>In seinem lebendig und fachkundig vorgetragenen Ausf\u00fchrungen wies der Wiefelsteder Pastor darauf hin, dass es f\u00fcr das Ammerland keinen eindeutigen Zeitpunkt gebe, an dem die Reformation begonnen habe. \u201eF\u00fcr die Menschen war es zun\u00e4chst auch nicht ersichtlich, was sich mit der Reformation ver\u00e4ndert hatte. Was sie aber verstanden hatten, war, dass Gott ihnen gn\u00e4dig entgegenkommt und sie diese Gnade nicht kaufen mussten.\u201c <\/p>\n<p>Interessant war noch zu h\u00f6ren, dass die ersten evangelischen Prediger im Ammerland wohl auf Platt gepredigt haben. \u201eAber eine wirkliche evangelische Konfessionsbildung kann f\u00fcr das Ammerland wohl erst nach 1573 angenommen werden.\u201c <\/p>\n<p>Kreispfarrer Lars Dede beschloss den \u00fcberaus spannenden Themenabend mit dem Segen und bedankte sich bei Pfarrer Dr. Tim Unger f\u00fcr seine Forschungsarbeit zur Reformation im Ammerland. \u201eWir sind froh und stolz, einen so kirchenhistorisch bewanderten Pfarrer in unserem Kirchenkreis zu haben.\u201c Dede wies au\u00dferdem darauf hin, dass mit diesem Vortrag die Themenreihe beendet sei. \u201eIm n\u00e4chsten Jahr wird es aber zahlreiche Veranstaltungen zum Reformationsjubil\u00e4um in den einzelnen Gemeinden geben.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Pfarrer Bernd G\u00f6de.<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs war im Jahre 1524, als der wahrscheinlich erste evangelische Prediger in Rastede, Oltmann Kr\u00f6ger, seine M\u00f6nchskappe weggeworfen haben soll, nachdem er die Schriften von Martin Luther gelesen hatte.\u201c Auf diese historische Begebenheit stie\u00df Pfarrer Dr. Tim Unger aus Wiefelstede, als er jetzt zur Reformationsgeschichte des Ammerlandes forschte. 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