{"id":5365,"date":"2016-11-14T22:07:00","date_gmt":"2016-11-14T21:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/freiwillig-in-wittenberg\/"},"modified":"2016-11-14T22:07:00","modified_gmt":"2016-11-14T21:07:00","slug":"freiwillig-in-wittenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/freiwillig-in-wittenberg\/","title":{"rendered":"Freiwillig in Wittenberg"},"content":{"rendered":"<p>Ihr Abitur haben sie gerade in der Tasche, jetzt leben sie f\u00fcr ein Jahr in Wittenberg. Insgesamt 81 Jugendliche und junge Erwachsene sind am Montag, 14. November, von Bischof Jan Janssen aus Oldenburg in der Wittenberger Stadtkirche als Freiwillige beziehungsweise \u201eVolunteers\u201c f\u00fcr das Reformationsjubil\u00e4um 2017 eingesegnet worden. Ein Jahr lang werden Johann-Hendrik Immel, Clara Morgenstern, Jasmin Schol und Rieke Thorm\u00e4len einen Bundesfreiwilligendienst in der Lutherstadt absolvieren. Wie es dazu kam?<\/p>\n<p>\u201eIch bin seit f\u00fcnf Jahren in der Evangelischen Jugend\u201c, sagt der 19j\u00e4hrige Johann-Hendrik Immel aus Varel. Doch dann kam das Abitur, und die Idee, vor dem Studium erst einmal etwas anderes zu machen. \u201eUnser Diakon hat mir dann die Ausschreibung f\u00fcr die Volunteerdienste in Wittenberg gezeigt \u2013 da habe ich mich beworben.\u201c \u00c4hnlich ging es Rieke Thorm\u00e4len aus Brake. \u201eIch wollte sowieso ein FSJ machen, da kam die Rundmail aus Brake gerade recht.\u201c <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Die Abende werden oft gemeinsam verbracht<\/span><br \/>\nNun leben die jungen Leute aus dem Oldenburger Land in Dreier-Wohngemeinschaften in einer Plattenbausiedlung in Wittenberg. \u201eDass die Stra\u00dfe \u201aStra\u00dfe der V\u00f6lkerfreundschaft\u2019 hei\u00dft, ist eigentlich recht passend\u201c, findet Clara Morgenstern aus Wilhelmshaven. Nahezu alle Freiwilligen sind dort untergebracht. Und tats\u00e4chlich werden die Abende oft gemeinsam verbracht \u2013 \u201ewenn man kocht, sind da auf einmal 30 Leute in der K\u00fcche\u201c, sagt Johann-Hendrik Immel. <\/p>\n<p>\u201eDas ist total cool \u2013 man ist st\u00e4ndig in anderen WGs\u201c, sagt die 18j\u00e4hrige Jasmin Schol aus Uplengen. Die jungen Leute aus dem Oldenburger Land lernen st\u00e4ndig neue Leute kennen, es herrscht Teamgeist und neue Freundschaften entstehen. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Vielf\u00e4ltige Aufgaben<\/span><br \/>\nUnd die Arbeit? \u201eWir helfen bei der Vorbereitung der Konfi- und Jugendcamps, bei der Vorbereitung der Weltausstellung der Reformation und in der Gesch\u00e4ftsstelle\u201c, sagt Jasmin Schol. Ganz konkret habe sie am letzten Freitag zum Beispiel einen Text f\u00fcr die Newsseite des Kirchentags geschrieben. Clara Morgenstern war dagegen in der Schlosskirche, half in der Besucherbetreuung und beim Souvenirverkauf. \u201eDa merkt man erst einmal, dass jedes kleine Schild dort auch von irgendwem geschrieben, ausgedruckt und aufgeklebt wurde.\u201c <\/p>\n<p>Rieke Thorm\u00e4len nahm an einem Seminar im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes teil und Johann-Hendrik Immel war mit der Vorbereitung von Wohnungen f\u00fcr die n\u00e4chsten, im Januar beginnenden Volunteers besch\u00e4ftigt. \u201eGanz generell ist es toll, welche Selbst\u00e4ndigkeit wir hier haben\u201c, sagt Jasmin Schol. \u201eWir d\u00fcrfen viel alleine machen, das ist etwas komplett anderes als in der Schule.\u201c Zudem lerne man etwas f\u00fcrs Leben. \u201eIch musste schon viele Pakete ins Ausland schicken\u201c, sagt Rieke Thorm\u00e4len. \u201eDa habe ich erst einmal gemerkt, was eine Zollerkl\u00e4rung ist \u2013 zu Hause habe ich mich damit nie besch\u00e4ftigen m\u00fcssen.\u201c F\u00fcr die Hauptamtlichen des Reformationsjubil\u00e4ums seien die Freiwilligen \u201eim Grunde unentbehrlich\u201c, sagt Immel. \u201eHier wissen alle, dass es ohne uns nicht l\u00e4uft.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Neuer Blick auf Reformator Martin Luther<\/span><br \/>\nEinen neuen Blick bekommen die jungen Leute aus dem Oldenburger Land bei ihrem Freiwilligendienst auch auf den Reformator Martin Luther. \u201eMir war Martin Luther bislang gar nicht so pr\u00e4sent\u201c, sagt Rieke Thorm\u00e4len. \u201eHier in Wittenberg nimmt man viel st\u00e4rker wahr, was damals eigentlich passiert ist.\u201c \u201eDass er sich getraut hat, als Einzelner gegen die Kirche aufzustehen, das ist das, was ich so spannend finde\u201c, sagt Johann-Hendrik Immel. Und f\u00fcr Clara Morgenstern ist es einer der wichtigsten Effekte der Reformation, dass Menschen aufgefordert werden, Dinge zu hinterfragen \u2013 zum Beispiel schon im kommenden Jahr, wenn in Wittenberg die Weltausstellung aus Anlass des Reformationsjubil\u00e4ums beginnt. <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Benjamin Lassiwe.<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr Abitur haben sie gerade in der Tasche, jetzt leben sie f\u00fcr ein Jahr in Wittenberg. Insgesamt 81 Jugendliche und junge Erwachsene sind am Montag, 14. November, von Bischof Jan Janssen aus Oldenburg in der Wittenberger Stadtkirche als Freiwillige beziehungsweise \u201eVolunteers\u201c f\u00fcr das Reformationsjubil\u00e4um 2017 eingesegnet worden. Ein Jahr lang werden Johann-Hendrik Immel, Clara Morgenstern, Jasmin Schol und Rieke Thorm\u00e4len einen Bundesfreiwilligendienst in der Lutherstadt absolvieren. 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