{"id":5422,"date":"2016-11-24T10:16:00","date_gmt":"2016-11-24T09:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/in-der-pflege-haengt-viel-vom-wohnort-ab-barmer-gek-stellt-pflegereport-vor\/"},"modified":"2016-11-24T10:16:00","modified_gmt":"2016-11-24T09:16:00","slug":"in-der-pflege-haengt-viel-vom-wohnort-ab-barmer-gek-stellt-pflegereport-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/in-der-pflege-haengt-viel-vom-wohnort-ab-barmer-gek-stellt-pflegereport-vor\/","title":{"rendered":"In der Pflege h\u00e4ngt viel vom Wohnort ab &#8211; Barmer GEK stellt Pflegereport vor"},"content":{"rendered":"<p>Der aktuelle Pflegereport der Barmer GEK zeigt Licht und Schatten: Ab dem kommenden Jahr werden viele Pflegebed\u00fcrftige mehr Leistungen erhalten, in den Heimen \u00e4ndert sich aber fast nichts. Auf lange Sicht fehlen \u00fcberall Pflegekr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Bremen\/Berlin (epd). Ob ein pflegebed\u00fcrftiger Mensch zu Hause oder im Heim versorgt wird, h\u00e4ngt stark vom Wohnort ab. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen Pflegereports der Barmer GEK, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Krankenkasse berichtet regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Entwicklungen in der Pflege. Wenige Wochen vor der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade, die f\u00fcr viele der 2,8 Millionen Pflegebed\u00fcrftigen Verbesserungen bringen wird, warf der Bremer Pflegeforscher Heinz Rothgang aber auch einen skeptischen Blick in die Zukunft.<\/p>\n<p>Der Report sieht einen engen Zusammenhang zwischen dem Angebot vor Ort und der Art der Versorgung, die einem Pflegebed\u00fcrftigen zuteil wird. In Schleswig-Holstein werden 40,5 Prozent der Pflegebed\u00fcrftigen station\u00e4r versorgt. Das Land kann jedem zweiten Pflegebed\u00fcrftigen einen Heimplatz anbieten und ist damit Spitzenreiter. Am anderen Ende befindet sich Brandenburg. Dort sind 27 Pl\u00e4tze f\u00fcr je 100 Pflegebed\u00fcrftige verf\u00fcgbar, deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt, der bei einem Drittel liegt.<\/p>\n<p>Entsprechend werden in Brandenburg die meisten Pflegebed\u00fcrftigen von der Familie und Pflegediensten versorgt. Eine Rolle f\u00fcr die Entscheidung spielen laut Pflegereport auch die Kosten f\u00fcr einen Heimplatz. Bei geringem Einkommen versuchten die Familien, die Pflege zu Hause zu bew\u00e4ltigen. Tendenziell ist das Angebot an ambulanten Pflegediensten in den Stadtstaaten und im Osten h\u00f6her, w\u00e4hrend es in den westlichen Bundesl\u00e4ndern mehr Heimpl\u00e4tze gibt.<\/p>\n<p>Der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Christoph Straub, bilanzierte, \u00abdie Menschen bekommen offenbar nicht immer die Pflege, die sie brauchen, sondern die, die vor Ort verf\u00fcgbar ist.\u00bb Er forderte eine bessere Beratung nach dem Vorbild seiner Krankenkasse, damit die Familien das regionale Angebot optimal nutzen k\u00f6nnen. Sie m\u00fcsse am Anfang m\u00f6glichst zu Hause stattfinden und im Verlauf einer Pflege auch telefonisch und \u00fcber Online-Angebote erfolgen.<\/p>\n<p>Der Bremer Pflegeforscher Rothgang warnte, die Pflegereform werde mit Zusatzausgaben von 7,2 Milliarden Euro im Jahr teurer werden als von der Bundesregierung vorhergesagt. Die Beitragsanhebungen von 2015 und erneut 2017 reichten zur Finanzierung nicht aus. W\u00e4hrend die Pflegeversicherung im vergangenen Jahr noch einen \u00dcberschuss von 1,7 Milliarden Euro verzeichnete, sei bereits im kommenden Jahr mit einem Defizit von 3,6 Milliarden Euro zu rechnen, sagte Rothgang.<\/p>\n<p>Die Umstellung auf Pflegegrade statt Pflegestufen f\u00fchrt ab Januar 2017 dazu, dass Pflegebed\u00fcrftige, die ambulant versorgt werden, mehr Geld und Leistungen erhalten. An den Ausgaben der Pflegeversicherung sei bereits heute deutlich abzulesen, dass seit den ersten Reformschritten mehr Geld in den ambulanten Sektor und an Demenzkranke flie\u00dfe, erl\u00e4uterte Rothgang. Dies werde sich im kommenden Jahr noch verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Er warnte zugleich vor Entt\u00e4uschungen f\u00fcr Familien, die Angeh\u00f6rige im Heim haben. Dort werde sich fast nichts \u00e4ndern, sagte Rothgang. Die Einrichtungen w\u00fcrden durch die Reform nicht in die Lage versetzt, mehr Personal einzustellen. Ohnehin geh\u00f6ren die Prognosen zur Zahl der Pflegekr\u00e4fte zu den dunklen Seiten des Reports. Im Jahr 2030 werden bundesweit 350.000 Vollzeitkr\u00e4fte in der Pflege fehlen, wenn die Entwicklung weitergeht wie bisher. Heute gibt es umgerechnet rund<br \/>700.000 Vollzeitkr\u00e4fte in der Pflege. Da viele Teilzeit arbeiten, sind es mehr Besch\u00e4ftigte &#8211; in den Berechnungen f\u00fcr den Personalbedarf werden aber Vollzeitstellen zugrunde gelegt.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der aktuelle Pflegereport der Barmer GEK zeigt Licht und Schatten: Ab dem kommenden Jahr werden viele Pflegebed\u00fcrftige mehr Leistungen erhalten, in den Heimen \u00e4ndert sich aber fast nichts. Auf lange Sicht fehlen \u00fcberall Pflegekr\u00e4fte. Bremen\/Berlin (epd). Ob ein pflegebed\u00fcrftiger Mensch zu Hause oder im Heim versorgt wird, h\u00e4ngt stark vom Wohnort ab. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen Pflegereports der Barmer GEK, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Krankenkasse berichtet regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Entwicklungen in der Pflege. Wenige Wochen vor der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade, die f\u00fcr viele der 2,8 Millionen Pflegebed\u00fcrftigen Verbesserungen bringen wird,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[43],"tags":[44],"class_list":["post-5422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kirche-oldenburg","tag-kirche-oldenburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5422\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}