{"id":5625,"date":"2016-12-28T09:00:00","date_gmt":"2016-12-28T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/bischof-meyns-reformation-war-ein-gemeinschaftswerk\/"},"modified":"2016-12-28T09:00:00","modified_gmt":"2016-12-28T08:00:00","slug":"bischof-meyns-reformation-war-ein-gemeinschaftswerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/bischof-meyns-reformation-war-ein-gemeinschaftswerk\/","title":{"rendered":"Bischof Meyns: Reformation war ein Gemeinschaftswerk"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: bold\"><span style=\"font-style: italic\">epd-Gespr\u00e4ch: Charlotte Morgenthal<br \/><\/span><\/span><br \/>Wolfenb\u00fcttel\/Braunschweig (epd). Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hat davor gewarnt, die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubil\u00e4um allein auf Martin Luther zu beziehen. Nur Luther als eine Person zu sehen, die ganz Deutschland reformiert habe, sei eine \u00abgrobe Vereinfachung\u00bb, sagte der Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Reformation sei ein Gemeinschaftswerk gewesen. So habe der Gelehrte Philipp Melanchthon mit seinem Einfluss auf die Schullandschaft in Deutschland mindestens eine genauso wichtige Rolle eingenommen. Auch h\u00e4tten die von Johannes Bugenhagen verfassten Kirchenordnungen \u00fcber Jahrhunderte hinweg das kirchliche und kommunale Leben bestimmt.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Reformationsausstellung \u00abIm Aufbruch\u00bb, die von Mai an im Braunschweiger Landesmuseum zu sehen sei, versuche ebenfalls zu zeigen, dass es nicht die eine Reformation gegeben habe, betonte Meyns. Die Schau veranschauliche, was es f\u00fcr die Menschen in der gesamten Region von Braunschweig \u00fcber Celle bis G\u00f6ttingen bedeutet habe, als alte Lebensformen und Ordnungen pl\u00f6tzlich zusammenbrachen. Zun\u00e4chst habe die Zeit wie eine Befreiung gewirkt, bis sich neue Krisen und Konflikte abzeichneten.<\/p>\n<p>Faszinierend sei f\u00fcr ihn, dass die derzeitige gesellschaftliche Situation jener der Reformationszeit stark \u00e4hnele, sagte der evangelische Theologe. Wie damals sei auch die Gegenwart von \u00c4ngsten und Unsicherheiten vor neuen Entwicklungen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die Reformation sei im Guten wie im Schlechten eines der pr\u00e4gendsten Ereignisse f\u00fcr die deutsche Geschichte gewesen, betonte Meyns. Besonders die Entstehung der heute etwa gleich gro\u00dfen christlichen Konfessionen, die mit Konflikten und Gewalt verbunden war, habe die gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst. \u00dcber die Reformation sei auch das Hochdeutsche zur Hauptsprache geworden.<\/p>\n<p>Luther sei schon immer eine Figur gewesen, auf die w\u00e4hrend der Jahrhunderte unterschiedliche Sehns\u00fcchte projiziert wurden, kritisierte Meyns. So sei der Reformator anl\u00e4sslich der Jubil\u00e4en vor 100 und 200 Jahren beispielsweise zum Nationalheld stilisiert worden.<\/p>\n<p>Das Bild des Reformators im 18. Jahrhundert sei gepr\u00e4gt von der Fr\u00fchaufkl\u00e4rung gewesen. Jedes Jubil\u00e4um werde durch die Brille der eigenen Erfahrungen gesehen.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>epd-Gespr\u00e4ch: Charlotte MorgenthalWolfenb\u00fcttel\/Braunschweig (epd). Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hat davor gewarnt, die Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubil\u00e4um allein auf Martin Luther zu beziehen. Nur Luther als eine Person zu sehen, die ganz Deutschland reformiert habe, sei eine \u00abgrobe Vereinfachung\u00bb, sagte der Theologe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Reformation sei ein Gemeinschaftswerk gewesen. 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