{"id":5629,"date":"2016-12-29T12:32:00","date_gmt":"2016-12-29T11:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/kaessmann-reformationsjubilaeum-erntet-fruechte-der-oekumene\/"},"modified":"2016-12-29T12:32:00","modified_gmt":"2016-12-29T11:32:00","slug":"kaessmann-reformationsjubilaeum-erntet-fruechte-der-oekumene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/kaessmann-reformationsjubilaeum-erntet-fruechte-der-oekumene\/","title":{"rendered":"K\u00e4\u00dfmann: Reformationsjubil\u00e4um erntet \u00abFr\u00fcchte der \u00d6kumene\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Hannover\/Hildesheim. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat das weltweite Interesse am Reformationsjubil\u00e4um 2017 begr\u00fc\u00dft. Zudem ernte man \u00abbei diesem Jubil\u00e4um die Fr\u00fcchte der \u00f6kumenischen Bewegung der letzten 100 Jahre\u00bb, sagte die EKD-Reformationsbotschafterin Margot K\u00e4\u00dfmann am Mittwoch in einer Telefon-Pressekonferenz. Es sei 1917 nicht vorstellbar gewesen, dass sich Katholiken \u00fcberhaupt an einem solchen Ereignis beteiligen k\u00f6nnten oder Freikirchen wie Mennoniten, Baptisten, Methodisten oder auch die orthodoxe Kirche bei den Vorbereitungen mitmachen. K\u00e4\u00dfmann: \u00abDas finde ich hocherfreulich.\u00bb<\/p>\n<p>Zwei Monate nach dem Start der Feiern zum 500. Reformationsjubil\u00e4um zog auch der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm eine positive Zwischenbilanz. \u00abWir sto\u00dfen auf eine gro\u00dfe \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit\u00bb, sagte Bedford-Strohm dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er unterstrich auch die \u00f6kumenischen Signale, die von dem Jubil\u00e4um ausgehen sollen. \u00abVoller Vorfreude und innerlich bewegt sehe ich dem \u00f6kumenischen Gottesdienst &#8216;Healing of memories&#8217; am 11. M\u00e4rz in Hildesheim entgegen.\u00bb Dort wollen Katholiken und Protestanten die Wunden benennen, die durch die Trennung der Kirchen entstanden sind.<\/p>\n<p>Inzwischen gibt es K\u00e4\u00dfmann zufolge bereits Stimmen in der evangelischen Kirche, die sagen: \u00abM\u00fcsst ihr denn so \u00f6kumenisch sein? K\u00f6nnen wir nicht das eigene mehr in den Vordergrund stellen?\u00bb \u00d6kumene verwische jedoch nicht die Grenzen zwischen den Konfessionen, sondern st\u00e4rke vielmehr das eigene Profil, gab die fr\u00fchere EKD-Ratsvorsitzende und ehemalige hannoversche Landesbisch\u00f6fin zu bedenken.<\/p>\n<p>K\u00e4\u00dfmann begr\u00fc\u00dfte zugleich das gro\u00dfe Interesse von Vertretern nichtchristlicher Religionen wie dem Judentum oder dem Islam an dem kirchenhistorischen Gedenkjahr. Insgesamt freue sie sich \u00fcber einen erfolgreichen und viel beachteten Start des Jubil\u00e4umsjahres am 31.<br \/>Oktober 2016.<\/p>\n<p>Zum Thema Sicherheit und Reformationsjubil\u00e4um sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Vereins Reformationsjubil\u00e4um 2017, Ulrich Schneider, nach dem Berliner Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt habe man mit Beratern und Experten die Situation \u00abin aller Ruhe\u00bb analysiert und bewertet. Unabh\u00e4ngig von den Ereignissen der letzten Woche stehe man allerdings kurz vor Abschluss des Sicherheitskonzeptes f\u00fcr das Gedenkjahr. Daran werde seit gut zwei Jahren in enger Abstimmung mit den Beh\u00f6rden und der Polizei sowie mit Experten intensiv gearbeitet. Schneider: \u00abWir bereiten uns nat\u00fcrlich auf alle potenziellen Situationen vor.\u00bb<\/p>\n<p>Mit Blick auf eine verbreitete Verunsicherung nach den j\u00fcngsten Anschl\u00e4gen in Europa und Deutschland sagte K\u00e4\u00dfmann, der christliche Glaube \u00abblendet Leid und Gewalt nicht aus, wir wissen, dass wir damit leben m\u00fcssen\u00bb. Es sei kein Widerspruch, \u00abdass wir das Jubil\u00e4umsjahr feiern werden mitten in einer Welt, die auch von Krieg und Gewalt betroffen ist\u00bb. Dennoch trage sie die Hoffnung, dass nicht der Hass, sondern die Liebe das letzte Wort haben wird.<\/p>\n<p>Um zu betonen, dass Reformation ein weltweites Ereignis ist, habe sie der Bischof der lutherischen Kirche in Neuseeland eingeladen, das besondere Jahr auf den Chatham-Inseln zu er\u00f6ffnen. Diese Inselgruppe mit etwa 600 Einwohnern liegt am n\u00e4chsten an der Datumsgrenze, so dass sie mit einer lutherischen Reisegruppe dort den ersten Sonnenaufgang des Jahres 2017 erleben werde, sagte K\u00e4\u00dfmann kurz vor ihrem Abflug.<\/p>\n<p>Die evangelische Kirche feiert bis Oktober n\u00e4chsten Jahres 500 Jahre Reformation. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missst\u00e4nde der Kirche seiner Zeit ver\u00f6ffentlicht. Der legend\u00e4re Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">epd<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Hildesheim. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat das weltweite Interesse am Reformationsjubil\u00e4um 2017 begr\u00fc\u00dft. 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