{"id":5798,"date":"2017-01-19T14:15:00","date_gmt":"2017-01-19T13:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ort-der-stille-und-der-trauer\/"},"modified":"2017-01-19T14:15:00","modified_gmt":"2017-01-19T13:15:00","slug":"ort-der-stille-und-der-trauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ort-der-stille-und-der-trauer\/","title":{"rendered":"Ort der Stille und der Trauer"},"content":{"rendered":"<p>Am 23. Juni 1992 wurde die \u00f6kumenische Kapelle im Klinikum Oldenburg feierlich er\u00f6ffnet. Der erste Gottesdienst fand aber schon im M\u00e4rz statt, erinnert sich Pastorin Evelyn Freitag, die diesen ersten Gottesdienst in der Kapelle halten durfte. Seit \u00fcber 25 Jahren ist sie Seelsorgerin im Klinikum Oldenburg. \u201eAls ich Anfing war gerade die Bodenplatte f\u00fcr die Kapelle gegossen worden\u201c, erinnert sie sich.<\/p>\n<p>Genau wie die anderen vier Seelsorgerinnen, die Pastorinnen Beate B\u00fchler-Egdorf und Imke Hinrichs sowie die Pastoralreferentinnen Claudia Heuer und Michaela Voorwold&nbsp; freut sie sich sehr dar\u00fcber, dass es diesen Ort gibt. Denn er ist nicht nur f\u00fcr die Patientinnen und Patienten sowie Angeh\u00f6rigen eine Oase im hektischen Krankenhausalltag sondern auch f\u00fcr das Personal. <\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr mich ist die Kapelle eine Art ummauertes G\u00e4rtchen inmitten dieses Krankenhauses\u201c, versucht Hinrichs die Wirkung der Kapelle zu beschreiben. \u201eHier ist es ruhig. Der Geist in diesem Raum ist ein anderer.\u201c Und Freitag erg\u00e4nzt: \u201eDiese Kapelle, die ja auch ganz klar als Kirchenraum gestaltet ist, macht aufmerksam, dass es neben der medizinischen Welt noch eine andere Dimension gibt.\u201c Und auch wenn es um ethische Fragen gehe, sei dieser Ort im positiven Sinn ein Stachel im Fleisch der Klinik, erg\u00e4nzt B\u00fchler-Egdorf.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">250 Kerzen werden pro Woche entz\u00fcndet<\/span><br \/>Doch die Kapelle ist nicht nur ein Ort der Ruhe und der Besinnung. Sie ist auch ein Ort zum klagen, trauern und warten. \u201eEgal wie nah oder fern, die Menschen dem Glauben sind, hier k\u00f6nnen sie warten und dabei sogar etwas tun\u201c, betont Voorwold. Sie meint die Kerzen, die die Angeh\u00f6rigen am Kerzenbaum in der Kapelle anz\u00fcnden k\u00f6nnen. \u201e250 Kerzen sind es jede Woche\u201c, wei\u00df Freitag, wie gut dieses Angebot angenommen wird. Und B\u00fchler-Egdorf erl\u00e4utert: \u201eDie Kerze anzuz\u00fcnden ist etwas, was die Menschen tun k\u00f6nnen, in einer Situation, in der sie sonst nichts tun k\u00f6nnen.\u201c Alle Seelsorgerinnen sind deshalb froh, dass dieses wichtige Angebot vom Klinikum unterst\u00fctzt wird. Denn nicht in allen Krankenh\u00e4usern ist es erlaubt: aus Brandschutzgr\u00fcnden. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Seelsorgerinnen ist der Kerzenbaum aber nicht wegzudenken. Er ist auch in Anziehungspunkt f\u00fcr die Kinder im Krankenhaus. \u201eF\u00fcr die Patienten in der Kinderklinik ist ein Ausflug in die Kapelle etwas Besonderes\u201c, berichtet B\u00fchler-Egdorf. Und auch die anderen Seelsorgerinnen wissen, dass gerade f\u00fcr Patienten, die l\u00e4nger im Klinikum sind, ein Besuch in der Kapelle oft zur t\u00e4glichen Routine geh\u00f6rt. Und viele hinterlassen kleine Texte im F\u00fcrbitten-Buch. \u201eMittlerweile haben wir 20 volle B\u00fccher\u201c, erz\u00e4hlt Freitag. Aus diesen wollen die Pastorinnen bei einer der Veranstaltungen zum Jubil\u00e4um vorlesen.<\/p>\n<p>Dies ist aber nur eine von 25 Veranstaltungen. Denn zur Feier des 25-j\u00e4hrigen Bestehens haben sich die f\u00fcnf Klinikum-Seelsorgerinnen ein Programm \u00fcberlegt, dass die Kapelle \u201emit allen ihren Farben\u201c zeigen soll. Deshalb geh\u00f6ren zu den Themen Trauer und Sterben genauso wie Hoffnung und Freude. Die ersten Veranstaltungen seien gut angenommen worden, freuen sich die Pastorinnen. Sie hoffen, dass zu den weiteren Veranstaltungen auch Besucher von au\u00dferhalb des Klinikums dazukommen.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Veranstaltung ist eine Lesung unter der \u00dcberschrift \u201eGeschichten von Zeiten und Orten\u201c am 8. Februar um 17 Uhr. Autorinnen aus der Region lesen aus ihrem Werk \u201ezu Fu\u00df \u00fcber die Achterbahn\u201c Geschichten zu besonderen Orten. Der zentrale Festgottesdienst findet am 5. Juni um 10 Uhr in der Kapelle des Klinikums statt.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Kerstin Kempermann, Evangelische Zeitung, Redaktion Oldenburg.<br \/><\/span><\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. Juni 1992 wurde die \u00f6kumenische Kapelle im Klinikum Oldenburg feierlich er\u00f6ffnet. Der erste Gottesdienst fand aber schon im M\u00e4rz statt, erinnert sich Pastorin Evelyn Freitag, die diesen ersten Gottesdienst in der Kapelle halten durfte. Seit \u00fcber 25 Jahren ist sie Seelsorgerin im Klinikum Oldenburg. \u201eAls ich Anfing war gerade die Bodenplatte f\u00fcr die Kapelle gegossen worden\u201c, erinnert sie sich. Genau wie die anderen vier Seelsorgerinnen, die Pastorinnen Beate B\u00fchler-Egdorf und Imke Hinrichs sowie die Pastoralreferentinnen Claudia Heuer und Michaela Voorwold&nbsp; freut sie sich sehr dar\u00fcber, dass es diesen Ort gibt. 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