{"id":5831,"date":"2017-01-24T07:58:00","date_gmt":"2017-01-24T06:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/was-ist-denn-fair\/"},"modified":"2017-01-24T07:58:00","modified_gmt":"2017-01-24T06:58:00","slug":"was-ist-denn-fair","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/was-ist-denn-fair\/","title":{"rendered":"\u201eWas ist denn fair?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Im Gemeindehaus der Vers\u00f6hnungskirche Oldenburg trafen sich am 20. und 21. Januar 100 Frauen, um den Gottesdienst des diesj\u00e4hrigen Weltgebetstages (WGT) vorzubereiten. Dieser Tag ist eine weltweite \u00f6kumenische Basisbewegung christlicher Frauen und findet immer am ersten Freitag im M\u00e4rz statt, das ist in diesem Jahr der 3. M\u00e4rz. Der Gottesdienst wird j\u00e4hrlich von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet, f\u00fcr 2017 die Frauen von den Philippinen. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen, 90 Prozent der Menschen sind katholisch. <\/p>\n<p>Globale Gerechtigkeit steht im Zentrum des Weltgebetstags von Frauen der Philippinen, der Titel in Deutschland lautet: \u201eWas ist denn fair?\u201c In den Philippinen ist die Frage der Gerechtigkeit h\u00e4ufig \u00dcberlebensfrage.<\/p>\n<p>Andrea G\u00e4rtig, Diakonin und Referentin f\u00fcr gemeindebezogene Frauenarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg besch\u00e4ftigt sich seit April des vergangenen Jahres mit dem WGT 2017. Gemeinsam mit einem Team f\u00fchrte sie die Frauen aus verschiedenen Kirchengemeinden durch die Gottesdienstordnung und die vielen Informationen \u00fcber das Land und die Menschen. <\/p>\n<p>Der Ablauf am Freitagnachmittag und Samstagvormittag verlief \u00e4hnlich. Die Frauen stimmten sich mit den zehn neuen Liedern aus der Gottesdienstordnung ein, die Walburga Hahn am Piano vorstellte und begleitete. Es folgten Erkl\u00e4rungen, einige Dias und verschiedene Formen eines Gottesdienstablaufs. Ge\u00e4ndert hatte Andrea G\u00e4rtig in diesem Jahr die Sitzordnung: In einem gro\u00dfen offenen Stuhlkreis, statt an Tischen, war der Austausch konzentrierter und direkter. Auch wurde nicht die Gottesdienstordnung gelesen, sondern in Ausz\u00fcgen vorgestellt. <\/p>\n<p>\u201eEs ist uns deutlich geworden, welche Brisanz dieses Thema \u201eWas ist fair?\u201c beinhaltet. Was fair ist kann lange besprochen werden\u201c, sagte Andrea G\u00e4rtig. Jede Frau sollte f\u00fcr sich den Satz \u201efair ist nicht\u2026\u201c erg\u00e4nzen und schnell merken, welche W\u00fcnsche daraus entst\u00fcnden. <\/p>\n<p>Das diesj\u00e4hrige Titelbild, zu sehen auf Plakaten und Postkarten, von Rowena Apol Laxamana-Sta.Rosa, ist farbenfroh. Es zeigt eine Frau, \u00fcbergro\u00df, mitten in der philippinischen Arbeits- und Lebenswelt. Die Attribute Waage Kreuz und Binde geben den Anschein, es sei Justitia und damit die Gerechtigkeit. So darf angenommen werden, Justitia wolle aufmerksam machen und fragen: Was ist denn fair?<\/p>\n<p>Die Gottesordnungen, Postkarten, Poster, ein dickes Arbeitsbuch sowie weitere Materialien k\u00f6nnen im Internet \u00fcber die Seite des WGT bestellt werden. Dort ist umfangreiches Material und viele Informationen sind auch als Download erh\u00e4ltlich: https:\/\/weltgebetstag.de<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Workshops zur intensiven Vorbereitung<\/span><br \/>Das&nbsp; Vorbereitungsteam hatte die klassischen Workshops vorbereitet, um die vier Bereiche in kleineren Gruppen intensiver vorzustellen. Es geht immer um die Gestaltung des Gottesdienstes, die biblische Ordnung, die Auslegung des Bibeltextes sowie Vorstellung des jeweiligen Landes, die Menschen und das Leben, insbesondere das Leben der Frauen in dem Land.&nbsp; Mit \u201eFrauen und Religion\u201c hatten sich zuvor Anke L\u00f6wensen und Anne Kress besch\u00e4ftigt. Sie vermittelten zum Beispiel die Sitten und Gebr\u00e4uche, das Gesundheitswesen, die Rolle der Frau, den Stellenwert der Religion und vieles mehr.&nbsp; In der Gruppe \u201eBibelarbeit\u201c stand das diesj\u00e4hrige Gleichnis von der Arbeit im Weinberg im Fokus. Vorbereitet hatten Nele Schomakers und Anja Niebur die Umsetzung, indem nach dem Lesen die Frauen das Gleichnis im Rollenspiel umsetzten. <\/p>\n<p>Um \u201eKreative Gestaltung\u201c k\u00fcmmerten sich Dorle Robbe, Gudrun Eilers und Barbara M\u00fcnch-Jeske. In einer Vorstellungsrunde sammelten sie die Erfahrungen der Frauen, um so alle an den Ideen teilhaben zu lassen um dann etliche Beispiele der Gestaltung f\u00fcr den Gottesdienst zu zeigen. Walburga Hahn und Regina Cyioka zeigten \u201eLand und Leute\u201c anhand von Bildern von einer CD-Rom mit vielen Erkl\u00e4rungen. Diese CD kann als ebenfalls bestellt werden. Weiterhin machten sie auf zwei Kurzfilme aufmerksam, die den Anbau von Zucker und Mango aus fairem Handel zeigt. Die Filme k\u00f6nnen im Weltladen Oldenburg ausgeliehen werden. Auf einem Tisch bot Walburga Hahn in den Pausen Waren aus dem Weltladen Handel an. <\/p>\n<p>Die intensive Vorbereitung der Gottesdienste ist f\u00fcr die Frauen immer wieder eine Bereicherung. Begeistert von dem Miteinander, gut ausgestattet mit Ideen und Material werden die Frauen am 3. M\u00e4rz in \u00fcber 70 Kirchengemeinden diesen besonderen Gottesdienst feiern. Nach den Gottesdiensten laden die Organisatorinnen zum Beisammensein, Austausch oder gemeinsamem Essen mit Kleinigkeiten nach Rezepten der Philippinen ein.<br \/>Eine Aufstellung der teilnehmenden Gemeinden mit den Zeiten und Gemeinden folgt in K\u00fcrze hier. &nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDieser WGT ist eine Veranstaltung f\u00fcr alle Generationen, f\u00fcr Frauen in jedem Alter und auch f\u00fcr M\u00e4nner. Es ist eine starke Bewegung, die gr\u00f6\u00dfte Laienbewegung weltweit. Hier werden hohe Summen f\u00fcr Projekte ausgegeben\u201c, \u00e4u\u00dferte Andrea G\u00e4rtig. \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass der Weltgebetstag anders wahrgenommen wird, auch in unserer Kirche.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Projekte durch Kollekten<\/span><br \/>Die Kollekte ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil jeder Gottesdienstfeier zum Weltgebetstag. Sie ist ein sichtbares Zeichen weltweiter Verbundenheit und Solidarit\u00e4t. \u00dcber die Verwendung der Kollekten entscheidet jedes nationale Weltgebetstagskomitee eigenst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der Kollekten der Weltgebetstags-Gottesdienste in Deutschland kommt Frauen- und M\u00e4dchenprojekten auf der ganzen Welt zugute. Seit 1975 konnten so \u00fcber 6.000 Projekte in rund 150 L\u00e4ndern weltweit mit ca. 67 Mio. Euro unterst\u00fctzt werden. N\u00e4heres \u00fcber Projekte und Zahlen kann im Internet nachgelesen werden: https:\/\/weltgebetstag.de\/kollekte-und-transparenz<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Weltgebetstag weltweit<\/span><br \/>Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird der Weltgebetstag gefeiert. Dass der Gottesdienst von Frauen eines anderen Landes vorbereitet wurde, entwickelte sich etwas sp\u00e4ter. Heutzutage wird in rund 170 L\u00e4ndern der Weltgebetstag gefeiert. In vielen L\u00e4ndern gibt es ein eigenes Komitee. Das Deutsche WGT-Komitee wird von Frauenorganisationen und -verb\u00e4nden christlicher Kirchen getragen. Jedes Komitee ist u.a. f\u00fcr die Verwendung der Kollekte aus den WGT-Gottesdiensten verantwortlich. Die Kollekte ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil jeder Gottesdienstfeier zum Weltgebetstag. Sie ist ein sichtbares Zeichen weltweiter Verbundenheit und Solidarit\u00e4t. \u00dcber die Verwendung der Kollekten entscheidet jedes nationale Weltgebetstagskomitee eigenst\u00e4ndig.<br \/>\n<br \/>Dem Deutschen WGT-Komitee geh\u00f6ren zw\u00f6lf verschiedene Frauenorganisationen und -verb\u00e4nde an, (z. B. die Kath. Frauengemeinschaft Deutschland, Ev. Frauenarbeit, Bund Ev.-freik. Gemeinden, Frauenwerk der Ev.-methodistischen Kirche, Frauenarbeit mennonitischer Gemeinden, Die Heilsarmee u.a.), die insgesamt neun unterschiedliche Konfessionen vertreten.<br \/>\n<br \/>Zahlreiche Vorbereitungstreffen zum WGT finden derzeit auch in Delmenhorst, Sande, Vechta und Cloppenburg statt. <br \/><span style=\"font-style: italic\">B\u00e4rbel Romey<\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Gemeindehaus der Vers\u00f6hnungskirche Oldenburg trafen sich am 20. und 21. Januar 100 Frauen, um den Gottesdienst des diesj\u00e4hrigen Weltgebetstages (WGT) vorzubereiten. Dieser Tag ist eine weltweite \u00f6kumenische Basisbewegung christlicher Frauen und findet immer am ersten Freitag im M\u00e4rz statt, das ist in diesem Jahr der 3. M\u00e4rz. Der Gottesdienst wird j\u00e4hrlich von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet, f\u00fcr 2017 die Frauen von den Philippinen. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen, 90 Prozent der Menschen sind katholisch. 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