{"id":6071,"date":"2017-03-01T13:35:00","date_gmt":"2017-03-01T12:35:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wulff-deutschland-ist-ohne-aktive-demokraten-am-ende\/"},"modified":"2017-03-01T13:35:00","modified_gmt":"2017-03-01T12:35:00","slug":"wulff-deutschland-ist-ohne-aktive-demokraten-am-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wulff-deutschland-ist-ohne-aktive-demokraten-am-ende\/","title":{"rendered":"Wulff: \u00abDeutschland ist ohne aktive Demokraten am Ende\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Essen\/Hannover (epd). Die Freiheiten des Westens stehen aus Sicht des ehemaligen Bundespr\u00e4sidenten Christian Wulff so stark unter Druck wie lange nicht mehr. Es gebe keine Garantie, dass die Gesellschaft friedlich und demokratisch bleibe, sagte Wulff beim Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen in Essen. Sein Gastvortrag in einem \u00f6kumenischen Gottesdienst im Essener Dom stand unter dem Motto \u00abWir m\u00fcssen uns bekennen! \u00dcber Freiheit und Haltung\u00bb. Die Feier gestalteten Manfred Rekowski, Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und der katholische Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck.<\/p>\n<p>Terrorismus, Globalisierung und Digitalisierung seien die gro\u00dfen Herausforderungen der Gegenwart, die zu einer Spaltung der Gesellschaft gef\u00fchrt h\u00e4tten, sagte der fr\u00fchere nieders\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident. Man m\u00fcsse daf\u00fcr sorgen, dass sich nicht weiter Menschen von der Gesellschaft abwenden. Ein Klima von Angst und Wut werde gerade im Internet bef\u00f6rdert. \u00abDas Vertrauen in die Institutionen und die, die Verantwortung haben, fehlt\u00bb, erkl\u00e4rte das fr\u00fchere Staatsoberhaupt. \u00abDiese Zeit ist in hohem Ma\u00dfe von Zertrennung gepr\u00e4gt.\u00bb<\/p>\n<p>Er sei besorgt, wenn er den Zustand der Demokratie sehe, sagte Wulff. Er rief dazu auf, die eigene Meinung offen zu \u00e4u\u00dfern und daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen: \u00abDieses Deutschland ist ohne aktive Demokraten am Ende.\u00bb Die Weimarer Republik habe die Deutschen gelehrt, was andernfalls passiert. \u00abWenn viele in der Demokratie schlafen, dann kann es sein, dass sie in der Diktatur aufwachen\u00bb, erkl\u00e4rte der fr\u00fchere Bundespr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Wulff \u00e4u\u00dferte den Wunsch nach mehr Zuversicht, dass die Herausforderungen gemeinsam bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. \u00abAngst darf nicht die Leitschnur unseres Lebens und Handelns sein\u00bb, betonte er. Stattdessen rief er dazu auf, mutiger zu sein, um die freiheitlichen Werte zu erhalten. Multikulturalit\u00e4t und das Zusammenleben verschiedener Ethnien und Kulturen seien das Gebot der Stunde. \u00abWir Christen sind heute besonders gefordert, weil wir ein Klima der Angst um uns herum haben\u00bb, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Das Ruhrbistum und die rheinische Kirche laden seit 1998 j\u00e4hrlich zum Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen nach Essen. In Anlehnung an die traditionellen Partei-Veranstaltungen an diesem Tag setzen die Kirchen hier einen politischen Akzent aus christlicher Perspektive. So wollen sie zum Ausdruck bringen, dass christlicher Glaube auch zugleich christlichen Einsatz f\u00fcr eine gerechte Gesellschaft bedeutet. Die Veranstaltung findet j\u00e4hrlich wechselnd in einer katholischen und einer evangelischen Kirche statt.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Essen\/Hannover (epd). Die Freiheiten des Westens stehen aus Sicht des ehemaligen Bundespr\u00e4sidenten Christian Wulff so stark unter Druck wie lange nicht mehr. Es gebe keine Garantie, dass die Gesellschaft friedlich und demokratisch bleibe, sagte Wulff beim Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen in Essen. Sein Gastvortrag in einem \u00f6kumenischen Gottesdienst im Essener Dom stand unter dem Motto \u00abWir m\u00fcssen uns bekennen! \u00dcber Freiheit und Haltung\u00bb. Die Feier gestalteten Manfred Rekowski, Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und der katholische Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck. 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