{"id":6128,"date":"2017-03-08T11:54:00","date_gmt":"2017-03-08T10:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/ausstellung-luepertz-sieht-muenstermann-in-varel\/"},"modified":"2017-03-08T11:54:00","modified_gmt":"2017-03-08T10:54:00","slug":"ausstellung-luepertz-sieht-muenstermann-in-varel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/ausstellung-luepertz-sieht-muenstermann-in-varel\/","title":{"rendered":"Ausstellung \u201eL\u00fcpertz sieht M\u00fcnstermann\u201c in Varel"},"content":{"rendered":"<p>Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Varel zeigt in einer Ausstellung 13 Zeichnungen des renommierten K\u00fcnstlers Markus L\u00fcpertz zu Ludwig M\u00fcnstermann vom 17. M\u00e4rz bis 7. April im Chorraum der Schlosskirche St. Petri zu Varel. 400 Jahre Kunstgeschichte \u00fcberbr\u00fcckend, nimmt mit Markus L\u00fcpertz einer der bedeutendsten K\u00fcnstler und Bildhauer der Gegenwart die manieristische Kunst Ludwig M\u00fcnstermanns aufregend neu in den Blick. Gezeigt werden Zeichnungen von Markus L\u00fcpertz zum Vareler Apoll, den Ludwig M\u00fcnstermann 1615 f\u00fcr den damaligen Orgelprospekt der Schlosskirche schuf. Die Ausstellung ist ein Vareler Beitrag zum Gedenkjahr der Reformation.<\/p>\n<p>Einst stand der Musengott Apoll im musikalischen Wettstreit mit dem biblischen K\u00f6nig David am Orgelprospekt der Vareler Pfarrkirche. M\u00fcnstermann schuf ihn 1615. Doch Prospekt und Orgel gingen Mitte des 19. Jahrhunderts bis auf wenige Reste verloren. Einzig Apoll wird in der Skulpturensammlung des Berliner Bode-Museums bewahrt. Dort n\u00e4herte sich L\u00fcpertz der Kunst M\u00fcnstermanns, l\u00f6ste Formen, erdachte Kompositionen und schuf in seiner evozierenden Betrachtungsweise neue zeichnerische Ansichten einer alten extravagant-anmutigen Skulptur. <\/p>\n<p>Dreizehn seiner Zeichnungen zeigt die Ev.-luth. Kirchengemeinde Varel nun am Ursprungsort des Apoll. So kehrt die Figur im zeitgen\u00f6ssischen Gewand der Zeichnung nach Varel zur\u00fcck. Allein, und doch erinnernd an seinen musikalischen Mitstreiter. <\/p>\n<p>\u201eNichts Neues\u201c so der Titel des Katalogs aus Berlin. Und doch ist alles anders. Heute treten L\u00fcpertz\u2018 Sichtweisen im Kunstraum M\u00fcnstermanns mit Altar, Kanzel und Taufe in direkte Korrespondenz zu der bewegten, lutherisch motivierten Kunst des fr\u00fchen 17. Jahrhunderts im Oldenburger Land.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Die Ausstellung ist ge\u00f6ffnet vom 17. M\u00e4rz bis 7. April, dienstags bis sonntags 15-19 Uhr im Chorraum der Schlosskirche St. Petri zu Varel, Schlossplatz 3.<br \/><\/span><br \/>Die Vernissage findet statt am Freitag, 17. M\u00e4rz, um 17 Uhr in der Schlosskirche St. Petri zu Varel. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Programm der Vernissage<br \/><\/span>&#8211; Begr\u00fc\u00dfung: Pfr. Tom O. Brok, Varel<br \/>&#8211; Geistliches Wort: Bischof Jan Janssen, Oldenburg<br \/>&#8211; Choral<br \/>&#8211; \u201eLudwig M\u00fcnstermann inspiriert Markus L\u00fcpertz\u201c, Dr. Dietmar J. Ponert, Berlin<br \/>&#8211; Apoll und David. Improvisation, Kantor Thomas Meyer-Bauer und Kantorin Dorothee Bauer, Varel<br \/>&#8211; \u201eMarkus L\u00fcpertz und die mythologischen Figuren\u201c, Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, Oldenburg<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Weitere Informationen<br \/><\/span>Im Jahre 1615 schuf Ludwig M\u00fcnstermann einen Orgelprospekt f\u00fcr die Kirche in Varel, der im Gesamtensemble von Altar, Kanzel, Taufe und Grafenstuhl sehr eindr\u00fccklich und figural reich gestaltet gewesen sein muss. Die ehemalige Orgel und der M\u00fcnstermann-Prospekt gingen leider Mitte des 19. Jahrhunderts verloren. Neben zwei Wappen tragenden L\u00f6wen in Varel hat sich in der Skulpturensammlung der Staatlichen Museen Berlin (Bode-Museum) einzig die Figur des Musengottes Apoll erhalten. Dieser \u201eApoll von Varel\u201c entspricht mit seinem extrem \u00fcberl\u00e4ngten K\u00f6rper und seiner in sich gedrehten Haltung, den Gestaltungskriterien der figura serpentinata, die die manieristische Kunst Ludwig M\u00fcnstermanns auszeichnet. Urspr\u00fcnglich hielt Apoll das Attribut des griechischen Gottes, die Leier. Er stand einst im musikalischen Wettstreit mit dem biblischen K\u00f6nig David. Am Orgelprospekt verbildlichte M\u00fcnstermann die Wirkung der Kirchenmusik im Gegen\u00fcber dieser beiden Protagonisten. Wenn David geistlich spielt und Apoll weltlich verz\u00fcckt und entr\u00fcckt zuh\u00f6rt. M\u00fcnstermann setzte die Anliegen der Reformation ins Bild und unterstreicht so die Bedeutung der Kirchenmusik.<\/p>\n<p>Der Maler und Bildhauer Markus L\u00fcpertz n\u00e4herte sich 2014 dem Apoll und schuf neue Ansichten einer alten Skulptur. Der \u201eBerliner\u201c L\u00fcpertz setzte 400 Jahre sp\u00e4ter die Kunst des \u201eOldenburgers\u201c M\u00fcnstermanns nach seinen Empfindungen ins Bild. Die Zeichnungen waren bis Anfang 2016 unter dem provokanten Titel \u201eNichts Neues. Die Abstraktion hat noch nicht begonnen\u201c im Bode Museum ausgestellt. Seine Werke traten in direkten Dialog mit der Originalfigur.<\/p>\n<p>L\u00fcpertz ist Jahrgang 1941 und geh\u00f6rt zu den bedeutendsten zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstlern. Er gilt als Bewunderer der Kunst vergangener Jahrhunderte, besonders der antiken Themen und mythologischen Figuren und zeigt sich religi\u00f6sen Themen aufgeschlossen. Dass er in den Dialog mit M\u00fcnstermann tritt, ist eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung \u2013 verbunden mit der herausfordernden und begeisternden Extravaganz der Figur des Vareler Apolls und dem Ort ihres Zusammentreffens in Berlin.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Varel zeigt in einer Ausstellung 13 Zeichnungen des renommierten K\u00fcnstlers Markus L\u00fcpertz zu Ludwig M\u00fcnstermann vom 17. M\u00e4rz bis 7. April im Chorraum der Schlosskirche St. Petri zu Varel. 400 Jahre Kunstgeschichte \u00fcberbr\u00fcckend, nimmt mit Markus L\u00fcpertz einer der bedeutendsten K\u00fcnstler und Bildhauer der Gegenwart die manieristische Kunst Ludwig M\u00fcnstermanns aufregend neu in den Blick. Gezeigt werden Zeichnungen von Markus L\u00fcpertz zum Vareler Apoll, den Ludwig M\u00fcnstermann 1615 f\u00fcr den damaligen Orgelprospekt der Schlosskirche schuf. Die Ausstellung ist ein Vareler Beitrag zum Gedenkjahr der Reformation. 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