{"id":6135,"date":"2017-03-09T11:47:00","date_gmt":"2017-03-09T10:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/wachsende-palliativmedizin-findet-schwer-fachpersonal\/"},"modified":"2017-03-09T11:47:00","modified_gmt":"2017-03-09T10:47:00","slug":"wachsende-palliativmedizin-findet-schwer-fachpersonal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/wachsende-palliativmedizin-findet-schwer-fachpersonal\/","title":{"rendered":"Wachsende Palliativmedizin findet schwer Fachpersonal"},"content":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Auch aufgrund des massiven Ausbaus der Palliativmedizin in Deutschland wird die Suche nach gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften nach Einsch\u00e4tzung des Bremer Palliativmediziners Hans-Joachim Willenbrink immer komplizierter. \u00abWir haben zunehmend mehr Stationen, finden aber schwer Leute\u00bb, sagte Willenbrink dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Chefarzt arbeitet am Bremer Krankenhaus Links der Weser und ist Initiator des Bremer Palliativkongresses, der an diesem Freitag in seiner zehnten Auflage beginnt. Zu dem zweit\u00e4gigen Treffen werden mehr als 650 Teilnehmer erwartet.<\/p>\n<p>Seit langem setzt sich Willenbrink daf\u00fcr ein, die Palliativmedizin in Deutschland mit mehr ausgebildetem Personal und ausreichend Geldmitteln auszubauen. Fr\u00fcher sei sie ignoriert worden, mittlerweile komme niemand mehr an ihr vorbei, ist Willenbrink \u00fcberzeugt. \u00abEs hat sich viel getan. Die Palliativmedizin hat sich so weit etabliert, dass sich auch Abrechnungsm\u00f6glichkeiten ergeben haben.\u00bb Nun komme es darauf an, mit der Quantit\u00e4t die Qualit\u00e4t zu halten und zu entwickeln. Das w\u00e4re \u00fcber Zertifizierungen m\u00f6glich, auf die Krankenkassen in Zukunft bei der Abrechnung von Leistungen bestehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Auch in onkologischen und anderen medizinischen Zentren habe die Palliativmedizin mittlerweile ein hohes Gewicht, verglich Willenbrink den Status Quo mit der Situation vor knapp 20 Jahren, als der erste Bremer Kongress lief. Doch \u00fcberall gelte: \u00abEine vern\u00fcnftige Arbeit muss \u00fcberpr\u00fcfbar sein. Und obwohl wir weit gekommen sind, sind noch Verbesserungen n\u00f6tig wie etwa die Betreuung schwerstkranker Menschen in Pflegeheimen.\u00bb<\/p>\n<p>Auch an der Versorgung demenzkranker Menschen und an der fr\u00fchzeitigen Einbindung von Patienten auf der Palliativstation m\u00fcsse noch gearbeitet werden. Zwar bedeute ein fr\u00fcherer Aufenthalt auf der Station kein l\u00e4ngeres Leben. \u00abAber psychosoziale Belange wie der Umgang mit der Krankheit und Ungereimtheiten im famili\u00e4ren System k\u00f6nnten besser besprochen werden.\u00bb<\/p>\n<p>Ein wichtiges Thema sieht Willenbrink auch im Umgang mit Patientenverf\u00fcgungen, die trotz ihrer gesetzlichen Anerkennung 2009 weiter umstritten sind. Ein Problem sei die Frage, ob \u00e4ltere Verf\u00fcgungen in allen Details f\u00fcr den Patienten noch G\u00fcltigkeit h\u00e4tten. Ein Ausweg k\u00f6nne das \u00abAdvance Care Planning\u00bb er\u00f6ffnen, bei dem der Wille des Verf\u00fcgenden nicht nur punktuell festgeschrieben, sondern wiederholt und unter wechselnden Bedingungen erfragt werde.<\/p>\n<p>Mit der zehnten Auflage gibt es letztmals einen Bremer Palliativkongress, der in der Vergangenheit alle zwei Jahre organisiert wurde. 2018 kommt daf\u00fcr vom 5. bis 8. September der Deutsche Palliativkongress der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin in die Hansestadt. Sein Titel: \u00abAuf breiten Wegen &#8211; Integration, Innovation, Intuition.\u00bb<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen (epd). Auch aufgrund des massiven Ausbaus der Palliativmedizin in Deutschland wird die Suche nach gut ausgebildeten Fachkr\u00e4ften nach Einsch\u00e4tzung des Bremer Palliativmediziners Hans-Joachim Willenbrink immer komplizierter. \u00abWir haben zunehmend mehr Stationen, finden aber schwer Leute\u00bb, sagte Willenbrink dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Chefarzt arbeitet am Bremer Krankenhaus Links der Weser und ist Initiator des Bremer Palliativkongresses, der an diesem Freitag in seiner zehnten Auflage beginnt. Zu dem zweit\u00e4gigen Treffen werden mehr als 650 Teilnehmer erwartet. 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