{"id":6252,"date":"2017-03-21T13:09:00","date_gmt":"2017-03-21T12:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/expertin-sieht-qualitaet-des-grundwassers-in-gefahr\/"},"modified":"2017-03-21T13:09:00","modified_gmt":"2017-03-21T12:09:00","slug":"expertin-sieht-qualitaet-des-grundwassers-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/expertin-sieht-qualitaet-des-grundwassers-in-gefahr\/","title":{"rendered":"Expertin sieht Qualit\u00e4t des Grundwassers in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). In der Landwirtschaft gelangt aus Sicht der Oldenburger Hydrogeologin Gudrun Massmann durch die D\u00fcngung der Felder noch immer zu viel Nitrat ins Grundwasser. \u00abEs gibt seit 1991 eine Nitrat-Richtlinie, aber getan hat sich seitdem nur wenig\u00bb, sagte die Professorin der Universit\u00e4t Oldenburg anl\u00e4sslich des Internationalen Tag des Wassers an diesem Mittwoch (22. M\u00e4rz) im Gespr\u00e4ch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zwar gebe es ein Problembewusstsein in der Politik, bei den Beh\u00f6rden, den Wasserversorgern und in Teilen auch in der Landwirtschaft, doch verschlechtere sich die Qualit\u00e4t des Grundwassers in Niedersachsen weiter.<\/p>\n<p>Es dauere mitunter Jahre bis Jahrzehnte, bis die mit der G\u00fclle auf die Felder gebrachten N\u00e4hrstoffe ins Grundwasser gelangten, sagte Massmann, Expertin f\u00fcr Landschaftswasserhaushalt. Deshalb h\u00e4tten Sofortma\u00dfnahmen oft kurzfristig keinen messbaren Erfolg. Dennoch m\u00fcsse rasch gehandelt werden: In tieferen Bodenschichten bauten organische Substanzen oder Minerale wie Pyrit \u00fcber chemische Reaktionen das Nitrat ab. Doch gebe es Anzeichen daf\u00fcr, dass diese Stoffe m\u00f6glicherweise langsam aufgebraucht seien und mit den steigenden Mengen neuen Nitrats nicht mehr fertig w\u00fcrden. \u00abWenn also die Eintragsmenge nicht rasch reduziert wird, werden die Werte weiter steigen.\u00bb<\/p>\n<p>Von dem Problem sei Niedersachsen in besonderem Ma\u00dfe betroffen, erl\u00e4uterte Massmann. Dies liege an den sandigen B\u00f6den, durch die die N\u00e4hrstoffe schneller ins Grundwasser sickerten. Zudem gebe es in Niedersachsen eine intensive Massentierhaltung, bei der entsprechend viel G\u00fclle anfalle. F\u00fcr zus\u00e4tzliche N\u00e4hrstoffe im Boden sorge auch die Entwicklung der Biogasproduktion. Seit 2006 bauten die Landwirte vermehrt Mais an, um daraus Energie zu gewinnen. \u00abDoch unter Mais ist die Gefahr, dass ein Gro\u00dfteil des D\u00fcngers in das Grundwasser gelangt, besonders hoch.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr unproblematisch h\u00e4lt Massmann den Genuss von Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Das Trinkwasser in Deutschland werde sehr gut untersucht. In die \u00f6ffentliche Wasserversorgung gelange nur Trinkwasser, das den gesetzlichen H\u00f6chstwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter nicht \u00fcberschreitet. Sollte dieser Wert sich im Grundwasser nicht mehr einhalten lassen, m\u00fcssten die Wasserversorger das Nitrat mit gro\u00dfen Aufwand aus dem Wasser entfernen. Die Kosten daf\u00fcr m\u00fcssten die Verbraucher zahlen.<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oldenburg (epd). 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