{"id":6321,"date":"2017-03-29T18:38:00","date_gmt":"2017-03-29T16:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/radikal-angepasst-erste-taeufer-in-der-herrlichkeit-goedens-saisoneroeffnung-im-museum-im-landrichterhaus-in-neustadtgoedens\/"},"modified":"2017-03-29T18:38:00","modified_gmt":"2017-03-29T16:38:00","slug":"radikal-angepasst-erste-taeufer-in-der-herrlichkeit-goedens-saisoneroeffnung-im-museum-im-landrichterhaus-in-neustadtgoedens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/radikal-angepasst-erste-taeufer-in-der-herrlichkeit-goedens-saisoneroeffnung-im-museum-im-landrichterhaus-in-neustadtgoedens\/","title":{"rendered":"\u201eRadikal angepasst \u2013 Erste T\u00e4ufer in der Herrlichkeit G\u00f6dens\u201c Saisoner\u00f6ffnung im Museum im Landrichterhaus in Neustadtg\u00f6dens"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Er\u00f6ffnung der Sonderausstellung unter dem Titel \u201eRadikal angepasst \u2013 Erste T\u00e4ufer in der Herrlichkeit G\u00f6dens\u201c wurde jetzt die Saison im Museum im Landrichterhaus in Neustadtg\u00f6dens, Landkreis Friesland er\u00f6ffnet. Die Ausstellung, die am 23.M\u00e4rz er\u00f6ffnet wurde, ist zugleich Teil der Veranstaltungen zum Reformationsjubil\u00e4um, die in dem Ort stattfinden. <\/p>\n<p>Aus Platzgr\u00fcnden wurden die Besucherinnen und Besucher zun\u00e4chst in der evangelisch-lutherischen Kirche empfangen. Hier begr\u00fc\u00dften Pastorin Kerstin Tiemann und Sandes B\u00fcrgermeister Stephan Eiklenborg neben zahlreichen Besuchern Prof. Dr. Antje Sander vom Zweckverband Schlossmuseum, dem auch das Landrichterhaus in Neustadtg\u00f6dens angegliedert ist. Weiterhin begr\u00fc\u00dften sie den Kurator der neuen Sonderausstellung Stephan Horschitz, au\u00dferdem den Schirmherrn der Ausstellung Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, der auch die Festrede hielt. <\/p>\n<p>Gru\u00dfworte gab es von Dr. Michael Brandt von der Oldenburgischen Landschaft und von Frieslands Landrat Sven Ambrosy. Die Botschafterin des Rates der EKD f\u00fcr das Reformationsjahr Prof. Dr. Margot K\u00e4\u00dfmann hatte der Gemeinde schriftlich ein Gru\u00dfwort zukommen lassen.<\/p>\n<p>Mit den verschiedenen Veranstaltungen zum Reformationsjubil\u00e4um brauche sich Ost-Friesland und erst recht Neustadtg\u00f6dens nicht hinter Wittenberg als Mittelpunkt der Aktivit\u00e4ten verstecken, sagte Tiemann. Eine Einf\u00fchrung in die Ausstellung gaben Prof. Dr. Antje Sander und Stephan Horschitz. Sander berichtete von einer Vielfalt von Auspr\u00e4gungen der Reformation, die es auf der Ost-Friesischen Halbinsel gebe. Dass es hier keine gr\u00f6\u00dferen religi\u00f6s begr\u00fcndeten bewaffneten Konflikte gegeben habe, sei urspr\u00fcnglich in der gro\u00dfen Vielfalt der Bekenntnisse in den Herrscherh\u00e4usern begr\u00fcndet. Deshalb sei Neustadtg\u00f6dens und die Region auch zu einer Zuflucht f\u00fcr viele geworden, die aufgrund ihres Glaubens von woanders fl\u00fcchten mussten. <\/p>\n<p>Horschitz forderte die Besucherinnen und Besucher auf, sich selber ein Bild von den Gr\u00fcnden zu machen, die dazu f\u00fchrten, dass sich die T\u00e4ufer gerade in der Herrlichkeit G\u00f6dens eine Zuflucht suchten. Ob es willkommene Kontakte, wirtschaftliche Motive oder religi\u00f6se Gr\u00fcnde waren, sei nicht genau auszumachen. Tatsache ist jedoch, dass unter anderem Hinrich Krechting und Wolter Schemering, zwei bekannte M\u00e4nner in der T\u00e4uferbewegung, die urspr\u00fcnglich in M\u00fcnster ihre Hochburg hatte, in der Herrlichkeit G\u00f6dens eine neue Heimat fanden, nachdem sie aus M\u00fcnster fliehen mussten. Die Historie wird in der Ausstellung dargestellt. <\/p>\n<p>Klahr lobte die \u00d6kumene, die sich gerade zu diesem Reformationsjubil\u00e4um sehr stark zeige. Man werde sich in 100 Jahren an dieses Jubil\u00e4um als Jubil\u00e4um der \u00d6kumene erinnern. Er warb daf\u00fcr, noch weitere Religionen zu integrieren, so dass ein friedliches Zusammenleben in Europa gelinge. Weniger Angst vor dem Verlust des eigenen Profils und viel mehr Offenheit, den anderen als bereichernde Vielfalt zu erkennen, sei der Weg. <\/p>\n<p>Dass es in Neutadtg\u00f6dens zwischen den Jahren 1600 und 1800 viele verschiedene Gottesh\u00e4user gegeben habe, weil die Religionen friedlich miteinander auskamen, sei ein Musterbespiel f\u00fcr neuzeitliches Zusammenwirken und \u2013leben. <\/p>\n<p>Ambrosy erkl\u00e4rte, es habe 500 Jahre gebraucht, bis bei einem Reformationsjubil\u00e4um eher das Verbindende als das Trennende der Konfessionen in den Mittelpunkt ger\u00fcckt sei. Er warnte, wachsam zu sein, dass nicht wieder Menschen die Macht ergriffen, die auf Abgrenzung statt auf Integration setzten. \u201eWo Toleranz herrscht, kann man Wertsch\u00e4tzung, bl\u00fchende Kultur und Frieden erleben \u2013 das kann man an einem Ort wie Neustadtg\u00f6dens zeigen\u201c, so der Landrat. Im Gru\u00dfwort von K\u00e4\u00dfmann hie\u00df es, \u201ewo das Zusammenleben gelingt, wird Vielfalt zur kreativen Kraft.\u201c<\/p>\n<p>Beim anschlie\u00dfenden Rundgang durch die Ausstellung im Landrichterhaus konnten sich die Besucherinnen und Besucher einen ersten Eindruck verschaffen. Das Landrichterhaus ist bis Ende Oktober wieder dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet, am Wochenende und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Weiterhin wurde eine neue G\u00e4stef\u00fchrung entwickelt. Werner Kleinschmidt als Hinrich Krechting, ein bekannter T\u00e4uferf\u00fchrer, berichtete aus seiner Sicht. <\/p>\n<p>Landrichterhaus, Br\u00fcckstra\u00dfe 19 in 26452 Sande-Neustadtg\u00f6dens; Informationen zu F\u00fchrungen unter Telefon 04422 \/ 958835 (Rathaus Sande) <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Ein Beitrag von Annette Kellin &nbsp;<br \/><\/span><br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Er\u00f6ffnung der Sonderausstellung unter dem Titel \u201eRadikal angepasst \u2013 Erste T\u00e4ufer in der Herrlichkeit G\u00f6dens\u201c wurde jetzt die Saison im Museum im Landrichterhaus in Neustadtg\u00f6dens, Landkreis Friesland er\u00f6ffnet. Die Ausstellung, die am 23.M\u00e4rz er\u00f6ffnet wurde, ist zugleich Teil der Veranstaltungen zum Reformationsjubil\u00e4um, die in dem Ort stattfinden. Aus Platzgr\u00fcnden wurden die Besucherinnen und Besucher zun\u00e4chst in der evangelisch-lutherischen Kirche empfangen. 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