{"id":6337,"date":"2017-03-31T22:03:00","date_gmt":"2017-03-31T20:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/flucht-und-reformation-gehoeren-zusammen\/"},"modified":"2017-03-31T22:03:00","modified_gmt":"2017-03-31T20:03:00","slug":"flucht-und-reformation-gehoeren-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/flucht-und-reformation-gehoeren-zusammen\/","title":{"rendered":"Flucht und Reformation geh\u00f6ren zusammen"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitagmorgen haben der evangelisch-reformierte Kirchenpr\u00e4sident Martin Heimbucher und der Emder Oberb\u00fcrgermeister Bernd Bornemann das Geschichtenmobil der EKD aus Emden verabschiedet. 36 Stunden war der gro\u00dfe himmelblaue LKW-Truck am Hafentor am Ratsdelft zu Gast. Das Team zeigte in seinem Multimedia-Mobil Geschichten der Reformation aus ganz Europa und sammelte neue Geschichten aus Emden ein. N\u00e4chste Station ist Deventer in den Niederlandes, am 20. Mai endet die Reise des Trucks bei der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg.<\/p>\n<p>Motto der drei Tage des Europ\u00e4ischen Stationwegs in Emden war \u201eIch bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation \u2013 500 Jahre Migration\u201c. Wie eng Flucht und Reformation zusammenh\u00e4ngen, wer auch Thema einer Talkrunde in der Johannes a Lasco Bibliothek. Dort forderte der Politikwissenschaftler Torsten Moritz, dass sich die Kirchen in Europa bei ihren Regierungen st\u00e4rker f\u00fcr die europ\u00e4ische Seenotrettung von Fl\u00fcchtlingen im Mittelmeer einsetzen sollten. \u201eEs ist nicht richtig, dass private Rettungsschiffe wie die \u201aMS Aquarius\u2019 oder die \u201aIuventa\u2019 raus fahren m\u00fcssen, um Fl\u00fcchtlinge vor dem Ertrinken zu retten\u201c, sagte er am Donnerstagabend in Emden. Das sei eine europ\u00e4ische Aufgabe. Moritz ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der christlichen Migrationskommission CCME in Br\u00fcssel. Ziel der christlichen Migrationskommission sei es, die EU-Abgeordneten von einer Fl\u00fcchtlingspolitik zu \u00fcberzeugen, die sich st\u00e4rker an den Menschenrechten orientiert, so Moritz. Derzeit herrsche in Br\u00fcssel jedoch die Meinung vor, dass \u201edie Festung Europa\u201c geschlossen werden m\u00fcsse. <\/p>\n<p>Der gastgebende Kirchenpr\u00e4sident der Evangelisch-reformierten Kirche, Martin Heimbucher, erinnerte an die Geschichte Emdens, das im 16. Jahrhundert ein Vielfaches der eigenen Bev\u00f6lkerung als Glaubensfl\u00fcchtlinge aufgenommen habe. Wie gut damals die Integration geklappt habe, zeige sich am Siegel der reformierten Kirche, erl\u00e4uterte Heimbucher: Rund 100 Jahre nach dem H\u00f6hepunkt der Fluchtbewegung in Emden stifteten die Nachfahren der Migranten als Dank ein Portal f\u00fcr die \u201eGro\u00dfe Kirche\u201c. Es zeige in einem Relief Emden als ein rettendes Schiff, das \u201eSchepken Christi\u201c. Ein Abbild des \u201eSchepkens\u201c diene heute als Siegel der reformierten Kirche. <\/p>\n<p>Der Oldenburger Bischof Jan Janssen verwies auf die enge Verbundenheit der drei evangelischen Kirchen im Nordwesten. \u201eEs ber\u00fchrt mich sehr, dass wir mit so gro\u00dfer Freundlichkeit hier zusammen wirken k\u00f6nnen.\u201c Im 16. Jahrhundert h\u00e4tten die Unterschiede zu Streit und Konflikten gef\u00fchrt. Heute k\u00f6nnten die Kirchen in einer protestantischen \u00d6kumene zusammenarbeiten, \u201eohne die Unterschiede zu verwischen\u201c.<\/p>\n<p>Auch die Stadt Bremen habe im 16. Jahrhundert viele Glaubensfl\u00fcchtlinge aufgenommen, sagte der leitende Theologe der Bremischen Evangelischen Kirche, Schriftf\u00fchrer Renke Brahms. Damals wie heute seien die Fl\u00fcchtlinge auf freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen. <\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitagmorgen haben der evangelisch-reformierte Kirchenpr\u00e4sident Martin Heimbucher und der Emder Oberb\u00fcrgermeister Bernd Bornemann das Geschichtenmobil der EKD aus Emden verabschiedet. 36 Stunden war der gro\u00dfe himmelblaue LKW-Truck am Hafentor am Ratsdelft zu Gast. Das Team zeigte in seinem Multimedia-Mobil Geschichten der Reformation aus ganz Europa und sammelte neue Geschichten aus Emden ein. N\u00e4chste Station ist Deventer in den Niederlandes, am 20. Mai endet die Reise des Trucks bei der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg. Motto der drei Tage des Europ\u00e4ischen Stationwegs in Emden war \u201eIch bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation \u2013 500 Jahre Migration\u201c. 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