{"id":6338,"date":"2017-04-02T12:18:00","date_gmt":"2017-04-02T10:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/werktagung-den-stein-ins-rollen-bringen\/"},"modified":"2017-04-02T12:18:00","modified_gmt":"2017-04-02T10:18:00","slug":"werktagung-den-stein-ins-rollen-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/werktagung-den-stein-ins-rollen-bringen\/","title":{"rendered":"Werktagung \u201eDen Stein ins Rollen bringen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eDen Stein ins Rollen bringen\u201c trafen sich am Samstag, 1. April, rund 200 ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende aus der kirchlichen Arbeit mit Kindern zu einer Werktagung Reformation im Delmenhorster Gymnasium an der Willmstra\u00dfe. Insgesamt 18 Workshops besch\u00e4ftigten sich theoretisch und praktisch mit ganz unterschiedlichen Aspekten der kirchlichen Arbeit mit Kindern: Gottesdienste in der Natur, das N\u00e4hen von \u201eStorybags\u201c oder die Erz\u00e4hlwerkstatt zeigten, wie kreativ es sich mit dem Glauben umgehen l\u00e4sst. <\/p>\n<p>In ihrem Impulsvortrag \u201eHier stehe ich und kann auch anders\u201c betrachtete Kirsti Greier, Theologische Referentin des Gesamtverbands f\u00fcr Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Frage, wo sich Religion und eine kirchliche resilienzf\u00f6rdernde \u2013 also seelisch st\u00e4rkende und widerstandsf\u00e4hig machende \u2013 Arbeit mit Kindern begegnen. \u201eReligion und Resilienz sind nicht per se ein Erfolgsmodell\u201c, machte sie deutlich. \u201eAber wenn wir in unserem Glauben fest verwurzelt sind und auf Gott vertrauen, kann diese Einheit wunderbar gelingen, weil wir uns gesch\u00fctzt f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Reformation war auch Wiederentdeckung der frohen Botschaft<\/span><br \/>\nGreier spielte mit dem Plakat der Werktagung, auf dem ein Strichm\u00e4nnchen einen Stein den Berg hinaufgerollt hat. Sie ersetzte die Figur kurzerhand durch Martin Luther und machte einen Exkurs in seine Zeit. \u201eDie Reformation war auch die Wiederentdeckung der frohen Botschaft, nachdem die Kirche die Menschen eher ge\u00e4ngstigt hatte.\u201c Durch den Buchdruck sei es m\u00f6glich gewesen, die Ideen der Reformation zu verbreiten. \u201eEs braucht immer ein Netz von Faktoren, um einen Stein ins Rollen zu bringen\u201c, betonte sie. <\/p>\n<p>Doch Kirsti Geier versetzte die Zuh\u00f6renden auch in den Augenblick, in dem der Stein tats\u00e4chlich ins Rollen kommt. Wie empfindet man den Moment, in dem sich etwas bewegt, nachdem man zuvor viel M\u00fche aufgewendet hat? \u201eMan ist ersch\u00f6pft, verl\u00e4sst eine Sicherheit, das ist auch angstbehaftet\u201c, machte sie deutlich.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Luther hat einen Stein ins Rollen gebracht<br \/><\/span>Mit seinen 95 Thesen habe Luther einen Stein ins Rollen gebracht, der Europa, vielleicht sogar die ganze Welt ver\u00e4ndert habe, sagte Oberkirchenrat Detlef Mucks-B\u00fcker in seinem Gru\u00dfwort. Er erinnerte an einen anderen Stein \u2013 jenen, der vor dem Grab Jesu gelegen habe. \u201eMit dieser Stein-Geschichte kam richtig was ins Rollen, n\u00e4mlich die Botschaft von der Liebe Gottes, die st\u00e4rker ist als alle Gewalt\u201c, betonte er. <\/p>\n<p>Und auch die Pastoren Nico Szameitat und Rainer Claus erinnerten an Stein-Geschichten aus der Bibel und kamen zu dem Ergebnis: \u201eNur zu mehreren kann man einen Stein ins Rollen bringen.\u201c<\/p>\n<p>Jeweils anderthalb Stunden lang konnten sich die Teilnehmenden vormittags und nachmittags in den Workshops inspirieren lassen, neue Ideen sammeln und sich austauschen. Rund die H\u00e4lfte von ihnen waren Mitarbeitende aus den 111 Kindertagesst\u00e4tten der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, dazu kamen Grundschullehrerinnen, Ehrenamtliche aus den Kindergottesdienstteams, der ejo (Evangelische Jugend Oldenburg) und anderen Institutionen, die kirchliche Arbeit mit Kindern anbieten. Auch aus Bremen und dem Emsland waren Teilnehmende angereist. <\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Erste Fr\u00fcchte ernten<\/span><br \/>Die Workshop-Leitenden kamen ebenfalls nicht nur aus der oldenburgischen Kirche, sondern beispielsweise auch als der Lippischen Landeskirche, aus Hildesheim und M\u00fcnster. 50 weitere ehrenamtliche Kr\u00e4fte hatten die Organisation der Werktagung auf die Beine gestellt. Die Zahl derer, die sich in der Jugendarbeit der oldenburgischen Kirche engagieren, sei erfreulich konstant, so Detlef Mucks-B\u00fcker. Mit dem Engagement der Jugendlichen bei Veranstaltungen wie diesen ernte man erste Fr\u00fcchte eines langfristig angelegten Fortbildungsangebotes, das die oldenburgische Kirche seit einigen Jahren offeriere.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Gesellschaft ist von Verlust\u00e4ngsten gepr\u00e4gt <\/span><br \/>Mit den Angeboten f\u00fcr Kinder erreiche man nicht selten auch die Erwachsenen, so die Erfahrung des Oberkirchenrats. \u201eDie Frage ist: Wie schaffe ich es, komplexe Zusammenh\u00e4nge zu erkl\u00e4ren? Das ist eine Herausforderung, die Kinder und Erwachsene gleicherma\u00dfen interessiert.\u201c Die Gesellschaft heute sei von Verlust\u00e4ngsten gepr\u00e4gt. \u201eDer Glaube, die christliche Botschaft k\u00f6nnen hier Antworten geben\u201c, betonte er. <\/p>\n<p>Die Werktagung Reformation ist eine Kooperation der Arbeitsstellen f\u00fcr Kindergottesdienst und Arbeit mit Kindern im Landesjugendpfarramt sowie der Fachstelle f\u00fcr Kindergartenarbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Das Organisationsteam unter der Leitung von Eva Brunken, Beauftragte f\u00fcr Kindergottesdienst, hat diese Tagung im Rahmen des Reformationsjubil\u00e4ums vorbereitet.<\/p>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eDen Stein ins Rollen bringen\u201c trafen sich am Samstag, 1. 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