{"id":6356,"date":"2017-04-03T14:49:00","date_gmt":"2017-04-03T12:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/politische-lesart-der-passion-christi-beeindruckt\/"},"modified":"2017-04-03T14:49:00","modified_gmt":"2017-04-03T12:49:00","slug":"politische-lesart-der-passion-christi-beeindruckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/politische-lesart-der-passion-christi-beeindruckt\/","title":{"rendered":"Politische Lesart der Passion Christi beeindruckt"},"content":{"rendered":"<p>Die Gottesdienstreihe \u201ePassionspunkte in Wilhelmshaven\u201c der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven wird mit dem Gottesdienstpreis 2017 ausgezeichnet. Der Gottesdienstpreis der Stiftung zur F\u00f6rderung des Gottesdienstes ist mit 2.500 Euro dotiert. <\/p>\n<p>Der Oldenburger Bischof Jan Janssen gratuliert der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wilhelmshaven und dem Organisationsteam um die Pastoren Frank Morgenstern und Bernhard Busemann zu dieser herausragenden W\u00fcrdigung. F\u00fcr Bischof Janssen, der 2001 zu den Mitbegr\u00fcndern der \u201ePassionspunkte in Wilhelmshaven\u201c geh\u00f6rte, lebt die Gottesdienstreihe davon, dass sie immer wieder historisch und gesellschaftlich relevante Themen aufgreift und mit der Passion Christi in Bezug setzt. <\/p>\n<p>Die Pastoren Frank Morgenstern und Bernhard Busemann freuen sich in einer ersten Reaktion \u00fcber den Predigtpreis 2017 und betonen, dass dies eine Anerkennung der besonderen gottesdienstlichen Erinnerungskultur in Wilhelmshaven sei. \u201eSeit 2001 tragen wir das schlichte Holzkreuz und die Passionsgeschichte aus dem Matth\u00e4usevangelium an unterschiedliche Orte rund um die Christus- und Garnisonkirche in Wilhelmshaven. Das ist eine sehr eindr\u00fcckliche Erfahrung\u201c, so Pastor Frank Morgenstern. Sein Kollege Bernhard Busemann erg\u00e4nzt: \u201eDie Passionspunkte werden automatisch zu einem pers\u00f6nlichen St\u00fcck Erinnerungskultur. Man bewegt sich mit ganz anderen Augen durch die Stadt und den Pfarrbezirk, weil Geb\u00e4ude, H\u00e4usernischen, Institutionen oder Bunker ihre Geschichte auch Jahre sp\u00e4ter weiter erz\u00e4hlen.\u201c <\/p>\n<p>Seit 2001 gedenkt die Gemeinde der Christus und Garnisonkirche an jedem der sieben Tage vor Ostern an unterschiedlichen Orten der Stadt geschichtlicher und gegenw\u00e4rtiger Ereignisse. 2016 erinnerte die Gemeinde vor der \u00f6rtlichen Fl\u00fcchtlingshilfe an Menschen auf der Flucht. Vor einem fr\u00fcheren Bunker erinnerte sie an die Toten der Bombardierung Wilhelmshavens in Zweiten Weltkrieg. Und vor einem Kanonenrohr am Marinemuseum und vor dem Altarbild der Garnisonkirche gedachte sie der Toten der Skagerak Schlacht. Die Gemeinde nennt diese Orte Passionspunkte. Sie stellt bei jeder der 35-min\u00fctigen Andachten ab 18 Uhr ein Holzkreuz auf, l\u00e4sst eine Expertin oder einen Experten zu Wort kommen und bringt die Passion Jesu in Bezug zum geschilderten Geschehen. <\/p>\n<p>F\u00fcr den diesj\u00e4hrigen Gottesdienstpreis waren Gedenkgottesdienste ausgeschrieben worden. Die Jury der Gottesdienst-Stiftung hat an den Passionspunkten aus Wilhelmshaven die politische Lesart der Passion Christi beeindruckt. Fachleute vermitteln das einzelne Ereignis aus dem \u00f6ffentlichen Leben der Stadt pr\u00e4zise und sch\u00e4rfen das lokale Geschichtsbewusstsein. In einer biblischen Auslegung wird die Passion Christi dazu in Bezug gesetzt. Das Team um die Pastoren Frank Morgenstern und Bernhard Busemann l\u00e4sst Profimusiker die Andachten musikalisch umrahmen und begleiten. <\/p>\n<p>Laut Jury werde so \u201edie Stadt Wilhelmshaven gottesdienstlich kartographiert\u201c. Die Passionspunkte wurden 2016 zum 16. Mal gefeiert. Die Ausdauer und der stets gute Besuch dieser Andachten sprechen f\u00fcr die Tragf\u00e4higkeit des Konzeptes. Die Passionspunkte sind mittlerweile Teil der Stadtkultur. <\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Stiftung und zum Gottesdienstpreis finden Sie unter: www.gottesdienst-stiftung.de<br \/>\n <br \/><span style=\"font-weight: bold\">Passionspunkte 2017<br \/><\/span>Bei den \u201ePassionspunkten\u201c in diesem Jahr, die jetzt bereits zum 17. Mal von einem Team um die Pastoren Bernhard Busemann und Frank Morgenstern organisiert werden, geht es um Leid \u2013 das Leiden Jesu in Bezug zum Leid in Geschichte und Gegenwart der Stadt Wilhelmshaven. <\/p>\n<p>Leiden ist nicht \u201ein\u201c, Leiden gef\u00e4llt uns nicht, ist schwer zu ertragen, zeigt Grenzen auf. Und dennoch: Leiden ist wichtig, erweitert den Horizont, Fenster zu neuen Zielen werden aufgesto\u00dfen. <\/p>\n<p>In der Karwoche von Sonntag, 9. April, bis Sonnabend, 15. April, gibt es immer abends um 18 Uhr die Passionspunkte an verschiedenen Orten der Stadt. Flyer dazu liegen jetzt aus, au\u00dferdem gibt es Informationen unter www.christusnews.de\/Aktuell. <\/p>\n<div class=\"indent\">In kurzen Andachten werden Fachleute, Musiker, Lektoren und Theologen den Ort im Kontext der Passionsgeschichte Jesu beleuchten. Wiederum sind eindr\u00fcckliche Orte gefunden worden, die sowohl die Stadtgeschichte als auch die Geschichte Jesu in neuem und anderem Licht erscheinen lassen. <\/p>\n<p>Zum ersten Mal werden in diesem Jahr f\u00fcr kurze Zeit Stra\u00dfen gesperrt, weil Passionspunkte dort viele Menschen zusammenf\u00fchren werden. Den Auftakt macht am Sonntag, 9. April, unter dem Thema \u201eSag was \u2013 Schweig nicht!\u201c eine Andacht beim \u201eTheOs\u201c. Dieser Passionspunkt ist wie eine \u00dcberschrift \u00fcber das Konzept dieser Reihe. Mitglieder des Ensembles Zenzi Huber und Vasilios Zavrakis zeigen Szenen aus dem Jugendst\u00fcck \u201eNashorn\u201c. Stadtarchivar Ulrich R\u00e4cker\u2013Wellnitz wird die Geschichte des Hauses zusammenfassen. Pastor Bernhard Busemann wird den Ort theologisch einordnen. Musikalisch er\u00f6ffnet das Ensemble QuintAnima die Woche.<\/p>\n<p>Am Montag, 10. April, geht es unter dem Titel \u201eDiese Geschichte muss erz\u00e4hlt werden\u201c an der Parkstra\u00dfe 16 weiter. Hier sind Figuren zu sehen, die Josefa Egberts, die im Nationalsozialismus ermordet wurde, geschaffen hat. Professorin Dr. Antje Sander (Schlossmuseum Jever) berichtet, Pastor Frank Morgenstern wird die Lebensgeschichte mit der Passionsgeschichte verkn\u00fcpfen. Musik gibt es mit Simon Kasper, J\u00f6rdis W\u00f6lk und Emanuel Jessel. <\/p>\n<p>Am Dienstag, 11. April, hei\u00dft es \u201eKalter Krieger\u201c im Marinemuseum. Dr. Stephan Huck wird das neue Gro\u00dfobjekt des Museums in den Kontext der derzeitigen Weltlage stellen. Am Mittwoch, 12. April, ist \u201eAuf dem Scheitelpunkt\u201c das Thema auf der Kaiser-Wilhelm-Br\u00fccke. Das bezieht sich auf die Karwoche aber auf die Gratwanderung der Stadt zwischen Wohnen und Industrie, zwischen Kultur und Stadt. Stadtbaurat Oliver Leinert blickt auf die bauliche Entwicklung von Stadt und Hafens. F\u00fcr Donnerstag, 13. April, ist \u201eMuttersprache\u201c vorgesehen, Treffpunkt ist die Christus- und Garnisonkirche. &nbsp;<\/p>\n<p>Hintergrund ist, dass in allen sonnt\u00e4glichen Gottesdiensten Teile in Farsi \u00fcbersetzt werden weil es eine starke Beteiligung iranischer und afghanischer Gefl\u00fcchteter in der Gemeinde gibt. F\u00fcr Freitag, 14. April, ist bei der Kunsthalle das Thema \u201eZwischen Nacht und Tag\u201c vorgesehen. Kunsthallenleiter Dr. J\u00fcrgen Fitschen wird die Fotoausstellung interpretieren. <\/p>\n<p>Den Schlusspunkt setzt am Sonnabend, 15. April, unter dem Titel \u201eAnfang oder Ende\u201c beim alten Minenlagerhaus, Schleusenstra\u00dfe 2. <\/p>\n<p>Aktuelle Informationen zu den \u201ePassionspunkten in Wilhelmshaven\u201c finden Sie unter: www.christusnews.de\/site\/home-v3\/passionspunkte&nbsp; <\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Der Beitrag \u201ePassionspunkte 2017\u201c wurde von Annette Kellin verfasst.<\/span><\/div>\n<p>Source: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gottesdienstreihe \u201ePassionspunkte in Wilhelmshaven\u201c der Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven wird mit dem Gottesdienstpreis 2017 ausgezeichnet. Der Gottesdienstpreis der Stiftung zur F\u00f6rderung des Gottesdienstes ist mit 2.500 Euro dotiert. Der Oldenburger Bischof Jan Janssen gratuliert der Ev.-luth. 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