{"id":6483,"date":"2017-04-23T09:08:00","date_gmt":"2017-04-23T07:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/christusnews.de\/site\/auswandererhaus-geht-neue-wege-in-der-migrationsforschung\/"},"modified":"2017-04-23T09:08:00","modified_gmt":"2017-04-23T07:08:00","slug":"auswandererhaus-geht-neue-wege-in-der-migrationsforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christusnews.de\/site\/auswandererhaus-geht-neue-wege-in-der-migrationsforschung\/","title":{"rendered":"Auswandererhaus geht neue Wege in der Migrationsforschung"},"content":{"rendered":"<p>Bremerhaven (epd). Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven hat neue Wege in der Migrationsforschung eingeschlagen. In einem &quot;Studio Migration&quot; k\u00f6nnten ab sofort Ein- und Auswanderer ihre Geschichte mit Mikrofonen und Kameras aufzeichnen, teilte das Museum mit. An Medienstationen bekommen Besucher die M\u00f6glichkeit, sich die von Wissenschaftlern gef\u00fchrten Interviews anzusehen und anzuh\u00f6ren und sich so ein eigenes Bild \u00fcber die Migrationsgr\u00fcnde zu machen. Mit dem Studio wolle das Museum zu einer sachlichen Debatte \u00fcber Migration beitragen. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnten die Museumsg\u00e4ste dort t\u00e4glich ihre Meinung zu bestimmten politischen Migrationsfragen anonym abgeben. Am jeweils kommenden Tag sollen die Ergebnisse im Studio als Spiegelbild der Gesellschaft ver\u00f6ffentlicht werden. Die Besucherbefragungen werden so eine wertvolle Quelle f\u00fcr die Migrationsforschung, sagte Museumsdirektorin Simone Eick.<\/p>\n<p>Mit dem &quot;Studio Migration&quot; verlasse das Auswandererhaus die gewohnten Pfade eines Museums, erl\u00e4uterte Eick. Es f\u00fchre die museale Geschichtsdarstellung zusammen mit einem aktuellen Forum zu gesellschaftlichen Debatten um Migrationsfragen. Besucher sollten animiert werden, ihre eigene Familiengeschichte zu erz\u00e4hlen, historische Vergleiche zu ziehen, ihre Meinung zu \u00e4u\u00dfern und infrage zu stellen.<\/p>\n<p>Das Studio sei das Ergebnis eines Prozesses unter der \u00dcberschrift &quot;Angst in Neugierde verwandeln&quot;, hie\u00df es weiter. Zwei Jahre lang h\u00e4tten Experten \u00fcberlegt, wie aktuelle Ereignisse und Debatten rund um Migrations- und Integrationsfragen in einem kulturhistorischen Museum pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnten. Dabei sei es auch um die Frage gegangen, wie das Museum ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Migrations- und Integrationsgeschichte gerade bei Kindern und Jugendlichen vermitteln kann.<\/p>\n<p>Das Deutsche Auswandererhaus steht nahe der Au\u00dfenweser in Bremerhaven an einem historischen Ort: Hier haben zwischen 1830 und 1974 rund 7,2 Millionen Menschen das europ\u00e4ische Festland verlassen, oft als Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge. Sie sahen in ihrer Heimat keine Perspektive mehr und wollten sich haupts\u00e4chlich in den USA eine neue Existenz aufbauen. Seit einigen Jahren besch\u00e4ftigt sich das Haus auch intensiv mit der Frage der Einwanderung nach Deutschland. 2007 wurde das Deutsche Auswandererhaus als Europas Museum des Jahres pr\u00e4miert.<br \/>&nbsp;&nbsp;<br \/>\nSource: Kirche-Oldenburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremerhaven (epd). Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven hat neue Wege in der Migrationsforschung eingeschlagen. In einem &quot;Studio Migration&quot; k\u00f6nnten ab sofort Ein- und Auswanderer ihre Geschichte mit Mikrofonen und Kameras aufzeichnen, teilte das Museum mit. An Medienstationen bekommen Besucher die M\u00f6glichkeit, sich die von Wissenschaftlern gef\u00fchrten Interviews anzusehen und anzuh\u00f6ren und sich so ein eigenes Bild \u00fcber die Migrationsgr\u00fcnde zu machen. 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